{"id":32294,"date":"2016-02-11T07:32:35","date_gmt":"2016-02-11T06:32:35","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=32294"},"modified":"2021-09-09T21:42:11","modified_gmt":"2021-09-09T19:42:11","slug":"neues-elektrolyseprojekt-macht-power-to-gas-wirtschaftlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neues-elektrolyseprojekt-macht-power-to-gas-wirtschaftlich\/","title":{"rendered":"Neues Elektrolyseprojekt macht Power-to-Gas wirtschaftlich"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie mithilfe von Fahrzeugtechnologie kosteng\u00fcnstig Wasserstoff hergestellt werden kann, erforscht der Engineering-Partner IAV zusammen mit dem Zentrum f\u00fcr Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-W\u00fcrttemberg (ZSW), dem Reiner Lemoine Institut (RLI) und der Wasserelektrolyse Hydrotechnik (HT). Im Rahmen des Projekts \u201eecoPtG\u201c entwickeln die Forscher und Ingenieure einen alkalischen Wasserelektrolyseur mit einer Leistung von 100 Kilowatt. Damit wollen sie die wirtschaftliche Herstellung von CO<sub>2<\/sub>-neutralem Wasserstoff demonstrieren und die Speicherung von Strom erm\u00f6glichen.<\/strong><\/p>\n<p>Im Zuge der Energiewende wird zunehmend Strom aus fluktuierenden Quellen erzeugt. Die Energiegewinnung aus Sonne und Wind ist abh\u00e4ngig von der Witterung und starken Schwankungen unterworfen. So entstehen regional Situationen, bei denen die regenerative Stromproduktion den Bedarf zeitweise u\u0308bersteigt. Bei der L\u00f6sung dieser Herausforderung und bei der Dekarbonisierung des Verkehrs, also einem Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energietr\u00e4ger, spielt Wasserstoff \u2013 erzeugt im sogenannten Power-to-Gas-Verfahren \u2013 eine Schl\u00fcsselrolle: Durch die Umwandlung von Strom zu Gas wird Sonnen- und Windenergie speicherbar. Bei Bedarf kann der Wasserstoff r\u00fcckverstromt oder aber als klimafreundlicher Kraftstoff von Brennstoffzellenfahrzeugen genutzt werden.<\/p>\n<p>Bisher standen die hohen Investitionskosten gerade bei kleineren Elektrolyseuren einer Markteinf\u00fchrung im Wege. Die Partner IAV, ZSW, RLI und HT wollen dies mit ihrem Projekt \u201eecoPtG\u201c \u00e4ndern: Durch ein einfaches Konzept, vereinfachte Fertigungsverfahren und g\u00fcnstige Materialien wie Kunststoff soll die geplante alkalische 100- Kilowatt-Elektrolyse fit f\u00fcr den Markt werden. Um das zu erreichen, nutzen die Projektpartner vor allem die Erfahrungen der Automobilindustrie. Im Fokus stehen dabei die Leistungselektronik, Steuerung und Sensorik sowie verfahrenstechnische Komponenten, etwa f\u00fcr die Temperierung und Medienkreisl\u00e4ufe. Viele dieser Komponenten werden f\u00fcr Autos mit verschiedenen Antriebstechniken g\u00fcnstig in Gro\u00dfserie hergestellt \u2013 und erf\u00fcllen zugleich die Anforderungen der Elektrolyse. Im Rahmen von \u201eecoPtG\u201c wird gepr\u00fcft, wie genau der Technologietransfer erfolgen kann.<\/p>\n<p>\u201eWasserstoff ist eine wichtige Option f\u00fcr die k\u00fcnftige, nachhaltige Mobilit\u00e4t und damit f\u00fcr das Gelingen der Energiewende insgesamt. Das ZSW erforscht, konstruiert und betreibt daher seit vielen Jahren Elektrolyse-Anlagen bis in den Megawatt-Ma\u00dfstab. Wir wollen nun im Rahmen von \u201aecoPtG\u2018 zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit dieser klimafreundlichen Technologie beitragen\u201c, sagt Dr. Michael Specht, Leiter des ZSW-Fachgebiets Regenerative Energietr\u00e4ger und Verfahren.<\/p>\n<p>Das Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie f\u00f6rdert das Projekt \u201eecoPtG\u201c aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages mit insgesamt rund 4,75 Millionen Euro.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00dcber das Zentrum f\u00fcr Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung<\/h3>\n<p>Das Zentrum f\u00fcr Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-W\u00fcrttemberg (ZSW) geh\u00f6rt zu den f\u00fchrenden Instituten f\u00fcr angewandte Forschung auf den Gebieten Photovoltaik, regenerative Kraftstoffe, Batterietechnik und Brennstoffzellen sowie Energiesystemanalyse. An den drei ZSW-Standorten Stuttgart, Ulm und Widderstall sind derzeit rund 230 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker besch\u00e4ftigt. Hinzu kommen 70 wissenschaftliche und studentische Hilfskr\u00e4fte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie mithilfe von Fahrzeugtechnologie kosteng\u00fcnstig Wasserstoff hergestellt werden kann, erforscht der Engineering-Partner IAV zusammen mit dem Zentrum f\u00fcr Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-W\u00fcrttemberg (ZSW), dem Reiner Lemoine Institut (RLI) und der Wasserelektrolyse Hydrotechnik (HT). Im Rahmen des Projekts \u201eecoPtG\u201c entwickeln die Forscher und Ingenieure einen alkalischen Wasserelektrolyseur mit einer Leistung von 100 Kilowatt. 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