{"id":33529,"date":"2016-03-15T07:37:31","date_gmt":"2016-03-15T06:37:31","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=33529"},"modified":"2021-09-09T21:41:58","modified_gmt":"2021-09-09T19:41:58","slug":"plastik-durchbruch-bei-co2-armer-herstellung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/plastik-durchbruch-bei-co2-armer-herstellung\/","title":{"rendered":"Plastik: Durchbruch bei CO<sub>2<\/sub>-armer Herstellung"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_33530\" aria-describedby=\"caption-attachment-33530\" style=\"width: 222px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-33530 \" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/20160310026-300x180.png\" alt=\"20160310026\" width=\"222\" height=\"133\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-33530\" class=\"wp-caption-text\">Matthew Kanan (rechts) mit Stanford-Kollegin (Foto: Mark Shwartz\/stanford.edu)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Forscher der Stanford University haben einen Weg gefunden, aus Kohlenstoffdioxid (CO<sub>2<\/sub>) und Pflanzenabfall Plastik herzustellen. Das neue Verfahren k\u00f6nnte eine CO<sub>2<\/sub>-arme Alternative zur bisherigen Produktion von Plastik aus Petroleum darstellen. &#8220;Unser Ziel ist es, Produkte, die aus Petroleum gewonnen werden, mit Plastik aus CO<sub>2<\/sub> zu ersetzen&#8221;, so Forscher Matthew Kanan.<\/strong><\/p>\n<h3>Alternative zu Petroleum<\/h3>\n<p>Die meisten Plastikprodukte werden zurzeit aus Polyethylenterephtalat (PET) hergestellt, welches aus Petroleum und Naturgas gewonnen wird. Bei bei der Herstellung einer Tonne PET werden vier Tonnen CO<sub>2<\/sub> erzeugt. Daher sucht die Forschung nach Alternativen zu PET. Eine w\u00e4re Polyethylenfurandicarbon (PEF). &#8220;PEF ist ein umweltschonender Ersatz f\u00fcr PET, weil Furandicarbons\u00e4ure (FDCA) aus der Biomasse gewonnen werden kann und daher kein Petroleum vonn\u00f6ten ist&#8221;, sagt Kanan.<\/p>\n<p>Die Industrie hat noch keinen Weg gefunden, die neue Technologie in der Massenproduktion kosteng\u00fcnstig anzuwenden. Die niederl\u00e4ndische Firma Avantium arbeitet derzeit an einem Weg, die Fruktose vom Maissirup in FDCA umzuwandeln. Dies w\u00fcrde jedoch zur steigenden Gesamternte f\u00fchren und bedarf neben viel Landfl\u00e4che und Energie auch D\u00fcnger und Wasser. &#8220;Die Verwendung von Fruktose verursacht einen starken CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck &#8211; und schlie\u00dflich konkurriert man auch mit der Nahrungsmittelindustrie&#8221;, verdeutlicht Kanan. Besser w\u00e4re also die FDCA-Gewinnung aus Pflanzen- oder Ernteabf\u00e4llen.<\/p>\n<h3>Transformation von FDCA in PEF<\/h3>\n<p>Das Team aus Stanford verwendete ein Karbonat in Kombination mit CO<sub>2<\/sub> und einem Furfural-Derivat zur Konvertierung von Pflanzenabfall zu FDCA. F\u00fcnf Stunden nach dem Erhitzen wurde das Gemisch in FDCA umgewandelt. Der n\u00e4chste Schritt, die Transformation von FDCA in PEF, ist ein bereits von vielen Forschern ge\u00fcbter Prozess. Dieser neue Weg zur Produktion von FDCA hat das Potenzial, die Treibhaus-Emissionen zu reduzieren. Denn das CO<sub>2<\/sub>, das ben\u00f6tigt wird, um PEF zu produzieren, kann von anderen Industrie-Anlagen abgezweigt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forscher der Stanford University haben einen Weg gefunden, aus Kohlenstoffdioxid (CO2) und Pflanzenabfall Plastik herzustellen. Das neue Verfahren k\u00f6nnte eine CO2-arme Alternative zur bisherigen Produktion von Plastik aus Petroleum darstellen. &#8220;Unser Ziel ist es, Produkte, die aus Petroleum gewonnen werden, mit Plastik aus CO2 zu ersetzen&#8221;, so Forscher Matthew Kanan. 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