{"id":40571,"date":"2017-02-15T07:23:13","date_gmt":"2017-02-15T06:23:13","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=40571"},"modified":"2017-02-13T12:59:22","modified_gmt":"2017-02-13T11:59:22","slug":"kooperation-von-newag-lankwitzer-lackfabrik-und-covestro-erster-biobasierter-eisenbahnlack-im-test","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kooperation-von-newag-lankwitzer-lackfabrik-und-covestro-erster-biobasierter-eisenbahnlack-im-test\/","title":{"rendered":"Kooperation von Newag, Lankwitzer Lackfabrik und Covestro: Erster biobasierter Eisenbahnlack im Test"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_40568\" aria-describedby=\"caption-attachment-40568\" style=\"width: 240px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-40568 size-full\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/0.jpg\" alt=\"0\" width=\"240\" height=\"160\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-40568\" class=\"wp-caption-text\">Der polnische Schienenfahrzeughersteller Newag stattete als erstes Unternehmen Diesellokomotiven mit einem Lack auf Basis nachwachsender Rohstoffe aus. Die Lankwitzer Lackfabrik entwickelte ihn in enger Zusammenarbeit mit Covestro unter Verwendung von dessen biobasiertem Lackh\u00e4rter Desmodur\u00ae eco N 7300.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Die Transportindustrie ist stets auf der Suche nach Wegen, um nachhaltiger zu werden und ihren Kohlenstoff-Fu\u00dfabdruck zu reduzieren. Fahrzeughersteller setzen auf Leichtbaukonzepte, um Treibstoffverbrauch und Emissionen zu senken. Zus\u00e4tzlich argumentieren Schienennetzbetreiber mit der ohnehin gr\u00f6\u00dferen Nachhaltigkeit des Massentransports von Personen und G\u00fctern. Auf die Dauer reicht dies aber nicht aus.<\/strong><\/p>\n<p>Der polnische Schienenfahrzeughersteller Newag SA hat jetzt die Weichen f\u00fcr eine ressourcenschonende Lackierung gestellt. Als erstes Unternehmen stattete er zwei Diesellokomotiven mit einem Lack auf Basis nachwachsender Rohstoffe aus. Lieferant des Klarlacks ist die Lankwitzer Lackfabrik in Berlin, die ihn in enger Zusammenarbeit mit Covestro unter Verwendung des biobasierten Lackh\u00e4rters Desmodur\u00ae eco N 7300 entwickelte.<\/p>\n<p>\u201eEin Lackhersteller muss nat\u00fcrlich f\u00fcr ein neues Produkt zun\u00e4chst die Spezifikationen seines Kunden erf\u00fcllen\u201c, erl\u00e4utert Mateusz Fedko, Projektleiter bei Newag. \u201eWenn der Lack dann noch einen Mehrwert bietet, wie in diesem Fall durch die nachwachsende Rohstoffbasis, dann ist dies f\u00fcr uns eine sehr gute M\u00f6glichkeit der Differenzierung von unserem Wettbewerb.\u201c<\/p>\n<h3>Serienreife Anwendung<\/h3>\n<p>Das Projekt mit den Partnern belegt anschaulich den Fortschritt, den Covestro mit seinem biobasierten Lackh\u00e4rter inzwischen erzielt hat und auf der European Coatings Show 2017 in N\u00fcrnberg vorstellen wird. \u201eDie damit formulierte Beschichtung ist ebenso leistungsf\u00e4hig wie ein konventionelles Lacksystem, greift aber haupts\u00e4chlich auf nachwachsende Ressourcen zur\u00fcck\u201c, sagt Julia Hellenbach, im Gesch\u00e4ftsfeld Lacke, Klebstoffe, Spezialit\u00e4ten bei Covestro Marketingexpertin f\u00fcr den Transportsektor. \u201eDer Kohlenstoffgehalt des Polyurethanrohstoffs basiert zu 70 Prozent auf Biomasse.\u201c<\/p>\n<p>Am Stammsitz der Newag in Polen wurde das EVOClear\u00ae 294 \/ PH 94-0000 Lacksystem von Lankwitzer wie ein Standard-Klarlack mittels Spritzapplikation aufgetragen. Gemeinsame Pr\u00fcfungen von Lankwitzer Lackfabrik und Covestro belegen die hohe Leistungsf\u00e4higkeit des Klarlacks: Er ist Polyurethansystemen auf petrochemischer Basis ebenb\u00fcrtig.<\/p>\n<h3>Viele Tests bestanden \u2013 nicht nur f\u00fcr Schienenfahrzeuge<\/h3>\n<p>Die Abriebfestigkeit und Glanzstabilit\u00e4t des Lacks \u00fcbertrifft diejenige von Standardbeschichtungen sogar um 70 Prozent, wie die Partner mithilfe des Amtec-Kistler-Tests (Simulation von Autow\u00e4schen) nachweisen konnten. Als n\u00e4chstes planen sie eine gemeinsame Langzeit-Pr\u00fcfung der Witterungsbest\u00e4ndigkeit.<\/p>\n<p>Der biobasierte Klarlack erf\u00fcllt nat\u00fcrlich auch die spezifischen Anforderungen der Schienenfahrzeugindustrie. So zeigt er eine sehr gute Best\u00e4ndigkeit gegen Reinigungsmittel, vor allem zur Entfernung von Graffitis (DB Blatt 39), au\u00dferdem gegen\u00fcber Alkalien, Salz- und Phosphors\u00e4ure. Tests best\u00e4tigen die einfache und schonende Entfernung von Graffitis.<\/p>\n<p>Die bisherigen Ergebnisse stimmen Michael Voxbrunner von der Lankwitzer Lackfabrik f\u00fcr die weitere Entwicklung optimistisch: \u201cIch bin sicher, dass dieser biobasierte Klarlack auch unseren Kunden in anderen Branchen einen Mehrwert bieten wird.\u201d<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Besuchen Sie uns auf der European Coatings Show 2017 vom 4. bis 6. April in N\u00fcrnberg, Halle 4A, Stand 4A-528.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00dcber Covestro<\/h3>\n<p>Mit einem Umsatz von 12,1 Milliarden Euro im Jahr 2015 geh\u00f6rt Covestro zu den weltweit gr\u00f6\u00dften Polymer-Unternehmen. Gesch\u00e4ftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer L\u00f6sungen f\u00fcr Produkte, die in vielen Bereichen des t\u00e4glichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-\/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Covestro, vormals Bayer MaterialScience, produziert an 30 Standorten weltweit und besch\u00e4ftigt per Ende 2015 rund 15.800 Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitstellen).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Transportindustrie ist stets auf der Suche nach Wegen, um nachhaltiger zu werden und ihren Kohlenstoff-Fu\u00dfabdruck zu reduzieren. Fahrzeughersteller setzen auf Leichtbaukonzepte, um Treibstoffverbrauch und Emissionen zu senken. Zus\u00e4tzlich argumentieren Schienennetzbetreiber mit der ohnehin gr\u00f6\u00dferen Nachhaltigkeit des Massentransports von Personen und G\u00fctern. Auf die Dauer reicht dies aber nicht aus. 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