{"id":33031,"date":"2016-03-03T07:29:52","date_gmt":"2016-03-03T06:29:52","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=33031"},"modified":"2021-09-09T21:42:07","modified_gmt":"2021-09-09T19:42:07","slug":"power-to-gas-leuchtturmprojekt-betreiber-und-standort-gefunden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/power-to-gas-leuchtturmprojekt-betreiber-und-standort-gefunden\/","title":{"rendered":"Power-to-Gas-Leuchtturmprojekt: Betreiber und Standort gefunden"},"content":{"rendered":"<p><strong>Im \u00f6ffentlichen Vergabewettbewerb konnte sich die Energiedienst AG mit ihrem Konzept durchsetzen: Das Versorgungsunternehmen wird direkt an seinem Laufwasserkraftwerk im s\u00fcdbadischen Wyhlen die Power-to-Gas-Anlage zur Herstellung von erneuerbarem Wasserstoff betreiben. Die industrielle Anlage ist das zentrale Element des vom Zentrum f\u00fcr Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-W\u00fcrttemberg (ZSW) koordinierten Leuchtturmprojektes. Ziel ist es, die Technologie fit f\u00fcr den Mobilit\u00e4tsmarkt zu machen.<\/strong><\/p>\n<p>Die Entscheidung, wo und von wem die Power-to-Gas-Anlage mit ihren zahlreichen Alleinstellungsmerkmalen betrieben wird, ist gefallen: Die geplante Megawatt(MW)-Elektrolyse wird am Laufwasserkraftwerk Wyhlen im Landkreis L\u00f6rrach errichtet und soll ab 2017 in den kommerziellen Betrieb gehen. Das Versorgungsunternehmen Energiedienst wird mit einem Teil seines dort erzeugten \u00d6kostroms regenerativen Wasserstoff produzieren. Dieser sogenannte eH<sub>2<\/sub> soll anschlie\u00dfend in der Wasserstoff-Mobilit\u00e4t genutzt werden. Perspektivisch k\u00f6nnen allein mit dieser Industrieanlage mehr als 1.000 Brennstoffzellenfahrzeuge klimaneutral mobil sein.<\/p>\n<p>\u201eDer Standort Wyhlen und der Betreiber Energiedienst erf\u00fcllen alle Voraussetzungen f\u00fcr einen erfolgreichen und dauerhaften Betrieb der Anlage. Die Rahmenbedingungen in diesem industriellen Umfeld sind zudem ideal, um unsere technologischen Weiterentwicklungen zu erproben\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Michael Specht, Leiter des ZSW-Fachgebiets Regenerative Energietr\u00e4ger und Verfahren. Die Kombination aus Power-to-Gas und Wasserkraft\u00a0 sei optimal, so Specht \u201eMit Power-to-Gas wird die konstante Stromerzeugung aus Wasserkraft flexibel und nachfrageorientiert; zugleich kann mit dem 100%igen \u00d6kostrom CO<sub>2<\/sub>-freier Wasserstoff f\u00fcr die nachhaltige Mobilit\u00e4t der Zukunft erzeugt werden.\u201c<\/p>\n<p>Im Rahmen des von der baden-w\u00fcrttembergischen Landesregierung gef\u00f6rderten Leuchtturmprojektes wird neben der 1 MW Power-to-Gas-Anlage nach heutigem Stand der Technik eine optimierte 300-Kilowatt-Elektrolyse des ZSW und seiner Partner erprobt. Die Betriebsweisen der beiden Anlagen werden intensiv vermessen und ausgewertet. So wollen die Forscher der Industrie einen \u00a0Leitfaden f\u00fcr den effizienten und wirtschaftlichen Betrieb von Power-to-Gas an die Hand geben. Neben der Kernkomponente Elektrolyse sollen dazu auch die weiteren Bauteile, wie etwa Verdichter, Gleichrichter und Druckbeh\u00e4lter, analysiert werden, um sie k\u00fcnftig effizienter und kosteng\u00fcnstiger produzieren zu k\u00f6nnen. Von den Ergebnissen sollen Energieversorger, Automobilhersteller und Unternehmen aus dem Maschinen-, Komponenten- und Anlagenbau profitieren.<\/p>\n<p>Neben dem ZSW als Koordinator sind folgende Forschungseinrichtungen ma\u00dfgeblich am Projekt beteiligt: das Deutsche Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR), das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Solare Energiesysteme (ISE) und die DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts f\u00fcr Technologie (KIT). Abgesehen von der Energiedienst AG z\u00e4hlen bislang die Daimler AG, der Zweckverband RBB B\u00f6blingen, die Stadtwerke Sindelfingen sowie die Landesagentur f\u00fcr Elektromobilit\u00e4t und Brennstoffzellentechnologie Baden-W\u00fcrttemberg (e-mobil BW) zu den Partnern.<\/p>\n<p>Das Ministerium f\u00fcr Finanzen und Wirtschaft Baden-W\u00fcrttemberg f\u00f6rdert das Leuchtturmprojekt mit insgesamt 4,5 Millionen Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im \u00f6ffentlichen Vergabewettbewerb konnte sich die Energiedienst AG mit ihrem Konzept durchsetzen: Das Versorgungsunternehmen wird direkt an seinem Laufwasserkraftwerk im s\u00fcdbadischen Wyhlen die Power-to-Gas-Anlage zur Herstellung von erneuerbarem Wasserstoff betreiben. Die industrielle Anlage ist das zentrale Element des vom Zentrum f\u00fcr Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-W\u00fcrttemberg (ZSW) koordinierten Leuchtturmprojektes. 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