{"id":34484,"date":"2016-04-25T07:29:08","date_gmt":"2016-04-25T05:29:08","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=34484"},"modified":"2021-09-09T21:41:34","modified_gmt":"2021-09-09T19:41:34","slug":"brain-und-suedzucker-kooperieren-bei-der-stofflichen-nutzung-von-co2-durch-mikroorganismen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/brain-und-suedzucker-kooperieren-bei-der-stofflichen-nutzung-von-co2-durch-mikroorganismen\/","title":{"rendered":"BRAIN und S\u00fcdzucker kooperieren bei der stofflichen Nutzung von CO<sub>2<\/sub> durch Mikroorganismen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die BRAIN AG (ISIN DE0005203947 \/ WKN 520394), ein in Europa f\u00fchrendes Bio\u00f6konomie-Unternehmen, und der EU-weit gr\u00f6\u00dfte Zuckerproduzent, die S\u00fcdzucker AG (ISIN DE0007297004 \/ WKN 729700), intensivieren ihre Kooperation auf dem Gebiet der mikrobiellen Kohlendioxid-Verwertung.<\/strong><\/p>\n<p>Die Kooperation, welche als Teil der strategischen Allianz ZeroCarb FP partiell vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) co-finanziert wird, hat das Ziel, den industriellen Nebenstrom CO<sub>2<\/sub> mittels optimierter Plattformorganismen einer Vielzahl interessanter Zwischenprodukte zuzuf\u00fchren. In der Phase 1 der Allianz wurde ein zweistufiger Prozess erfolgreich im Laborma\u00dfstab entwickelt. Die beiden Partner haben aufgrund der guten Resultate nun einen Antrag auf weitergehende F\u00f6rderung beim BMBF eingereicht, um in der Phase 2 der strategischen Allianz ZeroCarb FP an der CO<sub>2<\/sub> emittierenden Bioethanol-Anlage in Zeitz einen Scale Up in eine Technikumsanlage zu realisieren.<\/p>\n<p>Die Etablierung nachhaltiger Prozesse und die Nutzung von Nebenstr\u00f6men zur Erreichung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft ist das zentrale Streben der Bio\u00f6konomie. Schon seit vielen Jahren verfolgt die S\u00fcdzucker Programme, bei denen unter Nutzung von industriellen Nebenstr\u00f6men Kuppelprodukte entstehen, die den Wirkungsgrad von Produktionsanlagen verbessern helfen. Der Technologiepartner BRAIN hat in der Vergangenheit bereits die Optimierung verschiedener biotechnologischen Prozesse der S\u00fcdzucker, u.a. den Produktionsprozess von Palatinose\u2122, begleitet.<\/p>\n<p>Aktuell verfolgen die beiden Partner das Ziel, das bei der Herstellung von Bioethanol entstehende CO<sub>2<\/sub> einer stofflichen Nutzung zuzuf\u00fchren. Die aus CO<sub>2<\/sub> entstehenden Zwischenprodukte, darunter u.a. Mono- oder Dicarbons\u00e4uren, k\u00f6nnen dabei als Spezialit\u00e4ten-Produkte der bislang von fossilen Rohstoffen abh\u00e4ngigen Bioplastikindustrie zugef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>\u201eSchon seit vielen Jahren ist die S\u00fcdzucker AG bestrebt, ihre Produktionsprozesse hinsichtlich Ausbeute und Energieeffizienz m\u00f6glichst nachhaltig zu gestalten. Auch bei der Nutzung von kohlenstoffhaltigen Nebenstr\u00f6men haben wir bereits viele Erfolge erzielen k\u00f6nnen, \u201c stellt Dr. Wolfgang Wach, Leiter der Abteilung Biotechnologie in der Zentralabteilung Forschung, Entwicklung und Service (ZAFES) der S\u00fcdzucker, fest. \u201eDie Kooperation mit BRAIN erg\u00e4nzt in hervorragender Weise unsere eigenen Forschungsaktivit\u00e4ten in dem Bereich der stofflichen Nutzung von CO<sub>2<\/sub>. Ein Projekt mit Algen als CO<sub>2<\/sub>-Verwerter konnte in diesem Zusammenhang gerade erfolgreich abgeschlossen werden.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDurch die Zusammenarbeit mit der BRAIN AG wollen wir die stoffliche Nutzung von Nebenstr\u00f6men in unseren industriellen Prozessen auf eine breitere Basis stellen. Die ersten, bereits viel versprechenden Ergebnisse bei der mikrobiellen Nutzung des CO<sub>2<\/sub> aus Bioethanol-Anlagen best\u00e4tigen, dass wir zusammen mit unserem strategischen Partner BRAIN unsere Ziele erreichen werden\u201c, sagt Edda H\u00f6fer, Projektleiterin in der ZAFES bei S\u00fcdzucker.<\/p>\n<p>\u201eWir freuen uns, dass wir bei der Nutzung von CO<sub>2<\/sub> als Wertstoff die ersten Meilensteine innerhalb unserer Kooperation erreichen konnten. Auf Basis des erfolgreich etablierten Laborverfahrens wollen wir nun zusammen mit unserem strategischen Partner S\u00fcdzucker in der Phase 2 der ZeroCarbFP eine erste Technikumsanlage an der bestehenden Bioethanol-Produktionsanlage in Zeitz etablieren und so Wege f\u00fcr eine nachhaltige stoffliche Nutzung von Nebenstr\u00f6men legen\u201c, sagt Dr. J\u00fcrgen Eck, CEO der BRAIN AG. \u201eWir sehen dar\u00fcber hinaus das Potential, die gemeinsam mit unserem Partner entwickelte Technologie auch in anderen Prozessen, bei denen CO<sub>2<\/sub> emittiert wird, einzusetzen und so einer breiten industriellen Nutzung zuzuf\u00fchren. Die Mikroorganismen sind gen\u00fcgsam und k\u00f6nnen sich unterschiedlichen CO<sub>2<\/sub>-Quellen sehr gut anpassen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMit dem hier in der Kooperation etablierten zweistufigen Verfahren der stofflichen CO<sub>2<\/sub>-Verwertung ist uns ein gro\u00dfer Durchbruch gelungen. Die im Vergleich zu alternativen Prozessen niedrige Temperatur des CO<sub>2<\/sub> Gases erm\u00f6glicht eine deutlich effektivere Substratbereitstellung und entsprechend hohe CO<sub>2<\/sub>-Fixierungsraten der Mikroorganismen der ersten Stufe konnten erreicht werden\u201c, stellt Dr. J\u00f6rg Mampel, Projektleiter und Mikrobiologe der BRAIN, fest. \u201eIn der zweiten Stufe konnten wir durch die Einbindung eines Plattformorganismus unserem Partner S\u00fcdzucker ein ganzes Portfolio von interessanten Produkt-Kandidaten erm\u00f6glichen. Dass es uns gelungen ist, den Laborprozess in so kurzer Zeit zu etablieren, freut uns bei BRAIN sehr!\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_34488\" aria-describedby=\"caption-attachment-34488\" style=\"width: 529px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-34488\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Fermenter_1_s_632_422_80.jpg\" alt=\"Fermenter_1_s_632_422_80\" width=\"529\" height=\"353\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2016\/04\/Fermenter_1_s_632_422_80.jpg 632w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2016\/04\/Fermenter_1_s_632_422_80-300x200.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2016\/04\/Fermenter_1_s_632_422_80-600x401.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 529px) 100vw, 529px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-34488\" class=\"wp-caption-text\">Optimierung des Fermentationsprozesses zur biotechnologischen Herstellung von Mono- und Dicarbons\u00e4uren aus kohlenstoffhaltigen industriellen Abfallstr\u00f6men. \u00a9 BRAIN AG, Zwingenberg<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_34489\" aria-describedby=\"caption-attachment-34489\" style=\"width: 529px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-34489\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/BioEthanol_Plant_CropEnergies_Su--dzucker_Zeitz_s_632_421_80.jpg\" alt=\"BioEthanol_Plant_CropEnergies_Su\u0308dzucker_Zeitz_s_632_421_80\" width=\"529\" height=\"352\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2016\/04\/BioEthanol_Plant_CropEnergies_Su--dzucker_Zeitz_s_632_421_80.jpg 632w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2016\/04\/BioEthanol_Plant_CropEnergies_Su--dzucker_Zeitz_s_632_421_80-300x200.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2016\/04\/BioEthanol_Plant_CropEnergies_Su--dzucker_Zeitz_s_632_421_80-600x400.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 529px) 100vw, 529px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-34489\" class=\"wp-caption-text\">BioEthanol Produktionsanlage der CropEnergies AG in Zeitz, ein Tochterunternehmen der S\u00fcdzucker: Das bei der Herstellung von BioEthanol entstehende CO2 soll mikrobiell gebunden und zu Mono-und Dicarbons\u00e4uren umgewandelt werden. \u00a9 S\u00fcdzucker AG, Mannheim<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die BRAIN AG (ISIN DE0005203947 \/ WKN 520394), ein in Europa f\u00fchrendes Bio\u00f6konomie-Unternehmen, und der EU-weit gr\u00f6\u00dfte Zuckerproduzent, die S\u00fcdzucker AG (ISIN DE0007297004 \/ WKN 729700), intensivieren ihre Kooperation auf dem Gebiet der mikrobiellen Kohlendioxid-Verwertung. 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