{"id":38159,"date":"2016-10-19T07:23:39","date_gmt":"2016-10-19T05:23:39","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=38159"},"modified":"2021-09-09T21:40:17","modified_gmt":"2021-09-09T19:40:17","slug":"forscher-wollen-formaldehyd-aus-co2-herstellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/forscher-wollen-formaldehyd-aus-co2-herstellen\/","title":{"rendered":"Forscher wollen Formaldehyd aus CO<sub>2 <\/sub>herstellen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Um die Gewinnung von Formaldehyd aus CO<sub>2<\/sub> geht es in einem Verbundprojekt von BASF SE, der Universit\u00e4t Heidelberg, der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen sowie der hte GmbH, das vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) ab Oktober 2016 mit rund 1,5 Millionen Euro gef\u00f6rdert wird. Ziel des Projektes ist es, Katalysesysteme zu entwickeln, die die selektive Hydrierung von CO<sub>2<\/sub> zu Formaldehyd erm\u00f6glichen. Beteiligt sind dabei auch Wissenschaftler des gemeinschaftlich von der Ruperto Carola und BASF SE betriebenen Forschungslabors Catalysis Research Laboratory (CaRLa).<\/strong><\/p>\n<p>Formaldehyd ist eine wichtige Basischemikalie, die haupts\u00e4chlich f\u00fcr die Herstellung von Polymeren, aber auch als Synthesebaustein zum Aufbau komplexerer Molek\u00fcle verwendet wird. Derzeit produziert die Chemische Industrie durch die Oxidation von Methanol weltweit mehr als 13 Millionen Tonnen Formaldehyd pro Jahr. Ein direkter Zugang durch die Hydrierung von CO<sub>2<\/sub> h\u00e4tte den Vorteil, dass in der\u00a0 Synthese \u2013 je nach Weg der Methanolherstellung \u2013 entweder ein Wasserstoff- oder ein Kohlenmonoxid-\u00c4quivalent gegen\u00fcber dem heutigen Produktionsprozess eingespart werden kann, was zur Ressourcenschonung beitr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Bei dem Gro\u00dfteil der Arbeiten handelt es sich um Grundlagenforschung. Dabei werden auch wichtige Aspekte der Anwendung in potentiellen Produktionsverfahren mit ber\u00fccksichtigt. Die Gruppe von Prof. Dr. A. Stephen K. Hashmi vom Organisch-Chemischen Institut der Ruperto Carola, der zugleich der neue wissenschaftliche Leiter am CaRLa auf Seiten der Universit\u00e4t Heidelberg ist, wird sich um die Synthese neuer Liganden und Komplexkatalysatoren k\u00fcmmern. Die Gruppe von Prof. Dr. Oliver Trapp (LMU M\u00fcnchen) wird neuartige Katalysatorsysteme entwickeln und reaktionsmechanistische Untersuchungen zur Umsetzung von CO<sub>2<\/sub> durchf\u00fchren.<\/p>\n<p>Um gezielt neue Katalysatorsysteme zu synthetisieren, den Reaktionsmechanismus zu verstehen und darauf basierend die Katalyse zu optimieren, werden in der Gruppe von Prof. Dr. Peter Comba vom Anorganisch-Chemischen Institut der Universit\u00e4t Heidelberg theoretische Arbeiten durchgef\u00fchrt. Die hte GmbH wird das Projekt durch die Bereitstellung von Screening-Kapazit\u00e4ten begleiten, w\u00e4hrend BASF SE als gro\u00dfer Formaldehydproduzent das Projekt koordiniert und die M\u00f6glichkeit der wirtschaftlichen und technologischen Umsetzung bewertet. Die F\u00f6rderma\u00dfnahme des BMBF \u201eCO2Plus \u2013 Stoffliche Nutzung von CO<sub>2<\/sub> zur Verbreiterung der Rohstoffbasis\u201c unterst\u00fctzt Projekte, welche die Rohstoffbasis der Chemischen Industrie durch die stoffliche Nutzung von CO<sub>2<\/sub> verbreitern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um die Gewinnung von Formaldehyd aus CO2 geht es in einem Verbundprojekt von BASF SE, der Universit\u00e4t Heidelberg, der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen sowie der hte GmbH, das vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) ab Oktober 2016 mit rund 1,5 Millionen Euro gef\u00f6rdert wird. 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