{"id":40647,"date":"2017-02-17T07:32:40","date_gmt":"2017-02-17T06:32:40","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=40647"},"modified":"2017-02-15T17:19:30","modified_gmt":"2017-02-15T16:19:30","slug":"ethische-perspektiven-der-biooekonomie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/ethische-perspektiven-der-biooekonomie\/","title":{"rendered":"Ethische Perspektiven der Bio\u00f6konomie"},"content":{"rendered":"<p><strong>Eines der gr\u00f6\u00dften \u00f6ffentlich gef\u00f6rderten Forschungsfelder ist das der Bio\u00f6konomie. Mit ihr werden erhebliche Triebkr\u00e4fte gesellschaftlichen Wandels und wirtschaftlicher Transformation verbunden, ohne jedoch schon im Fokus der breiten \u00d6ffentlichkeit zu stehen. Das Deutsche Netzwerk Wirtschaftsethik \u2013 EBEN Deutschland e.V. (dnwe) will mit einer am 10. Februar beginnenden Artikelserie in seinem Webmagazin <a href=\"http:\/\/www.forum-wirtschaftsethik.de\" target=\"_blank\">forum-wirtschaftsethik.de<\/a> die Diskussion um die Chancen und Risiken dieser neuen Technologien f\u00fcr Umwelt und Gesellschaft aufzuzeigen und zu einer sachgerechten ethischen Diskussion beitragen.<\/strong><\/p>\n<p>Die Bio\u00f6konomie befasst sich mit der Erzeugung und Nutzung biologischer Ressourcen und Prinzipien, um Produkte und Dienstleistungen herzustellen. Ihre Basis sind erneuerbare Rohstoffe, die von Pflanzen, Mikroorganismen oder Tieren produziert werden, sowie biologische Verfahren und Erkenntnisse, die beispielsweise in der Medizin, Chemie- und Umwelttechnik eingesetzt werden. Ging es zu Beginn der Bewegung um die Jahrhundertwende in erster Linie um den Ersatz fossiler Energietr\u00e4ger wie \u00d6l und Gas, werden heute Durchbr\u00fcche f\u00fcr nachhaltiges Wachstum, die Reduktion von Klimagasen und die Ern\u00e4hrungssicherung der steigenden Weltbev\u00f6lkerung erwartet. Die Vorz\u00fcge sind jedoch nicht zum \u201eNulltarif\u201c zu haben. Nat\u00fcrliche Ressourcen wie insbesondere die B\u00f6den m\u00fcssen besser gesch\u00fctzt werden und Biomasse und landwirtschaftliche Erzeugnisse nachhaltiger produziert werden. Der Ausstieg aus einer Wirtschaft die auf fossilen Energien basiert, erfordert Umdenken in der chemischen Industrie und tr\u00e4gt das Potenzial tiefgreifender sozialer Ver\u00e4nderungen. Es ergibt sich eine Vielzahl von Zielkonflikten, die nur im offenen Dialog aller gesellschaftlichen Kr\u00e4fte gel\u00f6st werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u201eDas DNWE kann als unabh\u00e4ngige Multi-Stakeholder Initiative eine geeignete Plattform f\u00fcr die Debatte bieten\u201c sagt der Initiator der Serie und Vorstandsmitglied Dr. Frank Simon und fordert zur Diskussion im DNWE Webmagazin forum-wirtschaftsethik.de auf. Die zun\u00e4chst auf 14, w\u00f6chentlich erscheinende Artikel angelegte Serie thematisiert u.a. Entwicklung und grundlegende Zielkonflikte der Bio\u00f6konomie, Fragen der Governance, des Klima- und Naturschutzes sowie das ins Wanken geratende Verh\u00e4ltnis von Mensch und Natur aus wirtschaftlicher, wissenschaftlicher und politischer Perspektive. Zu den Autoren z\u00e4hlen profilierte Fachleute wie z.B. der Vorsitzende des Bio\u00f6konomierates Prof. Joachim von Braun, die Ethiker Prof. Ingo Pies, Prof. Franz-Theo Gottwald und Prof. Nikolaus Knoepffler sowie die Zeit-Redakteurin Chistina Grefe und der Journalist Horst Hamm u.v.a.m. Eine \u00dcbersicht \u00fcber Themen, Erscheinungstermine und Autoren enth\u00e4lt der Anhang.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>\u00dcber das DNWE<\/h3>\n<p>Das Deutsche Netzwerk Wirtschaftsethik ist ein Multistakeholder-Netzwerk mit breiter wissenschaftlicher Basis und knapp 25j\u00e4hriger Expertise in allen Bereichen der Wirtschafts- und Unternehmensethik. Unsere Mitglieder kommen aus den Wissenschaften, aus der Beratung, aus Unternehmen, Verb\u00e4nden und Gruppierungen der Zivilgesellschaft. Wir vertreten kein partikulares Interesse au\u00dfer der F\u00f6rderung von Unternehmens- und Wirtschaftsethik in Forschung, Lehre und der Verbreitung wirtschafts- und unternehmensethischer Methoden und Erkenntnisse in Unternehmen und Politik. Wir sind auch keine Lobbyorganisation zur Propagierung bestimmter moralischer issues.<\/p>\n<p>Unsere gemeinsame Fragestellung ist, wie moralische Anliegen in wirtschaftlichen Prozessen zur Geltung kommen k\u00f6nnen und wo ggf. auch nicht. Die gesellschaftlichen Folgen einer \u00dcber-Moralisierung sind genauso unser Thema wie die systematische Ausblendung moralischer Fragestellungen in einem auf Zahlen fokussierten Unternehmensumfeld. Mit diesem Problemverst\u00e4ndnis beteiligen wir uns an den Diskursen zu den Leitthemen \u201eNachhaltige Entwicklung und Menschenrechte\u201c, \u201eIntegrit\u00e4t und Compliance\u201c sowie \u201eUnternehmensverantwortung (CSR)\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eines der gr\u00f6\u00dften \u00f6ffentlich gef\u00f6rderten Forschungsfelder ist das der Bio\u00f6konomie. Mit ihr werden erhebliche Triebkr\u00e4fte gesellschaftlichen Wandels und wirtschaftlicher Transformation verbunden, ohne jedoch schon im Fokus der breiten \u00d6ffentlichkeit zu stehen. Das Deutsche Netzwerk Wirtschaftsethik \u2013 EBEN Deutschland e.V. (dnwe) will mit einer am 10. 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