{"id":34138,"date":"2016-04-07T07:25:11","date_gmt":"2016-04-07T05:25:11","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=34138"},"modified":"2016-04-05T14:28:20","modified_gmt":"2016-04-05T12:28:20","slug":"pariser-start-up-gewinnt-bio-tinte-aus-bakterien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/pariser-start-up-gewinnt-bio-tinte-aus-bakterien\/","title":{"rendered":"Pariser Start-up gewinnt Bio-Tinte aus Bakterien"},"content":{"rendered":"<p>Eine Alternative zu petrochemischen Farbstoffen und herk\u00f6mmlichen Pflanzenfarben will das Start-up Pili gefunden haben. Es setzt auf Bakterienkolonien, die aus Zucker dunkelblaue Tinte machen.<\/p>\n<p>La Paillasse nennt sich in Paris ein Zentrum, das eine f\u00fcr jedermann zug\u00e4ngliche Wissenschaft repr\u00e4sentiert. Mitbegr\u00fcnder dieses offenen Labors f\u00fcr Biotechnologie ist Thomas Landrain. Zusammen mit einigen Laborkollegen hat er eine Tinte entwickelt, die durch Bakterien und ohne Chemikalien hergestellt wird. Das berichtet <a href=\"https:\/\/shop.heise.de\/katalog\/technology-review-04-2016\" target=\"_blank\">Technology Review<\/a> in der aktuellen April-Ausgabe.<\/p>\n<p>Blaue Bio-Tinte, die aus Zucker entsteht<br \/>\nAuf der Suche nach geeigneten Organismen f\u00fcr ihr Vorhaben lasen Landrain und die Designerin Marie-Sarah Adenis mehr als 200 Forschungsarbeiten und verbrachten Tage damit, Bakterienkolonien im Inkubator zu z\u00fcchten. Letztlich fiel die Wahl auf einen s\u00fcdamerikanischen Vertreter der Streptomyces-Bakterien. Ihn brachte die experimentierfreudige Truppe dazu, Zucker in dunkelblaue Farbe zu verwandeln. Nach Variationen der Versuchsanordnung \u2013 unterschiedliche Arten von Zucker, Temperaturen und Zeitintervalle \u2013 gelingt es den Forschern inzwischen, auf biotechnischem Weg auch Farben wie Rot, Gelb, Orange und Violett herzustellen. &#8220;Wir fragten uns, ob solch ein Weg, Farben zu produzieren, eine wirkliche Alternative zu den bereits existierenden petrochemischen Farbstoffen sein k\u00f6nnte&#8221;, berichtet Landrain. Denn herk\u00f6mmliche Farben enthalten in der Regel giftige Substanzen wie Blei und zum Teil sogar krebserregende Stoffe.<\/p>\n<p>Als Antwort ist aus dem Community-Projekt im vorigen Jahr das Pariser Start-up Pili hervorgegangen, das nicht nur in Sachen Biotinte f\u00fcr Schreibger\u00e4te und Drucker mit dem franz\u00f6sischen Schreibwarenhersteller BIC zusammenarbeitet. L\u00e4ngst hat die Gruppe aus synthetischen Biologen und Chemikern die erste Seite mit ihrer nat\u00fcrlichen, ungiftigen, recycelbaren oder biologisch abbaubaren Tinte gedruckt. Nun haben die Biohacker die Textilindustrie im Visier: Laut dem Magazin New Scientist versuchen sie, ihren Bakterienfarbstoff auch f\u00fcr Kleidung zu nutzen, etwa indem sie die Bakterien direkt auf den Stoffen z\u00fcchten. Wenn der F\u00e4rbevorgang beendet ist, werden die Einzeller entweder durch Hitze beseitigt oder mit einer Maschinenw\u00e4sche entfernt.<\/p>\n<p>Start-up Pili will lebendige Farben herstellen<br \/>\nHaupts\u00e4chlich arbeitet das Pili-Team derzeit daran, die Produktionskosten so weit zu senken, dass seine &#8220;Living Colours&#8221; etwa mit herk\u00f6mmlichen Pflanzenfarben konkurrieren k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus sondieren die Pariser Entrepreneure die Einsatzm\u00f6glichkeiten ihrer Farben in der Kosmetikindustrie. Denn f\u00fcr Landrain hat Pili &#8220;das Potenzial, ein universeller Anbieter von erneuerbaren Farben aus der Natur f\u00fcr die Industrie zu werden&#8221;. Ende des Jahres jedenfalls hofft die Truppe, mit den ersten Pili-Produkten am Markt vertreten zu sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Alternative zu petrochemischen Farbstoffen und herk\u00f6mmlichen Pflanzenfarben will das Start-up Pili gefunden haben. Es setzt auf Bakterienkolonien, die aus Zucker dunkelblaue Tinte machen. La Paillasse nennt sich in Paris ein Zentrum, das eine f\u00fcr jedermann zug\u00e4ngliche Wissenschaft repr\u00e4sentiert. Mitbegr\u00fcnder dieses offenen Labors f\u00fcr Biotechnologie ist Thomas Landrain. 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