{"id":40290,"date":"2017-02-02T07:32:03","date_gmt":"2017-02-02T06:32:03","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=40290"},"modified":"2017-01-31T15:53:47","modified_gmt":"2017-01-31T14:53:47","slug":"autoreifen-aus-loewenzahn-alternative-naturkautschuk-quellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/autoreifen-aus-loewenzahn-alternative-naturkautschuk-quellen\/","title":{"rendered":"Autoreifen aus L\u00f6wenzahn &#8211; Alternative Naturkautschuk-Quellen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gleich drei Forschungsprojekte versah Bundesminister Christian Schmidt am Freitag auf der Internationalen Gr\u00fcnen Woche in Berlin mit<a href=\"http:\/\/www.bmel.de\/DE\/Ministerium\/BildungForschung\/_Texte\/Bescheiduebergabe-IGW2017.html\" target=\"_blank\"> finanzieller F\u00f6rderung. <\/a>&#8220;Wissenschaftlichen Erkenntnissen und technischem Fortschritt verdanken wir in der Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft sehr viel&#8221;, sagte der Minister.<\/strong><\/p>\n<p>Das Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) verf\u00fcgt \u00fcber einen Forschungsetat von j\u00e4hrlich rund 775 Millionen Euro &#8211; der viertgr\u00f6\u00dfte aller Bundesministerien. Insgesamt rund 4,5 Millionen davon erhielten jetzt drei Forschungsprojekte, die nach zukunftsf\u00e4higen Wegen in der Tierhaltung, der Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen und der Lebensmittelsicherheit suchen.<\/p>\n<p>Naturkautschuk wird aufgrund seiner elastischen Eigenschaften in zahlreichen Produkten verarbeitet, vor allem in Autoreifen, aber auch in Haushaltsartikeln und in der Medizintechnik. Die Nachfrage nach Naturkautschuk steigt weltweit, w\u00e4hrend die Ressourcen &#8211; haupts\u00e4chlich der Kautschukbaum Hevea brasiliensi, welcher nur in einem engen G\u00fcrtel nahe des \u00c4quators w\u00e4chst &#8211; begrenzt sind. Synthetische Alternativen erreichen bisher nicht die Eigenschaften des Originals. Es gilt also, nach alternativen Quellen f\u00fcr Naturkautschuk zu suchen.<\/p>\n<p>Viel versprechend ist der Russische L\u00f6wenzahn, wie Forschungsarbeiten in Deutschland in den vergangenen Jahren gezeigt haben. Geforscht wird entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette: von der Z\u00fcchtung, \u00fcber den Anbau bis zur Verwertung des Pflanzensaftes als Kautschuk oder Latex. Im Verbundprojekt &#8220;<a href=\"http:\/\/biowerkstoffe.fnr.de\/biokunststoffe\/rohstoffe-biopolymere\/kautschuk-und-latex-aus-russischem-loewenzahn\/\" target=\"_blank\">Z\u00fcchtung, Anbau und Verwertung von Russischem L\u00f6wenzahn <em>(Taraxacum koksaghyz)<\/em> \u2013 Weiterentwicklung einer Wildpflanze zum nachwachsenden Industrierohstoff (TAKOWIND II)<\/a>&#8221; soll nun die Z\u00fcchtung intensiviert und beschleunigt werden. Damit Anbau und Verwertung \u00f6konomisch tragf\u00e4hig werden, muss insbesondere der Kautschuk- bzw. Latexertrag der Pflanzen weiter gesteigert werden.<\/p>\n<p>Dieser Frage widmet sich ein Forschungskonsortium, bestehend aus universit\u00e4ren und Ressortforschungseinrichtungen sowie Forschungsabteilungen der Industrie. Daf\u00fcr erh\u00e4lt es rund 2,4 Millionen Euro aus dem Forschungsetat des BMEL. Bundesminister Schmidt sagte bei der \u00dcbergabe des Zuwendungsbescheids: &#8220;Sie helfen uns, russischen L\u00f6wenzahn als eine Rohstoffalternative f\u00fcr Naturkautschuk zu etablieren und leisten so einen wichtigen Beitrag zum Schutz nat\u00fcrlicher Ressourcen.&#8221; Das Projekt l\u00e4uft bis Ende 2019.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gleich drei Forschungsprojekte versah Bundesminister Christian Schmidt am Freitag auf der Internationalen Gr\u00fcnen Woche in Berlin mit finanzieller F\u00f6rderung. &#8220;Wissenschaftlichen Erkenntnissen und technischem Fortschritt verdanken wir in der Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft sehr viel&#8221;, sagte der Minister. 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