{"id":34784,"date":"2016-05-13T07:41:31","date_gmt":"2016-05-13T05:41:31","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=34784"},"modified":"2018-02-16T14:58:58","modified_gmt":"2018-02-16T13:58:58","slug":"34784","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/34784\/","title":{"rendered":"Expertengespr\u00e4ch Bioabbaubare Kunststoffe versus Recycling, Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>25.04.2016 &#8211; Ressourceneffizienz ist eines der gro\u00dfen Trendthemen in der Kunststoff-Industrie. Es geht nicht nur um Energie-Effizienz, sondern auch um Material-Effizienz. Vor diesem Hintergrund nehmen Anwendungen von Rezyklat-Kunststoffen zu. Gleichzeitig dr\u00e4ngen immer mehr bioabbaubare Kunststoffe auf den Markt, die den Rohstoff-Kreislauf umweltfreundlich schlie\u00dfen. L\u00f6sen bioabbaubare Kunststoffe langfristig Rezyklate ab? In einer exklusiven Expertenrunde diskutierte die Redaktion des Plastverarbeiter am Institut f\u00fcr Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe der Hochschule Hannover, unteranderem auch dar\u00fcber, ob ein konsequentes Rezyklieren \u00f6konomisch und \u00f6kologisch die sinnvollere L\u00f6sung w\u00e4re, um Ressourcen zu schonen.<br \/>\nConstance I\u00dfbr\u00fccker (l.), Environmetal Affairs Manager, European Bioplastics, Berlin, und Peter Brunk, Managing Director, Biotec Biologische Naturverpackungen, Emmerich (Bildquelle: Redaktion Plastverarbeiter)<\/p>\n<p>Constance I\u00dfbr\u00fccker (l.), Environmetal Affairs Manager, European Bioplastics, Berlin, und Peter Brunk, Managing Director, Biotec Biologische Naturverpackungen, Emmerich(Bildquelle: Redaktion Plastverarbeiter)<\/p>\n<p>Harald Wollstadt Frau I\u00dfbr\u00fccker, wird Biokunststoff in der \u00d6ffentlichkeit wahrgenommen? Suggeriert diese Begrifflichkeit nicht von vornherein, dass ich von bioabbaubarem Kunststoff spreche?<\/p>\n<p>Constance I\u00dfbr\u00fccker Biokunststoffe erfreuen sich immer gr\u00f6\u00dferer Beliebtheit und Nachfrage, nicht zuletzt aufgrund ihres Beitrags zum Klima- und Ressourcenschutz. Jedoch wird h\u00e4ufig angenommen, dass Biokunststoffe immer aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden und auch gleichzeitig immer biologisch abbaubar sind. Das stimmt so aber nicht ganz. Zum einen gibt es den gro\u00dfen Teil der biobasierten, nicht bioabbaubaren Kunststoffe, die am Ende ihres Produktlebens dem Recycling zugef\u00fchrt werden, wie herk\u00f6mmliche Kunststoffe auch. Zum anderen gibt es biobasierte Kunststoffe, die auch biologisch abbaubar sind. Und es gibt fossil-basierte, biologisch abbaubare Kunststoffe. Wichtig bei der biologischen Abbaubarkeit ist aber, dass dies nicht bedeutet, dass Produkte achtlos in die Umwelt oder das Meer geworfen werden k\u00f6nnten und sie sich dort auch problemlos abbauen w\u00fcrden. Das funktioniert nat\u00fcrlich nicht so und darf auch nicht passieren. F\u00fcr die schnelle und sachgerechte Kompostierung in industriellen Anlagen gibt es strenge Standards, die viele der heute in Europa erh\u00e4ltlichen biologisch abbaubaren Kunststoffe erf\u00fcllen. Entsprechende Logos und Kennzeichnungen lassen sich diese schnell erkennen. Aber dennoch ist noch immer Aufkl\u00e4rungsarbeit n\u00f6tig: Was sind Biokunststoffe, was genau bedeutet biologische Abbaubarkeit, was bedeutet Kompostierbarkeit, wie und wo werden biologisch abbaubare Kunststoffe richtig entsorgt und vieles mehr.<br \/>\nProf. Dr. Andrea Siebert-Raths, stellv. Institutsleitung, IfBB, Hochschule Hannover (Bildquelle: Redaktion Plastverarbeiter)<\/p>\n<p>Prof. Dr. Andrea Siebert-Raths, stellv. Institutsleitung, IfBB, Hochschule Hannover(Bildquelle: Redaktion Plastverarbeiter)<\/p>\n<p>Etwina Gandert In welchen M\u00e4rkten macht der Einsatz bioabbaubarer Kunststoffe \u00fcberhaupt Sinn.<\/p>\n<p>Peter Brunk Zu mehr als 90 Prozent sind dies die Anwender\/Hersteller von flexiblen Filmen, und die machen daraus Bio-Abfallbeutel, oder in anderen L\u00e4ndern machen sie auch Einkaufst\u00fcten daraus. Einkaufst\u00fcten, wie Sie wissen, ist ein hochkontroverses Thema. Aber in Deutschland gibt es auch ein paar innovative Designer oder Unternehmen, die sich auf Biokunststoffe ganz gerne spezialisieren w\u00fcrden. Doch wenn man sich ein paar Muster spritzgie\u00dfen lassen m\u00f6chte, stellt man pl\u00f6tzlich fest, dass daf\u00fcr in Deutschland \u00fcberhaupt keine Hersteller da sind \u2013 die sitzen alle in China.<\/p>\n<p>Andrea Siebert-Raths Was wir immer wieder feststellen ist, dass die interne Kommunikation bei den Spritzgie\u00dfern schwierig ist. Wenn also die Gesch\u00e4ftsleitung beschlie\u00dft, wir m\u00f6chten gerne das Material umstellen, weil es zum Konzept passt, ist es schwierig alle Ebenen davon zu \u00fcberzeugen. F\u00fcr ein Unternehmen das vorher nur Polyolefine verarbeitet hat, ist das ein Problem. Wenn die Trockner nicht vorhanden sind und der Werkstoff nass verarbeitet wird, dann l\u00e4uft die Maschine nicht und es entstehen Probleme am Werkzeug. Aber das passiert bei jedem Kunststoff, unabh\u00e4ngig von der Ausgangsbasis.<\/p>\n<p>Wenn es um die Branchen an sich geht, k\u00f6nnen wir sagen, dass die Automobilindustrie eher die klassischen Biokunststoffe wie Biopolyamide einsetzt. Da geht es um Langzeitbest\u00e4ndigkeit. Das kann PLA nicht. Ich kann es zwar modifizieren, aber f\u00fcr die Automobilindustrie und f\u00fcr deren Langzeittests zum Beispiel in der W\u00fcste, ist es problematisch PLA einzusetzen. Schlie\u00dflich muss der Kunststoff \u00fcberall, also auch in allen Klimazonen, einsatzf\u00e4hig sein. Wenn wir mit der B\u00fcroartikelbranche sprechen, ist die Frage nach Kosten vorrangig. Wo bin ich bereit, sozusagen in die Tasche zu greifen und wie kann ich das Ganze vermarkten, dass ich auch noch einen Benefit davon habe? Wenn es eine Firma ist, die sowieso in dem Bereich ganz viel macht und sich auch nach au\u00dfen entsprechend gr\u00fcn positioniert, dann kann mit diesem Trend sozusagen schwimmen und kann es auch so kommunizieren. Wir haben allerdings auch festgestellt, dass durch zahlreiche Presseartikel, Stichwort Deutsche Umwelthilfe, eine gewisse Unsicherheit herrscht, mit PLA-Produkten auf den Markt zu kommen.<br \/>\nHarald Wollstadt, Chefredakteur Plastverarbeiter, H\u00fcthig, Heidelberg (Bildquelle: Redaktion Plastverarbeiter)<\/p>\n<p>Harald Wollstadt, Chefredakteur Plastverarbeiter, H\u00fcthig, Heidelberg(Bildquelle: Redaktion Plastverarbeiter)<\/p>\n<p>Bei den Spielzeugartikeln ist es tats\u00e4chlich einfacher. Allerdings bedeutet es nicht, dass Biokunststoffe auch umweltfreundlicher sind und automatisch die FDA-Zulassungen haben. Da geh\u00f6ren noch ganz viele andere Tests dazu, wie zum Beispiel Speicheltests. Zwar haben wir uns viel damit besch\u00e4ftigt, es ist aber noch eine Menge an Hausaufgaben zu machen.<\/p>\n<p>Etwina Gandert Sie haben ein gutes Stichwort geliefert, das Thema Marketing. Woran liegt es, dass sich biologisch abbaubare Kunststoffe nicht so gut durchsetzen? Liegt es daran, dass die Kunden \u201eBio\u201c als eine Marketingidee empfinden? In der Praxis ist es ja so, dass selbst, wenn die Norm EN 13432 erf\u00fcllt wird, die Lagerzeiten in den Kompostieranlagen der Norm entsprechend gar nicht eingehalten werden k\u00f6nnen oder aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden nicht eingehalten werden?<br \/>\nJ\u00f6ran Reske, ISD Interseroh Diensleistung, Umweltmanagement Bioplastics, K\u00f6ln (Bildquelle: Redaktion Plastverarbeiter)<\/p>\n<p>J\u00f6ran Reske, ISD Interseroh Diensleistung, Umweltmanagement Bioplastics, K\u00f6ln(Bildquelle: Redaktion Plastverarbeiter)<\/p>\n<p>J\u00f6ran Reske Ich denke, Frau Siebert-Raths hat so einige Kontexte angesprochen, die tats\u00e4chlich f\u00fcr denjenigen, der Biokunststoff anwenden m\u00f6chte, problematisch sind. Die Umweltdiskussion war vor 10 bis 15 Jahren sehr viel virulenter und ist heutzutage mehr oder weniger von der Agenda verschwunden. Dies wirkt sich auch auf die Bereitschaft der Unternehmen aus, solche Rohstoffe einzusetzen. Herk\u00f6mmliche Kunststoffe decken im Grunde das ganze Anwendungsspektrum ab. Aus dem Markt kommt viel Gegenwind, wenn es um den Einsatz neuer Bio-Werkstoffe geht.<\/p>\n<p>Etwina Gandert Ja, selbst die bioabbaubaren Beutel haben sich nicht durchgesetzt.<\/p>\n<p>Peter Brunk Ich denke mal, da beziehen Sie sich vielleicht auf den deutschen Markt. Es gibt ja M\u00e4rkte, in Italien zum Beispiel, wo per Gesetz kompostierbare, biologisch abbaubare Einkaufst\u00fcten zugelassen sind. Vermutlich wird es in Frankreich ab 2016 nur noch kompostierbare Obst- und Gem\u00fcsebeutel geben. Dort bereits die ganz normalen, konventionellen Kunststoffeinkaufst\u00fcten, egal aus welchem Material, komplett verboten. In Deutschland, denke ich mal, gibt es ein einziges Produkt f\u00fcr biologisch abbaubare Kunststoffe, das ist der Bio-Abfallbeutel, der gem\u00e4\u00df der Bioabfall-Verordnung ganz klar definiert ist. Er muss nach der EN 13432 zertifiziert sein und sich abbauen. Zudem muss er zu mehr als 50 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen sein. Das ist das einzige Produkt, das ich f\u00fcr biologisch abbaubare Compounds kenne, was auch wirklich zugelassen ist. Und hier gibt es aber noch unglaublich viele Probleme.<\/p>\n<p>Ein Problem, das wir im Verbund gel\u00f6st haben, ist ein einheitliches Design in Deutschland, so dass jeder M\u00fcllmann sofort sieht, das ein zugelassener Beutel ist, der die Bioabfall-Verordnung erf\u00fcllt. Ein gro\u00dfes Hindernis ist zudem, dass die Entscheidung \u00fcber die Akzeptanz des Bio-Beutels in den Kommunen getroffen wird. Das hei\u00dft, man muss mit vielen hunderten Kommunen sprechen, wenn ein Unternehmen einen Bio-Abfallbeutel platzieren m\u00f6chte.<br \/>\nAnna D\u00f6rgens (l.), Anwendungszentrum f\u00fcr Holzfaserforschung, Fraunhofer Institut f\u00fcr Holz\u00adfaserforschung, Hannover, und J\u00f6ran Reske, ISD Interseroh Diensleistung, Umweltmanagement Bioplastics, K\u00f6ln (Bildquelle: Redaktion Plastverarbeiter)<\/p>\n<p>Anna D\u00f6rgens (l.), Anwendungszentrum f\u00fcr Holzfaserforschung, Fraunhofer Institut f\u00fcr Holz\u00adfaserforschung, Hannover, und J\u00f6ran Reske, ISD Interseroh Diensleistung, Umweltmanagement Bioplastics, K\u00f6ln (Bildquelle: Redaktion Plastverarbeiter)<\/p>\n<p>Etwina Gandert Aber die DIN f\u00fcr die Kompostierung geht an der Praxis vorbei. Die vorgesehenen zw\u00f6lf Wochen Lagerzeit werden in der Praxis nicht eingehalten, so die Auskunft eines Betreibers einer Kompostieranlage. Dieser war an einem Pilotprojekt mit der BASF beteiligt und schloss andere Beutel kategorisch aus, da andere Materialien den Praxistest von weniger als 12 Wochen nicht bestanden haben.<\/p>\n<p>J\u00f6ran Reske Ich w\u00fcrde sagen, ein klares Jein zu der Aussage. Ja, die Norm ist wie sie ist, und da sind zw\u00f6lf Wochen definiert. Das hei\u00dft, wenn der Kompostierer zw\u00f6lf Wochen liest, dann sagt er sich: ich kompostiere nur drei bis f\u00fcnf Wochen, somit kann es bei mir nicht funktionieren. Die Praxis allerdings aus deutschen Tests, zeigt, dass entsprechend zertifizierte Materialien deutlich schneller abbauen. Das h\u00e4ngt ein wenig auch damit zusammen, dass die normierten Labortests nur einen relativ kleinen Umfang haben und somit nicht so effektiv sind. Auf einer gro\u00dfen Anlage, wo deutlich mehr Kompost umgesetzt wird und sehr viel mehr Sauerstoff in den Kompost gef\u00fchrt wird, ist der Zersetzungsprozess erheblich effektiver. Erfahrungswerten geben bei einer Folie an, dass diese innerhalb von drei bis vier Wochen biologisch abgebaut ist. Es ist also wieder eine Frage der Kommunikation. Wie kriege ich tats\u00e4chlich die Informationen, die inzwischen vorliegen, an die \u00d6ffentlichkeit?<\/p>\n<p>Anna D\u00f6rgens Wobei, \u00f6ffentlich kommuniziert wird ja immer wieder, Abstand davon zunehmen, die biobasierten Abfallbeutel zu verwenden. So sollte man den Biom\u00fcll beispielsweise in Zeitung packen, weil die Anlagen mit Kunststoffbeuteln keinen zertifizierten Kompost herstellen k\u00f6nnten.<br \/>\nDenisa Bellu\u0161ov\u00e1, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, IfBB, Hochschule Hannover (Bildquelle: Redaktion Plastverarbeiter)<\/p>\n<p>Denisa Bellu\u0161ov\u00e1, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, IfBB, Hochschule Hannover(Bildquelle: Redaktion Plastverarbeiter)<\/p>\n<p>Etwina Gandert Ist es nicht auch eine Frage der Kunststoff-Menge, also der Kompost-Beladung. Bei den bioabbaubaren Folien in der Landwirtschaft beispielsweise habe ich ja eine vergleichsweise geringe Belastung. Wenn ich mir aber vorstelle, dass jeder Haushalt bioabbaubare Beutel benutzt, dann w\u00fcrde die Belastung in der Kompostanlage sehr hoch und entsprechend die gew\u00fcnschte Komposte-G\u00fcte nicht mehr erreichbar. Die andere Seite ist aber, dass mit dem Bio-Abfallbeuteln mehr organischer Abfall gesammelt wird.<\/p>\n<p>J\u00f6ran Reske Noch mal zu der Frage: Kann das in den Anlagen funktionieren? Das eine ist, in jedem Beutel, der dann bef\u00fcllt in die Biotonne wandert, sind 2,5 bis 3 kg Bioabfall. Der Beutel tr\u00e4gt nur etwa zehn Gramm Folienmaterial bei. Das Potenzial f\u00fcr das Verwenden von Bio-Abfallbeutel wird in Deutschland auf etwa zehn Prozent gesch\u00e4tzt. Denn die Beutel sind noch vergleichsweise teuer, sogar erheblich teurer als ein PE-Beutel. Das bedeutet, dass der Bio-Beutel nicht fl\u00e4chendeckend von allen angewendet wird. In anderen L\u00e4ndern ist es anders. In den Niederlanden beispielsweise ist man froh, endlich die PE-S\u00e4cke aus dem Kompost loszuwerden und freut sich \u00fcber die Bio-Alternative.<\/p>\n<p>Peter Brunk All die Unternehmen, die sich mit biologisch abbaubaren Werkstoffen oder Produkten besch\u00e4ftigen, da kommen wir in Deutschland vielleicht auf 15 bis 20 Unternehmen, und dessen muss man sich bewusst sein, das biologisch abbaubare Compounds und Produkte weiterhin eine Nische bleiben werden. Selbst mit den Herstellern von Papiert\u00fcten zusammen ist es eine Nische. Der Vorteil ergibt sich durch die Eigenschaft der biologischen Abbaubarkeit und Kompostierbarkeit. Der Bioabfallbeutel ist eine Chance. Dadurch schafft man es, dass mehr Bioabf\u00e4lle gesammelt werden. Auch bei biologisch abbaubaren Mulchfilmen gibt es einen Vorteil.<\/p>\n<p>Was extrem interessant ist, ist die Kombination von Papier und Kunststoff. Warum muss das PE sein? Das kann nat\u00fcrlich auch ein komplett biobasierter Kunststoff sein, der auch biologisch abbaubar ist, so dass man diese bestimmten Eigenschaften, die eine beschichtete Papiert\u00fcte hat, trotzdem erreicht. Oder Verpackungen, ich denke gerade an eine Kaffeekapsel. Muss diese aus Aluminium sein? Kann es nicht doch auch nachhaltiger sein, die gebrauchte Kaffeekapsel auf den Kompost zu geben? Das sind ebenso interessante Anwendungen f\u00fcr biologisch abbaubare Produkte. Wir m\u00fcssen uns aber klar dar\u00fcber sein, das es eine Nische bleiben wird.<\/p>\n<p>Harald Wollstadt Wir haben im Verpackungsmarkt einen gro\u00dfen Abnehmer f\u00fcr Kunststoff. 70 Prozent der Kunststoffe gehen in die Verpackungsbranche. W\u00e4ren die die Verpackungshersteller nicht ideal als Vorreiter?<\/p>\n<p>Peter Brunk Ja, aber lesen Sie doch mal die Presseberichte dazu. Nach der Plastikt\u00fcte ist der Becher f\u00fcr das Coffee-to-go stark in der Kritik. Da gibt es auch den Trend, Verpackungen, die kurz nur benutzt und danach weggeworfen werden, m\u00f6glichst zu reduzieren. Bei Lebensmittelverpackungen sind generell die Anforderung an Barriereeigenschaften und Temperaturstabilit\u00e4t enorm hoch. Leider muss man sagen, gibt es hier noch ein paar funktionelle Nachteile von biologisch abbaubaren Produkten gegen\u00fcber bereits existierenden, konventionellen Verpackungen. Da muss also noch viel dran gearbeitet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>25.04.2016 &#8211; Ressourceneffizienz ist eines der gro\u00dfen Trendthemen in der Kunststoff-Industrie. Es geht nicht nur um Energie-Effizienz, sondern auch um Material-Effizienz. Vor diesem Hintergrund nehmen Anwendungen von Rezyklat-Kunststoffen zu. Gleichzeitig dr\u00e4ngen immer mehr bioabbaubare Kunststoffe auf den Markt, die den Rohstoff-Kreislauf umweltfreundlich schlie\u00dfen. L\u00f6sen bioabbaubare Kunststoffe langfristig Rezyklate ab? 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