{"id":34288,"date":"2016-04-22T06:40:00","date_gmt":"2016-04-22T04:40:00","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.biotechnologie.de%2FBIO%2FNavigation%2FDE%2Froot%2Cdid%3D186574.html"},"modified":"2016-04-20T12:30:19","modified_gmt":"2016-04-20T10:30:19","slug":"firmenumfrage-2016-deutsche-biotech-branche-zeigt-nachhaltiges-wachstum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/firmenumfrage-2016-deutsche-biotech-branche-zeigt-nachhaltiges-wachstum\/","title":{"rendered":"Firmenumfrage 2016: Deutsche Biotech-Branche zeigt nachhaltiges Wachstum"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die wichtigsten Kennzahlen haben erneut deutlich zugelegt, wie die zentralen Ergebnisse aus dem\u00a0 Branchenreport \u201eDie Deutsche Biotechnologie-Branche 2016\u201c von biotechnologie.de belegen.<\/strong><\/p>\n<p>Demnach ist der Umsatz im Jahr 2015 auf 3,28 Mrd. Euro angestiegen. Gegen\u00fcber dem Vorjahr ist dies ein kr\u00e4ftiges Plus von 8,3% (2014: 3,03 Mrd. Euro). \u00c4hnlich positiv ist der Trend bei den Ausgaben f\u00fcr Forschung und Entwicklung (F&amp;E). Mit 1,04 Mrd. Euro konnten sie um 8,8% zulegen. Damit liegen die Zahlen seit 2010 erstmals wieder \u00fcber der Milliardenmarke.<\/p>\n<h3>593 dedizierte Biotech-Firmen in Deutschland<\/h3>\n<p>Einen Zuwachs gab es auch bei den Mitarbeiterzahlen: In den dedizierten, also haupts\u00e4chlich mit Biotechnologie besch\u00e4ftigten Unternehmen wurden zum Ende des Jahres 2015 insgesamt 19.010 Arbeitspl\u00e4tze gez\u00e4hlt (2014: 17.930), mehr als 1.000 mehr als noch im Vorjahr (+5,5%). Die Zahl dieser Firmen ist auf aktuell 593 gestiegen (2014: 579), darunter waren zehn Neugr\u00fcndungen (2014:13). Damit befindet sich die Gr\u00fcndungsdynamik auf einem \u00e4hnlichen Niveau wie vergangenes Jahr.<\/p>\n<p>Als \u00fcbergeordnetes Thema ist die Biotechnologie auch von gro\u00dfer Relevanz in vielen Branchen: F\u00fcr\u00a0 insgesamt 133 weitere Unternehmen stellt die Biotechnologie ein Teil ihres Gesch\u00e4ftes dar (2014: 131). Dazu geh\u00f6ren unter anderem Konzerne aus der Pharma-, Chemie- und Lebensmittelindustrie. In den biotechnologisch ausgerichteten Bereichen dieser Unternehmen waren 20.250 Mitarbeiter t\u00e4tig (2014: 19.200). Zusammengerechnet ergibt das f\u00fcr 2015 insgesamt 39.260 Arbeitspl\u00e4tze in der kommerziellen Biotechnologie in Deutschland. (2014: 37.130)<\/p>\n<h3>Finanzierungen im Aufw\u00e4rtstrend<\/h3>\n<p>Auch im Finanzierungsbereich setzt sich ein Aufw\u00e4rtstrend fort: Demnach sind die Eigenkapitalinvestitionen im Jahr 2015 mit rund 550 Millionen Euro gegen\u00fcber 2014 um rund 37% gestiegen \u2013 seit 2010 ein neuer H\u00f6chststand. Vor allem beim Wagniskapital zeigt sich ein kr\u00e4ftiges Plus von 51% gegen\u00fcber dem Vorjahr. 2015 haben Privatinvestoren 260 Millionen Euro in deutsche Biotech-Firmen gesteckt. Etwa zwei Drittel des Geldes (167 Mio. Euro) gingen dabei auf das Konto der T\u00fcbinger Curevac, die eine Finanzierung der Bill-and-Melinda-Gates-Stiftung erhalten hatte (mehr&#8230;). Mit der Curetis AG ging im Jahr 2015 zudem ein weiterer deutscher Biotech-B\u00f6rsengang an der Mehrl\u00e4nderb\u00f6rse Euronext \u00fcber die B\u00fchne (mehr&#8230;).<\/p>\n<h3>Klinische Pipeline gut gef\u00fcllt<\/h3>\n<p>Die H\u00e4lfte aller Biotech-Firmen (50%) ist im Bereich Gesundheit aktiv. Bis heute haben deutsche Biotechnologie-Unternehmen zw\u00f6lf Therapeutika zur Zulassung gebracht. Die Gesamtzahl der Wirkstoffkandidaten in der klinischen Erprobung ist 2015 wieder leicht auf 100 gestiegen (2014: 97). Insgesamt 53 Unternehmen haben einen oder mehrere Medikamentenkandidaten in der klinischen Entwicklung (2014: 51). Vor allem in der klinischen Phase I sind mit 43 Wirkstoffen wieder deutlich mehr Biotech-Produkte auf den Weg gebracht worden. (2014: 39)\u00a0Die gro\u00dfe Mehrheit der &#8220;roten&#8221; Biotechnologie-Firmen\u00a0 (156) setzt auf Technologieplattformen oder hat Projekte in der pr\u00e4klinischen Forschung. Weitere\u00a0 86 Firmen\u00a0 (2014: 81) entwickeln Diagnostika.<\/p>\n<p>Krebsimmuntherapien made in Germany ziehen Aufmerksamkeit auf sich<br \/>\nIm Jahr 2015 waren verst\u00e4rkt Aktivit\u00e4ten in der Krebsimmuntherapie zu beobachten. So hat die in Mainz angesiedelte Biontech eine Partnerschaft mit Eli Lilly (mehr&#8230;)\u00a0und Sanofi (mehr&#8230;) geschlossen,\u00a0 die M\u00fcnchner Morphosys ist wiederum mit der Immatics aus T\u00fcbingen eine strategische Kooperation eingegangen (mehr&#8230;).\u00a0Auch die Evotec AG forscht\u00a0 inzwischen vermehrt auf diesem Gebiet, sie hat hierf\u00fcr ihre Allianz mit Sanofi und der \u00f6sterreichischen Apeiron erweitert (mehr&#8230;).\u00a0Gerade erst wurde zudem ein neues Start-up\u00a0mit Fokus Immuntherapie aus der\u00a0Taufe gehoben (mehr&#8230;).<\/p>\n<h3>2015: Millionenschwere Lizenzdeals mit internationalen Pharma-Firmen<\/h3>\n<p>Aber auch in anderen Feldern konnten deutsche Biotech-Firmen \u00fcberzeugen: Phenex (mehr&#8230;)\u00a0\u00a0und Glycotope (mehr&#8230;)\u00a0haben im Jahr 2015 millionenschwere Lizenzdeals abgeschlossen. Insgesamt haben 2015 zudem \u00a0zehn \u00dcbernahmen stattgefunden. F\u00fcr Aufsehen sorgte unter anderem der Kauf der G\u00f6ttinger Zelltechnik-Firma Stage cell therapeutics durch die US-Firma Juno Therapeutics (mehr&#8230;). Auch als Produktionsstandort f\u00fcr Biopharmazeutika ist Deutschland gefragt. So k\u00fcndigte der israelische Pharmakonzern Teva im Dezember 2015 an, Ulm k\u00fcnftig als Biotech-Drehscheibe ausbauen zu wollen (mehr&#8230;).\u00a0\u201eDie \u00dcbernahmen, Deals und Finanzierungen zeigen deutlich, dass deutsche Biotech-Firmen ein wachsendes Interesse internationaler Investoren und Firmen hervorrufen. Gerade in der Immuntherapie gibt es eine kritische Masse an Firmen, die vielversprechende Technologien vorweisen kann\u201c, kommentiert Sandra Wirsching, verantwortlich f\u00fcr die Studienabteilung bei der BIOCOM AG, die Ergebnisse des vorliegendes Branchenreports. Die nun vorgelegten Zahlen belegen zudem die im Januar vermeldeten Ergebnisse aus der\u00a0Trendumfrage von BIO Deutschland und transkript. Bereits damals zeigte sich ein\u00a0breiter Optimismus in der Branche (mehr&#8230;).<\/p>\n<h3>Gr\u00fcndungsdynamik flaut nicht ab<\/h3>\n<p>&#8220;Nicht best\u00e4tigen k\u00f6nnen wir eine abflauende Gr\u00fcndungsdynamik&#8221;, so Wirsching. Seit 2010 liegt die j\u00e4hrliche Zahl der Startups bei etwa\u00a027 pro Jahr, lediglich im Jahr 2012 gab es einen Peak auf 40. Gerade im ersten Quartal seien Aussagen \u00fcber das gerade abgelaufene Jahr jedoch schwierig zu treffen, betont\u00a0sie. Erfahrungsgem\u00e4\u00df verdoppele sich im Laufe des Jahres die tats\u00e4chliche Zahl an Neugr\u00fcndungen und auch noch drei Jahre sp\u00e4ter werden manche Startups erst tats\u00e4chlich operativ. &#8220;Aufgrund dieser Dynamik ver\u00e4ndert sich die Zahl der Neugr\u00fcndungen f\u00fcr jedes Jahr, je nachdem, wann man z\u00e4hlt. Wir gehen davon aus, dass wir Ende 2016 bei gut 20 Neugr\u00fcndungen f\u00fcr 2015 ankommen werden. Im vergangenen Jahr hatten wir zu Jahresbeginn 13 neue Firmen gez\u00e4hlt, zum Jahresende waren es dann 25 und im ersten Quartal\u00a0gab eine Firma bereits wieder ihre Liquidation bekannt.&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die wichtigsten Kennzahlen haben erneut deutlich zugelegt, wie die zentralen Ergebnisse aus dem\u00a0 Branchenreport \u201eDie Deutsche Biotechnologie-Branche 2016\u201c von biotechnologie.de belegen. Demnach ist der Umsatz im Jahr 2015 auf 3,28 Mrd. Euro angestiegen. Gegen\u00fcber dem Vorjahr ist dies ein kr\u00e4ftiges Plus von 8,3% (2014: 3,03 Mrd. 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