{"id":35701,"date":"2016-07-11T07:05:23","date_gmt":"2016-07-11T05:05:23","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.innovations-report.de%2Fhtml%2Fberichte%2Fenergie-elektrotechnik%2Fenergie-aus-sonnenlicht-weiterer-schritt-zur-kuenstlichen-fotosynthese.html"},"modified":"2021-09-09T21:41:02","modified_gmt":"2021-09-09T19:41:02","slug":"energie-aus-sonnenlicht-weiterer-schritt-zur-kuenstlichen-fotosynthese","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/energie-aus-sonnenlicht-weiterer-schritt-zur-kuenstlichen-fotosynthese\/","title":{"rendered":"Energie aus Sonnenlicht: Weiterer Schritt zur k\u00fcnstlichen Fotosynthese"},"content":{"rendered":"<p><strong>Chemikerteams der Universit\u00e4ten Basel und Z\u00fcrich sind der Energiegewinnung aus Sonnenlicht einen Schritt n\u00e4her gekommen: Sie konnten erstmals eine der wichtigsten Phasen der nat\u00fcrlichen Fotosynthese in k\u00fcnstlichen Molek\u00fclen nachvollziehen. Ihre Ergebnisse stellen sie in der Fachzeitschrift \u00abAngewandte Chemie (Internationale Ausgabe)\u00bb vor.<\/strong><\/p>\n<p>Gr\u00fcne Pflanzen sind nach der Absorption von Sonnenlicht in der Lage, elektrische Ladungen vor\u00fcbergehend zu speichern, indem sie einen sogenannten molekularen Ladungsakkumulator verwenden. Genau diesen Vorgang konnten nun die beiden Forschungsteams im Labor bei k\u00fcnstlichen Molek\u00fclen beobachten, die sie eigens daf\u00fcr herstellten.<\/p>\n<h3>Zwei Ladungen kurz gespeichert<\/h3>\n<p>Die Chemiker regten die k\u00fcnstlichen Molek\u00fcle mit einem Laser an, worauf erstmals zwei negative Ladungen f\u00fcr eine kurze Zeitdauer gespeichert werden konnten. Es gelang, die Ladungen gen\u00fcgend lange Zeit \u2013 n\u00e4mlich w\u00e4hrend 870 Nanosekunden \u2013 zu speichern, damit sie f\u00fcr die k\u00fcnstliche Fotosynthese auch tats\u00e4chlich nutzbar w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Neu ist insbesondere, dass die Forschenden die Ladungsakkumulation ohne energiereiche Hilfsreagenzien durchf\u00fchrten. Bisher gelang eine solche Ladungsakkumulation in k\u00fcnstlichen Molek\u00fclen nur unter Verwendung von Hilfsreagenzien. F\u00fcr diese muss jeweils viel Energie aufgewendet werden \u2013 womit eine nachhaltige Umwandlung von Sonnenlicht in chemisch gespeicherte Energie nicht m\u00f6glich w\u00e4re.<\/p>\n<p>\u00abUnsere Resultate bedeuten einen grundlegend wichtigen Schritt auf dem Weg in Richtung k\u00fcnstliche Fotosynthese\u00bb, sagen die beiden Leiter der Forschungsarbeit, Prof. Oliver Wenger (Universit\u00e4t Basel) und Prof. Peter Hamm (Universit\u00e4t Z\u00fcrich). Bis zur angestrebten hohen Nachhaltigkeit des Verfahrens bleibe aber f\u00fcr die Forschung noch immer ein weiter Weg.<\/p>\n<h3>Umwandlung in Treibstoff<\/h3>\n<p>Derzeit untersuchen die beiden Forschungsgruppen der Universit\u00e4ten Basel und Z\u00fcrich, wie die Ladungsakkumulation in einen chemischen Treibstoff umgewandelt werden kann. Vorbild daf\u00fcr sind die gr\u00fcnen Pflanzen, welche die Ladungsakkumulation zum Aufbau von lebensnotwendigen, energiereichen Substanzen nutzen. Die k\u00fcnstliche Fotosynthese gilt als ein vielversprechendes Element einer zuk\u00fcnftigen nachhaltigen Energieversorgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chemikerteams der Universit\u00e4ten Basel und Z\u00fcrich sind der Energiegewinnung aus Sonnenlicht einen Schritt n\u00e4her gekommen: Sie konnten erstmals eine der wichtigsten Phasen der nat\u00fcrlichen Fotosynthese in k\u00fcnstlichen Molek\u00fclen nachvollziehen. 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