{"id":36790,"date":"2016-08-24T07:01:11","date_gmt":"2016-08-24T05:01:11","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=36790"},"modified":"2016-08-17T12:20:19","modified_gmt":"2016-08-17T10:20:19","slug":"biomolekuele-kopieren-innovationspotenzial-ausschoepfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biomolekuele-kopieren-innovationspotenzial-ausschoepfen\/","title":{"rendered":"Biomolek\u00fcle kopieren, Innovationspotenzial aussch\u00f6pfen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein Biomolek\u00fcl-Kopierer, der \u00e4hnlich wie ein Fotokopierer funktioniert: Das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung f\u00f6rdert den Freiburger Biochemiker und Physiker Dr. G\u00fcnter Roth und seine Arbeitsgruppe f\u00fcr diese Entwicklung in der Ma\u00dfnahme \u201eValidierung des technologischen und gesellschaftlichen Innovationspotenzials wissenschaftlicher Forschung \u2013 VIP+\u201c mit mehr als 1,6 Millionen Euro. Das Team soll in den n\u00e4chsten drei Jahren m\u00f6gliche Anwendungsfelder des Biomolek\u00fcl-Kopierers erschlie\u00dfen und auf ihre wirtschaftliche Verwertbarkeit pr\u00fcfen. Die Entwicklung der Forscherinnen und Forscher k\u00f6nnte beispielsweise Waschmittelenzyme verbessern, Antik\u00f6rper kopieren und in wenigen Tagen potenzielle Impfstoffkandidaten gegen Erreger finden.<\/strong><\/p>\n<p>Der Kopierer erzeugt eine DNA-Vorlage, fertigt daraus weitere Kopien von DNA, RNA oder Proteinen an und produziert so Mikroarrays. Diese tragen auf einer etwa fingernagelgro\u00dfen Fl\u00e4che tausende kleine Punkte, von denen jeder ein anderes Biomolek\u00fcl enth\u00e4lt. Dadurch k\u00f6nnen Forscher viele biochemische Interaktionen innerhalb eines einzigen Versuchs messen. Mikroarrays kommen bei Genanalysen, der Findung von Biomarkern, der Aufkl\u00e4rung von zellul\u00e4ren Prozessen sowie in der personalisierten Medizin zum Einsatz. \u201eDie konventionelle Herstellung von Mikroarrays ist komplex, zeitintensiv und teuer, was Eins\u00e4tze h\u00e4ufig verhindert\u201c, erkl\u00e4rt Roth. \u201eUnser erster Prototyp kann bereits Mikroarrays mit mehr als 100.000 DNA-Sequenzen zu einem g\u00fcnstigeren Preis und mit h\u00f6herer Qualit\u00e4t als die kommerzielle Konkurrenz herstellen.\u201c<\/p>\n<p>Die Arbeitsgruppe erreichte 2015 bei einigen Wettbewerben hochrangige Pl\u00e4tze. Mit dem Kopierverfahren \u201eimmune2day\u201c, das in 48 Stunden Impfstoffkandidaten finden soll, hat das Team unter anderem beim Elevator Pitch Baden-W\u00fcrttemberg 2014\/2015 den ersten Preis gewonnen. G\u00fcnter Roth ist Leiter einer Arbeitsgruppe am Zentrum f\u00fcr Biosystemanalyse (ZBSA) der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t und Mitglied des Freiburger Exzellenzclusters BIOSS Centre for Biological Signalling Studies.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Biomolek\u00fcl-Kopierer, der \u00e4hnlich wie ein Fotokopierer funktioniert: Das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung f\u00f6rdert den Freiburger Biochemiker und Physiker Dr. G\u00fcnter Roth und seine Arbeitsgruppe f\u00fcr diese Entwicklung in der Ma\u00dfnahme \u201eValidierung des technologischen und gesellschaftlichen Innovationspotenzials wissenschaftlicher Forschung \u2013 VIP+\u201c mit mehr als 1,6 Millionen Euro. 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