{"id":37799,"date":"2016-10-05T07:29:07","date_gmt":"2016-10-05T05:29:07","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=37799"},"modified":"2021-09-09T21:40:27","modified_gmt":"2021-09-09T19:40:27","slug":"stoffliche-nutzung-von-kohlendioxid-co2-wird-neuer-baustein-fuer-schmierstoffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/stoffliche-nutzung-von-kohlendioxid-co2-wird-neuer-baustein-fuer-schmierstoffe\/","title":{"rendered":"Stoffliche Nutzung von Kohlendioxid: CO<sub>2<\/sub> wird neuer Baustein f\u00fcr Schmierstoffe"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_37801\" aria-describedby=\"caption-attachment-37801\" style=\"width: 205px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-37801 size-full\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/oil-in-water-1438448_640_01_c0d7e4cbec.jpg\" alt=\"oil-in-water-1438448_640_01_c0d7e4cbec\" width=\"205\" height=\"137\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-37801\" class=\"wp-caption-text\">Die Partner des neuen BMBF-Projekts &#8220;CO2Lubricants&#8221; wandeln Kohlendioxid aus industriellen Verbrennungsprozessen oder aus der Atmosph\u00e4re in nachhaltige Schmierstoffe um. Bild: CC0 Public Domain the3cats \/ pixabay.de. <a href=\"http:\/\/www.ibbnetzwerk-gmbh.com\/typo3temp\/pics\/oil-in-water-1438448_640_01_3794548ab7.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8211; Zoom &#8211;<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Vier Unternehmen und ein akademisches Institut haben sich der Aufgabe verschrieben, das sch\u00e4dliche Treibhausgas Kohlendioxid als Ausgangsmaterial f\u00fcr nachhaltige Schmierstoffe einzusetzen. Im Projekt mit dem Namen &#8220;CO2Lubricants&#8221; wollen die Partner das Kohlendioxid von Industrieemissionen oder aus der Atmosph\u00e4re verwenden, um es mit Hilfe chemischer und biotechnologischer Verfahrensschritte in Schmierstoffe umzuwandeln. Gef\u00f6rdert wird das Konsortium vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF). Die Industrielle Biotechnologie Bayern Netzwerk GmbH wirkte bei der Konsortiumsaufstellung und bei der erfolgreichen Antragstellung unterst\u00fctzend mit.<\/strong><\/p>\n<p>Kohlendioxid kann von verschiedenen Mikroorganismen sehr gut als N\u00e4hrstoff (Kohlenstoffquelle) verwertet und zu neuen Produkten &#8211; wie beispielsweise Lipiden &#8211; umgewandelt werden. F\u00fcr die Herstellung von Hochleistungsschmierstoffen werden diese Lipide dann aus den Mikroorganismen extrahiert und entweder als solche oder in weiterverarbeiteter Form eingesetzt. Im Projekt CO2Lubricants stammt das Kohlendioxid zum Teil aus Rauchgas, das bei industriellen Verbrennungsprozessen entsteht, oder aus verdichtetem CO<sub>2<\/sub>, das aus der Atmosph\u00e4re gefiltert wurde. Als Mikroorganismen sollen Algen und Hefen genutzt werden, die einen hohen Anteil an Lipiden produzieren. Mikroalgen k\u00f6nnen mit dem verf\u00fctterten CO<sub>2<\/sub> so z.B. einen Lipid-Anteil von bis zu 80 Prozent ihres Gewichtes erreichen. F\u00fcr die Projektpartner wird dabei eine der gro\u00dfen technologischen Herausforderungen sein, \u00d6le mit den gew\u00fcnschten Reibungseigenschaften zu erhalten.<\/p>\n<p>Das Thema Nachhaltigkeit ist Dr. Philipp Altmann, Koordinator des Projekts, ein wichtiges Anliegen: &#8220;Eine Besonderheit der in CO2Lubricants geplanten Arbeiten ist, dass bei der Herstellung der Schmierstoffe nicht einfach nur weniger CO<sub>2<\/sub> emittiert wird oder die Nettoproduktion von CO<sub>2<\/sub> null ist; vielmehr wird CO<sub>2<\/sub> durch Fixieren und Umwandeln aus der Atmosph\u00e4re faktisch entfernt.&#8221;<\/p>\n<p>In CO2Lubricants arbeiten die beiden Gro\u00dfunternehmen AUDI AG und Kl\u00fcber Lubrication M\u00fcnchen SE &amp; Co. KG, die mittelst\u00e4ndischen Unternehmen provenion GmbH und Subitec GmbH und das Fachgebiet Industrielle Biokatalyse der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen zusammen an den gestellten Herausforderungen. Das BMBF unterst\u00fctzt die Partner durch die F\u00f6rderma\u00dfnahme &#8220;CO2Plus &#8211; Stoffliche Nutzung von CO<sub>2<\/sub> zur Verbreiterung der Rohstoffbasis&#8221; innerhalb des Rahmenprogramms &#8220;Forschung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung &#8211; FONA3&#8221; mit rund 1,6 Millionen Euro. Der F\u00f6rderzeitraum erstreckt sich \u00fcber drei Jahre bis Mitte 2019.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>Hintergrund<\/h3>\n<p>Jedes Jahr setzt der Mensch allein durch seine Aktivit\u00e4ten weltweit mehr als 30 Milliarden Tonnen CO<sub>2<\/sub> in die Atmosph\u00e4re frei. Der klimasch\u00e4dliche Stoff entsteht unter anderem als Nebenprodukt w\u00e4hrend der Verbrennung von fossilen Energietr\u00e4gern wie Kohle, Erd\u00f6l und Erdgas. Als Treibhausgas wird CO<sub>2<\/sub> entscheidend f\u00fcr den Klimawandel verantwortlich gemacht. Aus diesem Grund ist es von gro\u00dfer \u00f6kologischer und wirtschaftlicher Bedeutung, den weiteren Anstieg von Kohlendioxid in der Atmosph\u00e4re zu reduzieren. Im Projekt CO2Lubricants stellen sich die Partner dieser Herausforderung. (FKZ: 033RC012)<\/p>\n<p>\u00dcber die Industrielle Biotechnologie Bayern Netzwerk GmbH (IBB Netzwerk GmbH)<br \/>\nDie IBB Netzwerk GmbH ist eine Netzwerk- und Dienstleistungsorganisation auf dem Gebiet der Industriellen Biotechnologie und nachhaltigen Bio\u00f6konomie. Ihr Ziel ist, die Umsetzung wertvoller wissenschaftlicher Erkenntnisse auf diesen Gebieten in innovative, marktf\u00e4hige Produkte und Verfahren zu f\u00f6rdern. Die IBB Netzwerk GmbH wurde von den Partnern des ZIM-Kooperationsnetzwerks &#8220;UseCO2&#8221; mit dem Management desselben beauftragt. Aus dem ZIM-Kooperationsnetzwerk &#8220;UseCO2&#8221; ging das Projekt &#8220;CO2Lubricants&#8221; hervor. Das Unternehmen unterst\u00fctzte die Projektpartner von &#8220;CO2Lubricants&#8221; bei der Konsortiumsbildung und der Ausarbeitung des Antrags. Sitz des Unternehmens ist Martinsried bei M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kontakte<\/h3>\n<p>Kl\u00fcber Lubrication M\u00fcnchen SE &amp; Co. KG<br \/>\nDr. Philipp Altmann<br \/>\nTel.: +49 89 7876376<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:philipp.altmann@klueber.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">philipp.altmann@klueber.com<\/a><\/p>\n<p>Industrielle Biotechnologie Bayern Netzwerk GmbH<br \/>\nDr. Wilfried Peters<br \/>\nTel.: +49 89 5404547-13<br \/>\nFax: +49 89 5404547-15<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:wilfried.peters@ibbnetzwerk-gmbh.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wilfried.peters@ibbnetzwerk-gmbh.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vier Unternehmen und ein akademisches Institut haben sich der Aufgabe verschrieben, das sch\u00e4dliche Treibhausgas Kohlendioxid als Ausgangsmaterial f\u00fcr nachhaltige Schmierstoffe einzusetzen. Im Projekt mit dem Namen &#8220;CO2Lubricants&#8221; wollen die Partner das Kohlendioxid von Industrieemissionen oder aus der Atmosph\u00e4re verwenden, um es mit Hilfe chemischer und biotechnologischer Verfahrensschritte in Schmierstoffe umzuwandeln. 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