{"id":39316,"date":"2016-12-06T07:29:15","date_gmt":"2016-12-06T06:29:15","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=39316"},"modified":"2021-09-09T21:39:36","modified_gmt":"2021-09-09T19:39:36","slug":"tu-forscher-wollen-mit-gruener-elektrochemie-ethylen-aus-klimaschaedlichem-co2-erzeugen-start-eines-neuen-verbundprojekts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/tu-forscher-wollen-mit-gruener-elektrochemie-ethylen-aus-klimaschaedlichem-co2-erzeugen-start-eines-neuen-verbundprojekts\/","title":{"rendered":"TU-Forscher wollen mit gr\u00fcner Elektrochemie Ethylen aus klimasch\u00e4dlichem CO<sub>2<\/sub> erzeugen \u2013 Start eines neuen Verbundprojekts"},"content":{"rendered":"<p><strong>Plastikt\u00fcten und andere Produkte aus Kunststoff werden aus Ethylen hergestellt \u2013 genauer: aus Polyethylen. 140 Millionen Tonnen des kohlenstoffbasierten Chemierohstoffs werden j\u00e4hrlich weltweit produziert. Erd\u00f6l ist der Rohstoff daf\u00fcr. Das Produktionsverfahren bei Temperaturen um 800\u00b0C ist energieintensiv und wenig nachhaltig. TU-Forscher wollen nun mit weiteren Partnern eine nachhaltige Alternative dazu entwickeln: die Produktion von Ethylen aus Sprudelwasser \u2013 also Kohlendioxid und Wasser \u2013 und regenerativem Strom.<\/strong><\/p>\n<p>Prof. Dr. Peter Strasser und sein Team von der TU Berlin, die sich mit der elektrochemischen Katalyse befassen, starten mit weiteren Partnern aus Hochschulen und Industrie das im Rahmen des BMBF-Programms \u201eCO2Plus \u2013 Stoffliche Nutzung von CO<sub>2<\/sub>\u201c gef\u00f6rderte Verbundprojekt \u201eeEthylen\u201c. Eine neuartige, komplexe elektrochemische Technologie soll es erm\u00f6glichen, aus Kohlendioxid und Wasser Ethylen zu synthetisieren, dessen Nebenprodukt ausschlie\u00dflich reinster Sauerstoff ist. So werden im Gegensatz zum herk\u00f6mmlichen Verfahren keine umweltsch\u00e4dlichen Nebenprodukte freigesetzt. Die ben\u00f6tigte Energie wird elektrisch zugef\u00fchrt und stammt aus erneuerbaren Quellen.<\/p>\n<h3>Chemische Katalyse ohne sch\u00e4dliche Nebenprodukte<\/h3>\n<p>Eine gro\u00dfe wissenschaftliche Herausforderung liegt im Design der Materialien f\u00fcr die Elektroden an beiden Enden der Elektrolysezelle. Die Nanostruktur des Materials muss das komplexe Netzwerk chemisch gekoppelter Einzelreaktionen des Gesamtprozesses so organisieren k\u00f6nnen, dass Kohlendioxid- und Wassermolek\u00fcle schnell, ohne Nebenprodukte und ohne gro\u00dfen Energieverlust zu Ethylen reagieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Schnelle Umsetzung f\u00fcr die industrielle Anwendung<\/h3>\n<p>Die Erkenntnisse der Forschungen sollen dabei direkt in die industrielle Entwicklung einflie\u00dfen und so helfen, technische Verfahren zu entwickeln und zu optimieren. Die Beteiligung von Gro\u00dfunternehmen erm\u00f6glicht eine schnelle Umsetzung in die industrielle Anwendung.\u00a0 Als wissenschaftliche Partner sind au\u00dfer der TU Berlin die Ruhr-Universit\u00e4t Bochum und das Helmholtz-Institut Erlangen-N\u00fcrnberg am Projekt beteiligt, als industrielle Koordinatoren die Unternehmen Evonik Resource Efficiency GmbH und Siemens AG. Das Gesamtf\u00f6rdervolumen des Verbunds betr\u00e4gt 1,5 Millionen Euro. Knapp eine Viertelmillion Euro geht an die TU Berlin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kontakt<\/h3>\n<p>Prof. Dr. Peter Strasser<br \/>\nTechnische Universit\u00e4t Berlin<br \/>\nInstitut f\u00fcr Chemie \u2013 Technische Chemie<br \/>\nTel.: 030\/314-22261<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.tu-berlin.de\/allgemeine_seiten\/e_mail_anfrage\/parameter\/de\/id\/180374\/?no_cache=1&amp;ask_mail=WEEDfQAFgd43NmXbeDSZ%2FfoiIT7oU7Dk%2FShJARonT7g%3D&amp;ask_name=PSTRASSER\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">E-Mail-Anfrage<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Plastikt\u00fcten und andere Produkte aus Kunststoff werden aus Ethylen hergestellt \u2013 genauer: aus Polyethylen. 140 Millionen Tonnen des kohlenstoffbasierten Chemierohstoffs werden j\u00e4hrlich weltweit produziert. Erd\u00f6l ist der Rohstoff daf\u00fcr. Das Produktionsverfahren bei Temperaturen um 800\u00b0C ist energieintensiv und wenig nachhaltig. 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