{"id":36481,"date":"2016-08-05T07:23:14","date_gmt":"2016-08-05T05:23:14","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=36481"},"modified":"2021-09-09T21:40:48","modified_gmt":"2021-09-09T19:40:48","slug":"co2-vernetzt-vom-klimaschaedling-zum-gefragten-rohstoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/co2-vernetzt-vom-klimaschaedling-zum-gefragten-rohstoff\/","title":{"rendered":"CO<sub>2<\/sub> vernetzt \u2013 vom Klimasch\u00e4dling zum gefragten Rohstoff"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie (BMWi) hat den Antrag auf F\u00f6rderung des Kooperationsnetzwerks &#8220;UseCO2&#8221; bewilligt. Die insgesamt 18 Netzwerkpartner entwickeln biotechnologische und chemisch-physikalische Verfahren, um das durch Industrieprozesse entstehende oder auch in der Luft vorhandene Kohlendioxid (CO<sub>2<\/sub>) zu binden und als Ausgangsrohstoff f\u00fcr nachhaltige Produkte zu verwenden. Antragsteller war die Industrielle Biotechnologie Bayern Netzwerk GmbH (IBB Netzwerk GmbH). Die F\u00f6rderung des Kooperationsnetzwerks erfolgt innerhalb des technologie- und branchenoffenen F\u00f6rderprogramms f\u00fcr mittelst\u00e4ndische Unternehmen, dem &#8220;Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand&#8221; (ZIM).<\/strong><\/p>\n<p>Die Partner haben die IBB Netzwerk GmbH mit der Koordination und dem Management des bewilligten ZIM-Kooperationsnetzwerks &#8220;UseCO2&#8221; beauftragt. Ihr Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, Prof. Dr. Haralabos Zorbas, fasst die Ziele von &#8220;UseCO2&#8221; zusammen: &#8220;Die\u00a0Partner forschen an Methoden, in denen sie CO<sub>2<\/sub> als nahezu unendliche Kohlenstoffquelle zur Produktion von Chemikalien und chemischen Bausteinen einsetzen. Ausgehend von diesen Basiskomponenten k\u00f6nnen anschlie\u00dfend sehr viele heute gebr\u00e4uchliche Alltagsgegenst\u00e4nde gewonnen werden; dazu z\u00e4hlen unter anderem Kunststoffe, synthetische Kleidung, Reinigungsmittel, Schmierstoffe, Farben, Kosmetika, Arzneimittel sowie Energiespeicher- und Kraftstoffe.&#8221;<\/p>\n<p>Um Kohlendioxid nutzbar zu machen, also um es zum Beispiel zu den vielseitig einsetzbaren Basischemikalien Methan oder Methanol umzuwandeln, wird eine verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gro\u00dfe Energiemenge ben\u00f6tigt. Diese Herausforderung nehmen die &#8220;UseCO2&#8221;-Partner an und arbeiten daran, wirtschaftliche und gleichzeitig umweltfreundliche L\u00f6sungen zu finden.<\/p>\n<p>Das ZIM-Kooperationsnetzwerk &#8220;UseCO2&#8221; umfasst derzeit acht kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen, f\u00fcnf Forschungseinrichtungen sowie f\u00fcnf Gro\u00dfindustrien der Chemie-, Biotech-, Schmierstoff- und Automobilbranche. Die BMWi-F\u00f6rderung f\u00fcr das Netzwerkmanagement gilt zun\u00e4chst f\u00fcr ein Jahr und betr\u00e4gt rund 140.000 Euro. Eine Anschlussf\u00f6rderung mit einer Dauer von zwei Jahren ist m\u00f6glich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Hintergrund<\/h3>\n<p>Jedes Jahr setzt der Mensch allein durch seine Aktivit\u00e4ten weltweit mehr als 30 Milliarden Tonnen CO<sub>2<\/sub> in die Atmosph\u00e4re frei. Der klimasch\u00e4dliche Stoff entsteht unter anderem als Nebenprodukt w\u00e4hrend der Verbrennung von fossilen Energietr\u00e4gern wie Kohle, Erd\u00f6l und Erdgas. Als Treibhausgas wird CO<sub>2<\/sub> entscheidend f\u00fcr den Klimawandel verantwortlich gemacht. Aus diesem Grund ist es von gro\u00dfer \u00f6kologischer und wirtschaftlicher Bedeutung, den weiteren Anstieg von Kohlendioxid in der Atmosph\u00e4re zu reduzieren. (2.622 Zeichen)<\/p>\n<h3>\u00dcber das ZIM-Kooperationsnetzwerk &#8220;UseCO2&#8221;<\/h3>\n<p>Im ZIM-Kooperationsnetzwerk &#8220;UseCO2&#8221; arbeiten Partner aus Industrie und Wissenschaft unter Koordination der IBB Netzwerk GmbH an dem gemeinsamen Ziel, CO<sub>2<\/sub> anstatt Erd\u00f6l, Kohle oder Erdgas als Ausgangsstoff f\u00fcr Produkte des t\u00e4glichen Bedarfs einzusetzen. CO<sub>2<\/sub> soll als nachhaltige Kohlenstoffquelle genutzt werden, um daraus z.B. Basis- und Spezialchemikalien oder Kraftstoffe zu produzieren. Dazu kommen chemische, physikalische oder biotechnologische Prozesse zum Einsatz. Die entstehenden Produkte k\u00f6nnen entweder direkt oder nach weiteren Verarbeitungsschritten verwendet werden. Das Netzwerk unterst\u00fctzt somit den Wandel von einer erd\u00f6lbasierten zu einer nachhaltigeren Gesellschaft.<\/p>\n<p>Regul\u00e4re Partner: bbi-biotech GmbH, CASCAT GmbH, Electrochaea GmbH, nova-lnstitut f\u00fcr politische und \u00f6kologische Innovation GmbH, Phytowelt Green Technologies GmbH, plan-bee Dr. Hermine M. Hitzler, provenion GmbH, Romex Produktions GmbH, Fraunhofer IGB &#8211; Institutsteil BioCat, TUM &#8211; Professur f\u00fcr Industrielle Biokatalyse, TUM &#8211; Lehrstuhl f\u00fcr Mikrobiologie, TUM &#8211; Lehrstuhl f\u00fcr Bioverfahrenstechnik, Universit\u00e4t Bayreuth &#8211; Lehrstuhl f\u00fcr Makromolekulare Chemie II.<\/p>\n<p>Assoziierte Partner: AUDI AG, Clariant Produkte Deutschland GmbH, Jowat SE, Kl\u00fcber Lubrication M\u00fcnchen SE &amp; Co. KG, Thermo Fischer Scientific GENEART GmbH<\/p>\n<h3>\u00dcber die Industrielle Biotechnologie Bayern Netzwerk GmbH (IBB Netzwerk GmbH)<\/h3>\n<p>Die IBB Netzwerk GmbH ist eine Netzwerk- und Dienstleistungsorganisation auf dem Gebiet der Industriellen Biotechnologie und nachhaltigen Bio\u00f6konomie. Ihr Ziel ist, die Umsetzung wertvoller wissenschaftlicher Erkenntnisse auf diesen Gebieten in innovative, marktf\u00e4hige Produkte und Verfahren zu f\u00f6rdern. Die IBB Netzwerk GmbH betreibt mit dem Management des ZIM-Kooperationsnetzwerks &#8220;UseCO2&#8221; neben &#8220;BioPlastik&#8221; und &#8220;Waste2Value&#8221; bereits das dritte ZIM-Netzwerk und unterst\u00fctzt die Partner bei der Ausarbeitung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Sitz des Unternehmens ist Martinsried bei M\u00fcnchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie (BMWi) hat den Antrag auf F\u00f6rderung des Kooperationsnetzwerks &#8220;UseCO2&#8221; bewilligt. Die insgesamt 18 Netzwerkpartner entwickeln biotechnologische und chemisch-physikalische Verfahren, um das durch Industrieprozesse entstehende oder auch in der Luft vorhandene Kohlendioxid (CO2) zu binden und als Ausgangsrohstoff f\u00fcr nachhaltige Produkte zu verwenden. 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