{"id":33065,"date":"2016-03-03T11:40:17","date_gmt":"2016-03-03T10:40:17","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=33065"},"modified":"2016-03-04T10:30:53","modified_gmt":"2016-03-04T09:30:53","slug":"21-billionen-umsatz-und-183-millionen-beschaeftigte-in-der-europaeischen-biooekonomie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/21-billionen-umsatz-und-183-millionen-beschaeftigte-in-der-europaeischen-biooekonomie\/","title":{"rendered":"2,1 Billionen Umsatz und 18,3 Millionen Besch\u00e4ftigte in der europ\u00e4ischen Bio\u00f6konomie"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff9900;\">English version: <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/2-1-trillion-turnover-and-18-3-million-employees-in-the-european-bioeconomy\" target=\"_blank\">https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/2-1-trillion-turnover-and-18-3-million-employees-in-the-european-bioeconomy<\/a><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><strong>Zur Bio\u00f6konomie z\u00e4hlen die Bereiche der \u00d6konomie, die erneuerbare biologische Ressourcen von Land und Meer nutzen \u2013 wie Kulturpflanzen, W\u00e4lder, Fische, Tiere und Mikroorganismen \u2013 um Lebens- und Futtermittel, Materialien und Energietr\u00e4ger zu produzieren. Eine neue Studie zeigt nun erstmalig, welche makro\u00f6konomische Effekte durch diese Aktivit\u00e4ten ausgel\u00f6st werden, vor allem welche Ums\u00e4tze und Besch\u00e4ftigungseffekte. Die Daten, generiert vom nova-Institut im Auftrag des Bio-based Industries Consortium (BIC), sollen j\u00e4hrlich aktualisiert werden.<\/strong><\/p>\n<p>Wichtigste Datenquelle f\u00fcr alle Sektoren der Bio\u00f6konomie war Eurostat. Einige Sektoren, wie z.B. die Holzindustrie, sind vollst\u00e4ndig bio-basiert und wurden daher komplett der Bio\u00f6konomie zugerechnet. F\u00fcr andere Sektoren wie z.B. die chemische Industrie, wurden die bio-basierten Anteile gesch\u00e4tzt und entsprechend in die Daten aufgenommen.<\/p>\n<p>Die Analyse der Eurostat-Daten zeigt, dass der Umsatz der gesamten Bio\u00f6konomie f\u00fcr die EU-28 im Jahr 2013 2,1 Billionen EUR ausmacht, dies umfasst Lebens- und Futtermittel sowie Getr\u00e4nke und die Prim\u00e4rsektoren Land- und Forstwirtschaft. Etwa die H\u00e4lfte des Umsatzes stammt aus dem Bereich Lebens- und Futtermittel sowie Getr\u00e4nken, fast ein Viertel aus den Prim\u00e4rsektoren Land- und Forstwirtschaft. Das andere Viertel wird von den sogenannten bio-basierten Industrien generiert, das sind vor allem Chemie und Kunststoffe, Pharmazeutika, Zellstoff und Papier, Holzindustrie, Textilien, Biokraftstoffe und Bioenergie.<\/p>\n<p>In der Bio\u00f6konomie arbeiten insgesamt 18,3 Millionen Menschen. Die Biomasse-Prim\u00e4rproduktion, vor allem die Landwirtschaft sowie Forstwirtschaft und Fischerei, schafft den gr\u00f6\u00dften Anteil der Arbeitspl\u00e4tze (58%), aber nur einen geringen Umsatzanteil (21%). Die Daten zeigen zudem einen klaren Unterschied zwischen verschiedenen Gruppen von EU-Mitgliedsl\u00e4ndern: So sind osteurop\u00e4ische L\u00e4nder wie Polen, Rum\u00e4nien und Bulgarien offensichtlich st\u00e4rker in den Sektoren der Bio\u00f6konomie mit geringer Wertsch\u00f6pfung, die aber eine hohe Besch\u00e4ftigung generieren. Im Vergleich hierzu erwirtschaften L\u00e4nder in West- und Nordeuropa eine erheblich h\u00f6here Wertsch\u00f6pfung mit vergleichsweise geringeren Arbeitsplatzeffekten. L\u00e4nder mit dem gr\u00f6\u00dften Verh\u00e4ltnis von Umsatz zu Besch\u00e4ftigung sind Irland, Finnland und Belgien.<\/p>\n<p>\u201eVon besonderem Interesse\u201c, so Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des nova-Instituts Michael Carus, \u201eist der oft untersch\u00e4tzte Bereich der sog. bio-basierten Industrien, wie vor allem Chemie und Kunststoffe, Pharmazeutika, Zellstoff und Papier, Forst- und Holzwirtschaft, Textilien, Biokraftstoffe und Bioenergie. In diesem Bereich wurde im Jahr 2013 in der EU-28 ein beachtlicher Umsatz von 600 Milliarden EUR generiert und insgesamt 3,2 Millionen Menschen besch\u00e4ftigt\u201c.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-33070\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/16-03Turnover-in-the-EU-bio-based-eocnomy-1024x768.jpg\" alt=\"16-03Turnover in the EU bio-based eocnomy\" width=\"499\" height=\"374\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2016\/03\/16-03Turnover-in-the-EU-bio-based-eocnomy-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2016\/03\/16-03Turnover-in-the-EU-bio-based-eocnomy-300x225.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2016\/03\/16-03Turnover-in-the-EU-bio-based-eocnomy-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 499px) 100vw, 499px\" \/>Die Daten zeigen insgesamt einen leichten Anstieg des bio-basierten Anteils in der Chemischen Industrie und zwar f\u00fcr EU-28 von 5% n 2008 auf 6% in 2013. Die Rohstoffe der Chemischen Industrie sind zu etwa 50% organische (fossile und Biomasse) und zu etwa 50% in anorganische (Mineralien und Metalle).<\/p>\n<p>Bezieht man die Anteile nur auf den organischen Teil, so steigt der bio-basierte Anteil von etwa 10% im Jahr 2008 auf 12% in 2013. D\u00e4nemark \u00fcbertrifft alle anderen Mitgliedsl\u00e4nder mit dem h\u00f6chsten bio-basierten Anteil in seiner chemischen Industrie, dies prim\u00e4r wegen der hohen Produktion von Enzymen. Lettland und Schweden liegen auf den n\u00e4chsten Pl\u00e4tzen, vor allem wegen ihrer hohen Holzkohle- bzw. Tall\u00f6l-Produktion.<\/p>\n<p>In Bezug auf Investitionen zeigt die letzte Umfrage aus dem Jahr 2014, dass BIC-Mitglieder beabsichtigen, in den Jahren 2014 und 2015 1,1 Milliarden EUR in bio-basierte Industrien zu investieren \u2013 und dabei vor allem in Demonstrations- und Leuchtturmprojekte, davon 820 Millionen EUR aus privatem Kapital. Weitere private Investitionen in H\u00f6he von 2,1 Milliarden EUR planen BIC-Mitglieder in den Jahren 2014 bis 2020. Kurzfristige Investitionen finden zumeist in den Bereichen Lignocellulose und forst- und holzbasierte Wertsch\u00f6pfungsketten statt.<br \/>\nDer vollst\u00e4ndige Report steht unter den folgenden Links zum Download zur Verf\u00fcgung:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/markets\" target=\"_blank\">www.bio-based.eu\/markets<\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr weitere Daten zur bio-basierten \u00d6konomie, auch auf Ebene der Mitgliedsl\u00e4nder, wende man sich bitte direkt an Michael Carus (<a href=\"mailto:michael.carus@nova-institut.de\" target=\"_blank\">michael.carus@nova-institut.de<\/a>) vom nova-Institut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00dcber das nova-Institut<\/h3>\n<p>Das nova-Institut wurde 1994 als privates und unabh\u00e4ngiges Institut gegr\u00fcndet und ist im Bereich der Forschung und Beratung t\u00e4tig. Der Fokus liegt auf der bio-basierten und der CO<sub>2<\/sub>-basierten \u00d6konomie in den Bereichen Rohstoffversorgung, technisch-\u00f6konomische Evaluierung, Marktforschung, \u00d6kobilanzen (LCA), \u00d6ffentlichkeitsarbeit, B2B-Kommunikation und politischen Rahmenbedingungen. Mit einem Team von 25 Mitarbeitern erzielt das nova-Institut einen j\u00e4hrlichen Umsatz von \u00fcber 2 Mio. \u20ac.Mehr<\/p>\n<h3>\u00dcber das Bio-based Industries Consortium<\/h3>\n<p>Das \u201eBio-based Industries Consortium (BIC)\u201c ist eine in Br\u00fcssel angesiedelte gemeinn\u00fctzige Organisation. Es repr\u00e4sentiert die Privatwirtschaft in einer Public-Private-Partnerhip (PPP) bio-basierter Branchen (bio-based Industries, BBI) mit der EU.<\/p>\n<p>Pressemitteilung als PDF: <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/16-03-03-PM-Europas-Biooekonomie-in-Zahlen.pdf\">16-03-03 PM Europas Biooekonomie in Zahlen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>English version: https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/2-1-trillion-turnover-and-18-3-million-employees-in-the-european-bioeconomy Zur Bio\u00f6konomie z\u00e4hlen die Bereiche der \u00d6konomie, die erneuerbare biologische Ressourcen von Land und Meer nutzen \u2013 wie Kulturpflanzen, W\u00e4lder, Fische, Tiere und Mikroorganismen \u2013 um Lebens- und Futtermittel, Materialien und Energietr\u00e4ger zu produzieren. 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