{"id":38280,"date":"2016-10-31T07:25:56","date_gmt":"2016-10-31T06:25:56","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=https%3A%2F%2Fwww.kunststoffe.de%2Ffachinformationen%2Ftechnik-trends%2Fartikel%2Fco2-fuer-die-herstellung-von-kunst-und-kraftstoffen-2122774.html%3Fet_cid%3D2%26et_lid%3D2%26et_sub%3Dnews_uebersicht"},"modified":"2021-09-09T21:39:58","modified_gmt":"2021-09-09T19:39:58","slug":"co2-fuer-die-herstellung-von-kunst-und-kraftstoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/co2-fuer-die-herstellung-von-kunst-und-kraftstoffen\/","title":{"rendered":"CO<sub>2<\/sub> f\u00fcr die Herstellung von Kunst- und Kraftstoffen"},"content":{"rendered":"<p>Kohlendioxid (CO2 ) ist einerseits ein Klimagas, zugleich kann es aber auch als Ressource dienen \u2013 etwa f\u00fcr Kunststoffe oder erneuerbare Kraftstoffe \u2013 und damit in Zukunft fossiles Erdgas sowie Erd\u00f6l ersetzen. Die Gewinnung von CO2 aus der Luft leistet in mehrfacher Hinsicht einen Beitrag zur Bek\u00e4mpfung des Klimawandels: Sie grenzt die Konzentration des Treibhausgases in der Atmosph\u00e4re ein, macht es f\u00fcr die chemische Industrie sowie regenerative Mobilit\u00e4t nutzbar und erm\u00f6glicht so k\u00fcnftig eine drastische Reduzierung der Emissionen.<\/p>\n<p>Welches Verfahren daf\u00fcr am besten geeignet ist, soll nun im Rahmen des Projektes \u201eCoral = CO2-Rohstoff aus Luft\u201c untersucht und anschlie\u00dfend in einer entsprechenden Versuchsanlage erprobt werden. <a href=\"https:\/\/www.zsw-bw.de\/presse\/aktuelles\/detailansicht\/news\/detail\/News\/rohstoff-aus-der-luft.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Das Zentrum f\u00fcr Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-W\u00fcrttemberg (ZSW)<\/a> koordiniert das Projekt. Partner sind das Institut f\u00fcr Polymerchemie der Universit\u00e4t Stuttgart (IPOC) sowie das Institut f\u00fcr Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu).<\/p>\n<p>Erd\u00f6l und Erdgas sind bislang die Rohstoffe f\u00fcr die meisten chemischen Erzeugnisse \u2013 von verschiedenen Kunststoffen bis hin zu den Kraftstoffen Benzin, Diesel und Kerosin. In Zukunft sollen jedoch die fossilen Energietr\u00e4ger durch regenerative Ressourcen ersetzt werden. \u201eKohlendioxid ist einer dieser Rohstoffe und die Luft eine nahezu unersch\u00f6pfliche regenerative Quelle\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Ulrich Zuberb\u00fchler, stellvertretender Leiter des ZSW-Fachgebiets \u201eRegenerative Energietr\u00e4ger und Verfahren\u201c. Die Quelle Luft zu benutzen, ist Gegenstand des nun gestarteten, dreij\u00e4hrigen Projekts Coral. Die Wissenschaftler wollen damit insbesondere Anlagenbetreibern ohne Zugang zu konzentrierten CO2 -Quellen eine wirtschaftlich und \u00f6kologisch sinnvolle L\u00f6sung aufzeigen.<\/p>\n<p>Effizientes und kosteng\u00fcnstiges Verfahren f\u00fcr die Zukunft<br \/>\nZur Gewinnung des in der Luft enthaltenen CO2 f\u00fcr nachfolgende Rohstoff-Synthesen gibt es bereits mehrere Technologien. Ziel von CORAL ist es, das effizienteste und kosteng\u00fcnstige Verfahren zu ermitteln und weiter zu entwickeln. Im n\u00e4chsten Schritt soll dann eine Versuchsanlage gebaut werden, um dieses Verfahren zu testen. \u201eWir wollen zeigen, dass chemische Schl\u00fcsselverbindungen wie Methanol, Dimethyl-Ether und Propylen perspektivisch \u00fcber den rein regenerativen Weg aus erneuerbaren Ressourcen hergestellt werden k\u00f6nnen\u201c, sagt Projektleiter Zuberb\u00fchler. Zur CO2 -Erzeugung l\u00e4sst sich die Abw\u00e4rme aus Elektrolyse- und Methanisierungsprozessen nutzen. Dies stellt ein weiteres wichtiges Projektziel dar, um den Gesamtenergiebedarf der Verfahren zu reduzieren.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich das ZSW neben der Projektkoordinierung schwerpunktm\u00e4\u00dfig dem Bau und Betrieb der Versuchsanlange widmet, entwickelt das IPOC unter anderem neue Materialien f\u00fcr die reversible CO2 -Adsorption auf Basis monolithischer Polymere bzw. Zellulosefasergewebe. Das ifeu nimmt Lebenszyklusanalysen vor, um die Umweltauswirkungen der Technologie zu untersuchen und mit anderen Verfahren zu vergleichen. Dabei wird beispielsweise ermittelt, welche Menge an CO2-Emissionen gegen\u00fcber heutigen Herstellungsmethoden eingespart werden kann.<\/p>\n<p>Das ZSW hat bereits im Jahr 2009 eine Pilotanlage konstruiert und damit erfolgreich nachgewiesen, dass sich konzentriertes CO2 aus der Luft anreichern l\u00e4sst, um es f\u00fcr die Herstellung von Methan aus Strom (Power-to-Gas \u2013 P2G) zu nutzen. Im Rahmen von Coral werden die Stuttgarter Forscher gemeinsam mit den Projektpartnern IPOC und ifeu diese Erfahrungen auf der Suche nach neuen L\u00f6sungswegen nutzen. Das Projekt wird vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung im Rahmen der F\u00f6rderma\u00dfnahme CO2Plus mit insgesamt rund 755.000 EUR gef\u00f6rdert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kohlendioxid (CO2 ) ist einerseits ein Klimagas, zugleich kann es aber auch als Ressource dienen \u2013 etwa f\u00fcr Kunststoffe oder erneuerbare Kraftstoffe \u2013 und damit in Zukunft fossiles Erdgas sowie Erd\u00f6l ersetzen. 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