{"id":33252,"date":"2016-03-07T07:36:51","date_gmt":"2016-03-07T06:36:51","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=33252"},"modified":"2016-03-06T16:39:23","modified_gmt":"2016-03-06T15:39:23","slug":"alternative-holzwerkstoffe-fuer-den-maschinen-und-anlagenbau-hochwertig-preisguenstig-nachhaltig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/alternative-holzwerkstoffe-fuer-den-maschinen-und-anlagenbau-hochwertig-preisguenstig-nachhaltig\/","title":{"rendered":"Alternative: Holzwerkstoffe f\u00fcr den Maschinen- und Anlagenbau \u2013 hochwertig, preisg\u00fcnstig, nachhaltig"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_33253\" aria-describedby=\"caption-attachment-33253\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-33253 \" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/PM_2016-08_Holzwerkstoffe_im_Masch.u.Anlagenbau_Anzeige3-300x162.jpg\" alt=\"PM_2016-08_Holzwerkstoffe_im_Masch.u.Anlagenbau_Anzeige3\" width=\"250\" height=\"135\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-33253\" class=\"wp-caption-text\">Auswahl im Forschungsprojekt gepr\u00fcfter Holzwerkstoffe mit Maschinenelement aus Holzwerkstoff. Foto: TU Chemnitz \/ Dr. S. Eichhorn<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Die Holzwerkstoffindustrie kann leistungsf\u00e4hige und im Vergleich zu bisherigen Materialien preisg\u00fcnstige Holzwerkstoffe f\u00fcr den Maschinen- und Anlagenbau herstellen und diese als Qualit\u00e4tshalbzeuge anbieten. Das ist das Fazit eines Vorhabens der TU Chemnitz und des Instituts f\u00fcr Holztechnologie Dresden. Die Partner erarbeiteten Kriterien f\u00fcr Materialeigenschaften und deren Variabilit\u00e4t, um die Eignung von Holzwerkstoffen f\u00fcr den Maschinen- und Anlagenbau zu bewerten. Darauf aufbauend erstellten sie Empfehlungen f\u00fcr das Werkstoffdesign, die Herstellung und die Anwendung der Holzwerkstoffe. Prototypisch entwickelten und pr\u00fcften die Projektpartner zwei Varianten plattenf\u00f6rmiger Furnierwerkstoffe, die sich als Qualit\u00e4tshalbzeuge im Maschinen- und Anlagenbau einsetzen lassen.<\/strong><\/p>\n<p>Das Vorhaben wurde vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft \u00fcber den Projekttr\u00e4ger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Die f\u00fcr die Berechnung von Bauteilen im Maschinen- und Anlagenbau ben\u00f6tigten detaillierten Materialkennwerte sind f\u00fcr Holzwerkstoffe oft unbekannt. Auch fehlt es an Kriterien, um deren Eignung als Konstruktionswerkstoffe gegen\u00fcber etablierten Materialien wie z.B. Metallen zu bewerten. Dies steht einer verst\u00e4rkten Anwendung derzeit noch entgegen.<\/p>\n<p>Dabei besitzt der nachwachsende Werkstoff Holz gegen\u00fcber den sonst \u00fcblichen metallischen Konstruktionswerkstoffen Vorteile. Je nach Holzwerkstoff sind dies z.B. geringe Kosten oder eine gute Eignung f\u00fcr den Leichtbau. Erfahrungen von Automobilherstellern zeigen au\u00dferdem, dass Produkte aus Holzwerkstoffen schwingungs- und ger\u00e4uschd\u00e4mpfend sind. Bei der \u00f6kologischen Bewertung anhand verf\u00fcgbarer Literaturdaten wiesen fast alle analysierten Holzwerkstoffe beim Treibhauspotenzial Vorteile gegen\u00fcber Aluminium, Baustahl und verzinktem Stahl auf, u.a. weil im Herstellungsprozess h\u00f6here Anteile erneuerbarer Energien zum Einsatz kommen.<\/p>\n<p>Dabei bleibt noch unber\u00fccksichtigt, dass Holzwerkstoffe aufgrund der geringeren Dichte mehr nutzbares Volumen f\u00fcr die Konstruktion zur Verf\u00fcgung stellen als metallische Konstruktionswerkstoffe. Das gesamte \u00f6kologische Potenzial von plattenf\u00f6rmigen Holzwerkstoffen l\u00e4sst sich insofern noch besser anhand einer angepassten Leichtbauweise f\u00fcr ein konkretes Produkt darstellen.<\/p>\n<p>Die Partner der TU Chemnitz, Professur F\u00f6rdertechnik, und des Instituts f\u00fcr Holztechnologie Dresden wollten geeignete Materialkennwerte und Kriterien definieren, mit denen eine einfache Bewertung des Einsatzes von Holzwerkstoffen im Maschinen- und Anlagenbau m\u00f6glich wird, um die Vorteile der Holzwerkstoffe so weiter konkretisieren und anschlie\u00dfend besser nutzen zu k\u00f6nnen. Ausgehend von dem Anwendungsszenario einer f\u00f6rdertechnischen Anlage erarbeiteten die Wissenschaftler Methoden zur statischen und dynamischen Pr\u00fcfung von Holzwerkstoffen sowie Bewertungskriterien zu deren Eignung als vorteilhaftem Konstruktionswerkstoff. Anschlie\u00dfend pr\u00fcften sie Beispiele aus verschiedenen Holzwerkstoffgruppen (Lagenholzwerkstoffe, OSB (Oriented Strand Board) und SWP (Solid Wood Panel)) in umfangreichen Testreihen, bewerteten diese anhand der Kriterien und analysierten Schwachstellen. Darauf aufbauend entwickelten sie hochwertige, plattenf\u00f6rmige Qualit\u00e4tshalbzeuge aus Buchen-WVC (Wood Veneer Composite, Holzfurnierlagenverbundwerkstoff) in zwei Verdichtungsstufen.<\/p>\n<p>Bei den durchgef\u00fchrten Werkstoffpr\u00fcfungen zeigte sich u. a., dass WVC mit dickeren Buchenfurnieren f\u00fcr Qualit\u00e4tshalbzeuge im Maschinenbau geeignet sind. Die WVC sollten maximal auf ca. 1,2 g\/cm<sup><sub>3<\/sub><\/sup> verdichtet werden; eine h\u00f6here Verdichtung w\u00e4re mit einem zunehmenden Materialeinsatz und h\u00f6heren Kosten verbunden.<\/p>\n<p>Aufbauend auf den Ergebnissen der dreij\u00e4hrigen Arbeiten folgern die Wissenschaftler, dass die Holzwerkstoffindustrie k\u00fcnftig qualitativ hochwertige Holzwerkstoffe f\u00fcr den Maschinen- und Anlagenbau herstellen und anbieten kann. Diese Qualit\u00e4tshalbzeuge sind durch eine geringe Dichte (z.B. im Vergleich zu Aluminiumlegierungen mit einer Dichte von 2,7 g\/cm<sup>3<\/sup>) und einstellbaren hohen mechanischen Eigenschaften mit niedriger Streuung gekennzeichnet. Zudem sind sie kosteng\u00fcnstiger.<\/p>\n<p>Die vollst\u00e4ndigen Ergebnisse stehen in den Abschlussberichten unter den F\u00f6rderkennzeichen <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=911&amp;alles=1&amp;status=Inhalt&amp;fkz=22011410&amp;suche=Stichwort%20eingeben!&amp;suchefkz=22011410&amp;sucheadresse=Namen%20eingeben!&amp;von=01.04.1992&amp;bis=02.03.2016&amp;zeitraum=formular&amp;minz=0&amp;maxz=1000&amp;anzahl=1000&amp;zurueck=1\" target=\"_blank\">22011410<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=911&amp;alles=1&amp;status=Inhalt&amp;fkz=22010111&amp;suche=Stichwort%20eingeben!&amp;suchefkz=22010111&amp;sucheadresse=Namen%20eingeben!&amp;von=01.04.1992&amp;bis=02.03.2016&amp;zeitraum=formular&amp;minz=0&amp;maxz=1000&amp;anzahl=1000&amp;zurueck=1\" target=\"_blank\">22010111<\/a> auf fnr.de zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Die Arbeiten zum Schwerpunkt: \u201eHolzwerkstoffe und Qualit\u00e4tshalbzeuge f\u00fcr den Maschinenbau\u201c sollen weitergef\u00fchrt werden. Akteure aus dem Maschinenbau, der Holzforschung und der Holzwerkstoffindustrie mit Interesse an einer Zusammenarbeit werden gebeten, sich bei der TU Chemnitz zu melden:<\/p>\n<p>Dr.-Ing. Sven Eichhorn<br \/>\nTel: 0371-531 35851<br \/>\nMail: <a href=\"mailto:sven.eichhorn@mb.tu-chemnitz.de\" target=\"_blank\">sven.eichhorn@mb.tu-chemnitz.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Holzwerkstoffindustrie kann leistungsf\u00e4hige und im Vergleich zu bisherigen Materialien preisg\u00fcnstige Holzwerkstoffe f\u00fcr den Maschinen- und Anlagenbau herstellen und diese als Qualit\u00e4tshalbzeuge anbieten. Das ist das Fazit eines Vorhabens der TU Chemnitz und des Instituts f\u00fcr Holztechnologie Dresden. 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