{"id":42225,"date":"2017-04-24T06:00:40","date_gmt":"2017-04-24T04:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=42225"},"modified":"2017-04-19T11:28:49","modified_gmt":"2017-04-19T09:28:49","slug":"duengen-mit-asche-aus-der-verbrennung-von-holz-und-stroh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/duengen-mit-asche-aus-der-verbrennung-von-holz-und-stroh\/","title":{"rendered":"D\u00fcngen mit Asche aus der Verbrennung von Holz und Stroh"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Th\u00fcringer Landesanstalt f\u00fcr Landwirtschaft (TLL) und die Universit\u00e4t Rostock wollen untersuchen, inwieweit sich Aschen aus der Verbrennung von Holz, Stroh und anderen naturbelassenen Biomassen als D\u00fcnger eignen.<\/strong><\/p>\n<p>Die Vorhaben werden vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) \u00fcber den Projekttr\u00e4ger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) gef\u00f6rdert. Informationen stehen auf <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/projektfoerderung\/projekte-und-ergebnisse\/projektverzeichnis\/\" target=\"_blank\">fnr.de<\/a> unter den F\u00f6rderkennzeichen <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=22034211\" target=\"_blank\">22034211<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=22003216\" target=\"_blank\">22003216<\/a> zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<figure id=\"attachment_42227\" aria-describedby=\"caption-attachment-42227\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-42227\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/PM_2017-11_Biomasse-Asche-Monitoring-300x200.jpg\" alt=\"Holzasche. 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Doch um diese Aschen als D\u00fcnger einsetzen zu k\u00f6nnen, gilt es noch einige Fragen zu kl\u00e4ren: So differiert die Qualit\u00e4t der Aschen je nach Brennstoff, Verbrennungstechnik, Qualit\u00e4t des Ausbrandes und Art der Entaschung erheblich. Hier setzt das Verbundvorhaben an: Die Forscher wollen kl\u00e4ren, welche Konstellationen der genannten Faktoren geeignet sind, um hochwertige Aschen mit geringen Schadstoffanteilen zu erhalten und als D\u00fcnger verwenden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nach momentanem D\u00fcngemittelrecht gelten Aschen aus landwirtschaftlicher Biomasse im Unterschied zu Aschen aus der Holzverbrennung rechtlich nicht als D\u00fcnger, sondern als Abfallstoff. Dementsprechend m\u00fcssen sie entsorgt werden, was in der Praxis die Deponierung bedeutet. Damit gehen alle enthaltenen N\u00e4hrstoffe faktisch verloren, der N\u00e4hrstoffkreislauf ist nicht geschlossen. Gleichzeitig sind die weltweit erschlie\u00dfbaren Lagerst\u00e4tten insbesondere f\u00fcr Phosphor (P) zur Herstellung von Minerald\u00fcngern endlich und konzentrieren sich auf nur wenige L\u00e4nder. Die R\u00fcckgewinnung der N\u00e4hrstoffe aus Aschen hat deshalb auch eine \u00f6konomische Dimension. Holzaschen gelangen in geringem Mengenumfang in einzelnen Bundesl\u00e4ndern als Beimischung im Rahmen der Kompensationskalkung zur\u00fcck in den Wald.<\/p>\n<p>In dem Projekt beproben die Wissenschaftler Praxisanlagen, die Holz, Stroh, Schilf und Miscanthus verbrennen. Sie charakterisieren die Ascheproben und ordnen sie den verschiedenen D\u00fcngemitteltypen der \u201eVerordnung \u00fcber das Inverkehrbringen von D\u00fcngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln\u201c (D\u00fcMV) zu. Sie untersuchen ihren N\u00e4hr- und eventuellen Schadstoffgehalt und testen in Gef\u00e4\u00dfversuchen die Wirkung der Hauptn\u00e4hrstoffe P und Kalium (K) in Kombination mit unterschiedlichen Fruchtarten. Zu den Fragestellungen z\u00e4hlt auch der m\u00f6gliche Einfluss auf mikrobielle Bodenparameter und die Machbarkeit eines Aufmahlens gr\u00f6berer Anteile und Schlacken. Au\u00dferdem wollen die Forscher eine Granulierung oder Pelletierung mit geeigneten Zuschlagstoffen erproben, um die Ausbringung der Aschen zu vereinfachen und den Anforderungen der D\u00fcMV zu entsprechen. Schlie\u00dflich soll die Nutzbarkeit der Biomasseaschen als basisch wirksames Kalkd\u00fcngemittel untersucht werden.<\/p>\n<p>Die Landesforschungsanstalt f\u00fcr Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LFA) untersucht in einem zus\u00e4tzlichen, separaten Projekt die wirtschaftlichen Aspekte m\u00f6glicher Biomasseasche-D\u00fcnger.<\/p>\n<p>Sollte in dem Projekt der Nachweis gelingen, dass land- und forstwirtschaftliche Biomasse-Aschen D\u00fcMV-konform sind, k\u00f6nnten die gesetzlichen Regelungen entsprechend angepasst werden. Die Bundesregierung w\u00fcrde damit f\u00fcr die politisch gewollte energetische Nutzung biogener Nebenprodukte wie Stroh positive Rahmenbedingungen schaffen, N\u00e4hrstoffkreisl\u00e4ufe schlie\u00dfen, Deponien entlasten und nicht zuletzt Wertsch\u00f6pfung im l\u00e4ndlichen Raum erm\u00f6glichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Th\u00fcringer Landesanstalt f\u00fcr Landwirtschaft (TLL) und die Universit\u00e4t Rostock wollen untersuchen, inwieweit sich Aschen aus der Verbrennung von Holz, Stroh und anderen naturbelassenen Biomassen als D\u00fcnger eignen. Die Vorhaben werden vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) \u00fcber den Projekttr\u00e4ger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) gef\u00f6rdert. 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