{"id":34398,"date":"2016-04-28T07:05:36","date_gmt":"2016-04-28T05:05:36","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=34398"},"modified":"2016-04-19T14:29:08","modified_gmt":"2016-04-19T12:29:08","slug":"dibbiopack-erfolgreiche-europaeische-kooperation-bringt-bioabbaubare-smarte-verpackungen-voran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/dibbiopack-erfolgreiche-europaeische-kooperation-bringt-bioabbaubare-smarte-verpackungen-voran\/","title":{"rendered":"DIBBIOPACK \u2013 erfolgreiche europ\u00e4ische Kooperation bringt bioabbaubare, smarte Verpackungen voran"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ende Februar fand in in Zaragoza (Spanien) die Abschlusskonferenz des EU-Projekts DIBBIOPACK statt. 19 Partner aus 10 verschiedenen L\u00e4ndern pr\u00e4sentierten dort die Ergebnisse des k\u00fcrzlich abgeschlossenen Projekts, das vom spanischen Technologiezentrum Aitiip koordiniert wurde. Vier Jahre lang arbeiteten die Partner, darunter das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Silicatforschung ISC, gemeinsam an innovativen, multifunktionellen L\u00f6sungen f\u00fcr biologisch abbaubare Plastikverpackungen. Mit ihren<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_34401\" aria-describedby=\"caption-attachment-34401\" style=\"width: 259px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-34401\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Fraunhofer_ISC_bioORMOCER.jpg\" alt=\"Die neue Materialklasse der bioORMOCER\u00aee vereint Barriereeigenschaften von konventionellem Plastik mit zeitlich steuerbarer biologischer Abbaubarkeit. 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Quelle: Fraunhofer ISC<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>adaptierbaren Eigenschaften sind die neuen Verpackungsl\u00f6sungen \u00e4hnlich leistungsf\u00e4hig wie konventionelles Plastik und ein wichtiger Schritt hin zu nachhaltigem, umweltfreundlichem, schonendem Gebrauch von Ressourcen.<\/strong><\/p>\n<p>Die Projektpartner von DIBBIOPACK (Development of injection and blow extrusion molded biodegradable and multifunctional packages by nanotechnology: improvement of structural and barrier properties, smart features and sustainability) konzentrierten sich auf die drei wichtigsten Verpackungssektoren: Nahrungsmittel, Kosmetik und pharmazeutische Produkte. Diese Bereiche stellen spezielle Anforderungen an die Haltbarkeit sowie den Schutz vor Sauerstoff und Feuchte an die verwendeten Verpackungsmaterialien \u2013 bisher eine sp\u00fcrbare H\u00fcrde f\u00fcr den Einsatz von herk\u00f6mmlichen bioabbaubaren Kunststoffen.<\/p>\n<p>Ziel des Projekts waren deshalb modifizierte Verpackungsmaterialien aus Bioplastik, die entsprechende Eigenschaftsprofile erm\u00f6glichen. Als Ausgangsbasis wurden kompostierbare, biologisch abbaubare Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen, zum Beispiel Polylactid, verwendet. Eigens entwickelte Nanoadditive gaben dem Plastik die erforderliche Haltbarkeit und mechanische Best\u00e4ndigkeit und verbesserten die Prozesseigenschaften. Als Schutz vor Sauerstoff und Feuchte wurde ein Funktionslack auf der Basis von bioORMOCER<sup>\u00ae<\/sup>en vom Fraunhofer ISC entwickelt. Das anorganisch-organische Hybridpolymer weist sehr gute Barriereeigenschaften gegen\u00fcber Wasserdampf, Sauerstoff, Aromen und Weichmachern auf, seine biologische Abbaubarkeit l\u00e4sst sich \u00fcber spezielle Modifizierungen zeitlich steuern. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen antimikrobiell wirksame Additive integriert werden, die bei Kontakt mit Feuchtigkeit wirksam werden. Der Barrierelack wird nasschemisch auf die Verpackungsfolien aufgetragen. Dar\u00fcber hinaus entwickelten die Partner Etiketten in IML-Technik, die je nach Zustand der Verpackung \u2013 wie beispielsweise die Menge an Sauerstoff im Inneren \u2013 ihre Farbe \u00e4ndern und sogar mittels RFID-Chip Information an Smartphones oder Tablets schicken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mit dem Einsatz von umweltfreundlichen, bioabbaubaren oder recyclingf\u00e4higen Verpackungen aus erneuerbaren Ressourcen k\u00f6nnten nicht nur erd\u00f6l-basierte Rohstoffe bei der Produktion eingespart werden. Auch die Belastung der Biosph\u00e4re durch langlebigen Plastikabfall \u2013 mit seinen potenziellen Auswirkungen auf die Nahrungskette \u2013 k\u00f6nnen so vermieden werden. Das Projekt ist damit ein entscheidender Schritt weg von erd\u00f6lbasierten Kunststoffen und gibt der Verpackungsindustrie wichtige Impulse, um sowohl wertvolle als auch kritische Wertstoffe verantwortungsvoller zu nutzen und eine effizientere, nachhaltigere Wirtschaft aufzubauen.<\/p>\n<p>Berta Gonzalvo, Projektkoordinatorin und Leiterin der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Aitiip, bekr\u00e4ftigte die Vorteile der neuen Verpackungen, insbesondere f\u00fcr Endverbraucher: \u00bbDas Projekt er\u00f6ffnet unendlich viele M\u00f6glichkeiten, da insbesondere Endkunden nun die Qualit\u00e4t und Haltbarkeit ihrer eingekauften Lebensmittel selbst \u00fcberwachen k\u00f6nnen, w\u00e4hrend sie mit der Verpackung aus nachhaltiger Herstellung gleichzeitig etwas f\u00fcr die Umwelt tun. Was jedoch die Zukunft betrifft, ist unsere Aufgabe noch nicht vorbei\u00ab, erg\u00e4nzte sie. \u00bbIm Moment pr\u00fcfen wir mit Industriepartnern, wie wir die Entwicklungen nun tats\u00e4chlich f\u00fcr den kommerziellen Gebrauch fit machen und wie die Rechte daran gesch\u00fctzt werden k\u00f6nnen. Auf jeden Fall gibt es bereits Produkte, die sich relativ kurzfristig in den Markt einf\u00fchren lassen, aber auch Themen, die weiteren Forschungs- und Entwicklungsaufwand sowie finanzielle Unterst\u00fctzung von EU-Projekttr\u00e4gern oder auch von Industriepartnern ben\u00f6tigen.\u00ab<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ende Februar fand in in Zaragoza (Spanien) die Abschlusskonferenz des EU-Projekts DIBBIOPACK statt. 19 Partner aus 10 verschiedenen L\u00e4ndern pr\u00e4sentierten dort die Ergebnisse des k\u00fcrzlich abgeschlossenen Projekts, das vom spanischen Technologiezentrum Aitiip koordiniert wurde. 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[&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[11234,8273],"class_list":["post-34398","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-aitiip-centro-technologico","supplier-fraunhofer-institut-fur-silicatforschung-isc"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34398","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=34398"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34398\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=34398"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=34398"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=34398"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=34398"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}