{"id":37057,"date":"2016-08-31T07:26:17","date_gmt":"2016-08-31T05:26:17","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=37057"},"modified":"2016-08-29T11:40:58","modified_gmt":"2016-08-29T09:40:58","slug":"anti-schmutz-film-aus-pilzproteinen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/anti-schmutz-film-aus-pilzproteinen\/","title":{"rendered":"Anti-Schmutz-Film aus Pilzproteinen"},"content":{"rendered":"<p>Wie k\u00f6nnen Textilien ohne Einsatz von Chemikalien Schmutz und Wasser abweisen? Forscher der Hohenstein Institute und vom Fraunhofer-Institut f\u00fcr Grenzfl\u00e4chen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart haben in der Natur eine Antwort gefunden. Mithilfe\u00a0wasserabweisender Proteine, sogenannten Hydrophobinen, die in Zellw\u00e4nden von Pilzen lagern, wollen sie\u00a0den nat\u00fcrlichen Schmutz- und Wasserblocker kreieren. Das <a href=\"http:\/\/www.hohenstein.de\/de\/inline\/pressrelease_135296.xhtml?excludeId=135296\" target=\"_blank\">gemeinsame Projekt<\/a> ist soeben gestartet.<\/p>\n<p>Die neuartige Textilausr\u00fcstung mit wasser- und schmutzabweisenden Eigenschaften k\u00f6nnte k\u00fcnftig als eine kosteng\u00fcnstige und gesundheitlich unbedenkliche Alternative zur giftigen und umstrittenen Hydrophobierung mittels per- und polyfluorierten Chemikalien punkten. Die Hohenstein Institute und das\u00a0Fraunhofer IGB\u00a0betonten beim Start des Gemeinschaftsprojekts Anfang August, dass das Ziel eine eine \u00f6konomisch und nachhaltig stabile Funktionalisierung von Textilien sei. Das Projekt wird von Biotechnologen und Textilwissenschaftlern gleicherma\u00dfen vorangetrieben und von einem Ausschuss unterst\u00fctzt, der sich aus verschiedenen Industrievertretern der Textil- und Biotech-Branche zusammensetzt. Die industrielle Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit der neu entwickelten Veredlungsmethode wird somit von Anfang an ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Pilzproteine biotechnologisch herstellen<br \/>\nZentral sind bei dem Projekt wasserabweisende (hydrophobe) Proteinen, die sogenannten Hydrophobine. Diese Proteine kommen nat\u00fcrlicherweise in den Zellw\u00e4nden von Pilzen vor. Im Laufe des Projekts m\u00f6chten die Forscher die Pilzproteine biotechnologisch herstellen und anschlie\u00dfend auf Textilien aufbringen. Das Prinzip beruht darauf, die hydrophoben Proteine mit einem \u201eAnker\u201c zu versehen, der sich als Bindeglied selektiv und stabil an Cellulosefasern binden kann. In einer Machbarkeitsstudie der Hohenstein Institute und des Fraunhofer Instituts wurde das Prinzip der \u201eAnker-Protein-Ausr\u00fcstung\u201c bereits umgesetzt. Es gelang bisher, ein gr\u00fcn fluoreszierendes Marker-Protein \u00fcber einen Cellulose-Anker stabil an verschiedene Textilien zu binden.<\/p>\n<p>Wasser- und schmutzabweisende Eigenschaften von Textilien sind von gro\u00dfer Bedeutung, vor allem f\u00fcr Outdoor-Produkte, technische Textilien, OP-Textilien, aber auch zum Schutz von Fasern vor mikrobieller Zersetzung wie zum Beispiel im Auto.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie k\u00f6nnen Textilien ohne Einsatz von Chemikalien Schmutz und Wasser abweisen? Forscher der Hohenstein Institute und vom Fraunhofer-Institut f\u00fcr Grenzfl\u00e4chen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart haben in der Natur eine Antwort gefunden. Mithilfe\u00a0wasserabweisender Proteine, sogenannten Hydrophobinen, die in Zellw\u00e4nden von Pilzen lagern, wollen sie\u00a0den nat\u00fcrlichen Schmutz- und Wasserblocker kreieren. Das gemeinsame Projekt ist soeben gestartet. 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