{"id":35822,"date":"2016-07-04T07:29:21","date_gmt":"2016-07-04T05:29:21","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=https%3A%2F%2Fwww.kunststoffe.de%2Ffachinformationen%2Ftechnik-trends%2Fartikel%2Fprojektstart-carbon2chem-1424965.html%3Fet_cid%3D2%26et_lid%3D2%26et_sub%3Dtechnik_trends"},"modified":"2021-09-09T21:41:09","modified_gmt":"2021-09-09T19:41:09","slug":"projektstart-carbon2chem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/projektstart-carbon2chem\/","title":{"rendered":"Projektstart Carbon2Chem"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kohlendioxid, das bei der Stahlerzeugung anf\u00e4llt, kann unter Verwendung erneuerbarer Energie Erd\u00f6l als Rohstoff in der Chemieindustrie ersetzen. Durch solche neuen Produktionsprozesse in der Stahl- und Chemiebranche lassen sich die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen deutlich verringern. Heute startet offiziell das Projekt Carbon2Chem, das mit mehr als 60 Mio Euro durch das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) gef\u00f6rdert wird. Das Ziel: durch Technologien und Strategien einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten.<\/strong><\/p>\n<h3>Abfallprodukt CO<sub>2<\/sub> nutzbar machen<\/h3>\n<p>In Stahlwerken entstehen im Produktionsprozess so genannte H\u00fcttengase, die erhebliche Mengen klimasch\u00e4dliches CO<sub>2<\/sub> enthalten. Unter Koordination des Fraunhofer-Instituts f\u00fcr Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, des Max-Planck-Instituts f\u00fcr Chemische Energiekonversion in M\u00fclheim und der Thyssenkrupp AG werden im Projekt Carbon2Chem zusammen mit weiteren 14 Projektpartnern L\u00f6sungen entwickelt, um dieses Kohlendioxid in Erd\u00f6lersatz f\u00fcr die Chemieindustrie umzuwandeln. Damit das gelingt, m\u00fcssen Systeme bereitstehen, die Stahlwerke mit erneuerbarer Energie versorgen. Zudem sind Technologien zur Katalyse und f\u00fcr die chemische Synthese erforderlich, mit denen das Gas gereinigt und konditioniert werden kann.<\/p>\n<h3>Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung direkt in die Wirtschaft bringen<\/h3>\n<p>Fraunhofer-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler tragen ma\u00dfgeblich dazu bei, die erfolgversprechenden Ans\u00e4tze aus der Grundlagenforschung an die Bedarfe und Entwicklungen der H\u00fcttenwerke und der chemischen Produktionsanlagen anzupassen. \u00bbGemeinsam mit unseren Partnern k\u00f6nnen wir durch Carbon2Chem einen gro\u00dfen Beitrag zum Klimaschutz leisten, ebenso wie zur nachhaltigen Standortsicherung. Die Kooperation zwischen Fraunhofer, Max-Planck und Thyssenkrupp ist eine ideale Basis, um Erkenntnisse der Grundlagenforschung in die Wirtschaft zu \u00fcbertragen und direkt zur Anwendung zu bringen\u00ab, sagt Professor Reimund Neugebauer, Pr\u00e4sident der Fraunhofer-Gesellschaft.<\/p>\n<h3>Technologiebausteine f\u00fcr die Verbundproduktion<\/h3>\n<p>Fraunhofer entwickelt Technologien und Systeml\u00f6sungen zur Gasreinigung, zur Anpassung der katalytischen Herstellung von Methanol und h\u00f6heren Alkoholen sowie f\u00fcr die Kraftstoffherstellung. \u00bbZus\u00e4tzlich zur Entwicklung von Technologiebausteinen, die Fraunhofer-Forscherinnen und -Forscher gemeinsam mit den Partnern vornehmen, ist die Systemintegration besonders wichtig. Die verschiedenartigen Produktionen von Chemikalien, Kraftstoffen und Stahl m\u00fcssen mit enger stofflicher und energetischer Kopplung betrieben werden. Nur so kann zum Beispiel Abw\u00e4rme effizient genutzt werden\u00ab, erkl\u00e4rt Professor G\u00f6rge Deerberg, stellvertretender Institutsleiter des UMSICHT und Projektkoordinator bei Carbon2Chem.<\/p>\n<p>Wirtschaftlichkeit, Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind die wesentlichen Aufgaben im Projekt Carbon2Chem. Das Konsortium setzt sich daher zum Ziel, die Forschungsergebnisse m\u00f6glichst schnell im gro\u00dfen Ma\u00dfstab in Stahlwerken umzusetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kohlendioxid, das bei der Stahlerzeugung anf\u00e4llt, kann unter Verwendung erneuerbarer Energie Erd\u00f6l als Rohstoff in der Chemieindustrie ersetzen. Durch solche neuen Produktionsprozesse in der Stahl- und Chemiebranche lassen sich die CO2-Emissionen deutlich verringern. 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