{"id":31157,"date":"2015-12-18T07:12:00","date_gmt":"2015-12-18T06:12:00","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.biotechnologie.de%2FBIO%2FNavigation%2FDE%2Froot%2Cdid%3D185194.html"},"modified":"2015-12-16T11:08:51","modified_gmt":"2015-12-16T10:08:51","slug":"teva-baut-modernste-biotechanlage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/teva-baut-modernste-biotechanlage\/","title":{"rendered":"Teva baut modernste Biotechanlage"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der weltweit t\u00e4tige Arzneimittelkonzern Teva baut seine Biotechanlage zur Herstellung biotechnologischer Wirkstoffe der modernsten Generation am deutschen Standort in Ulm massiv aus. Damit wird Ulm f\u00fcr Teva zur Drehscheibe seiner Biotechaktivit\u00e4ten. Das Investment umfasst einen h\u00f6heren dreistelligen Millionenbetrag. Zus\u00e4tzlich zu den Produktions-Neubauten werden auch Support-Funktionen wie Qualit\u00e4tskontrolle, Verwaltung und Infrastruktur geschaffen. Insgesamt ist ein Ausbau von bis zu 300 neuen Arbeitspl\u00e4tzen vorgesehen. Teva t\u00e4tigt mit dieser Entscheidung in Ulm die gr\u00f6\u00dfte Einzelinvestition weltweit in einen Standort.<\/strong><\/p>\n<p>Dass der Konzern sich entschieden hat, den Neubau einer Produktionsanlage zur Herstellung von biotechnologischen Wirkstoffen an den deutschen Standort zu vergeben, \u201everdanken wir vor allem dem bereits bei uns in Ulm vorhandenen Know-How auf dem Gebiet dieser biotechnologischen Produktionstechnik sowie dem Umstand, dass die Ulmer Niederlassung mit ihrer komplett alle Bereiche abdeckenden Struktur generell einen starken Standort innerhalb der Teva darstellt\u201c, betont Dr. med. Markus Leyck Dieken, General Manager der Teva in Deutschland. Am Ulmer Standort befindet sich schon eine Biotechanlage, aus der in den letzten sechs Jahren bereits vier biotechnologisch hergestellte Arzneimittel zur Marktreife gebracht wurden.\u00a0\u201eMit der neuen Anlage, die einen\u00a0Quantensprung gegen\u00fcber der bisherigen darstellt, sowohl was das bauliche Ausma\u00df als auch das produzierte Volumen anbelangt, wird der Ulmer Standort innerhalb der globalen Teva zu der Biotech-Drehscheibe. Mit unserem Qualit\u00e4tsvorsprung entwickelt sich der deutsche Standort damit immer mehr zum High-Tech-Standort der Teva\u201c, so Dr. med. Markus Leyck Dieken.<\/p>\n<h3>Schaffung neuer qualifizierter und attraktiver Arbeitspl\u00e4tze<\/h3>\n<p>Aktuell laufen die Planungsvorbereitungen hinsichtlich der Bauma\u00dfnahmen und vor allem der Prozesstechnik. Denn die Prozesstechnik biotechnologischer Herstellungsanlage ist sehr diffizil und wird individuell auf das definierte Produktportfolio zugeschnitten. Der Beginn der baulichen Ma\u00dfnahmen erfolgt im Verlauf der zweiten Jahresh\u00e4lfte 2016. Gerechnet wird mit einer etwa zweij\u00e4hrigen Bauzeit. Mit der Erweiterung verbunden, ist auch ein Ausbau von bis zu 300 neuen qualifizierten und attraktiven Arbeitspl\u00e4tzen. Das betrifft neben der biotechnologischen Produktion auch die Bereiche Qualit\u00e4tskontrolle und Verwaltung. Erste neue Stellen werden bereits im Laufe des Jahres 2016 besetzt.<\/p>\n<h3>Herstellung modernster biotechnologischer Wirkstoffe<\/h3>\n<p>Die Investitionen umfassen den Neubau mit Produktionsanlagen zur Herstellung von biotechnologischen Wirkstoffen aus tierischen Zellkulturen sowie Support Funktionen wie Qualit\u00e4tskontrolle, Verwaltung und Infrastruktur. \u201eMit diesem Investment sichert sich der Konzern den am st\u00e4rksten wachsenden Zukunftsmarkt f\u00fcr Arzneimittel und unterstreicht mit dieser Entscheidung die Wettbewerbsf\u00e4higkeit des deutschen Standorts\u201c, so Dr. Hermann Allgaier, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Biotec in Ulm. \u201eS\u00fcddeutschland und speziell die Region Ulm\/Oberschwaben hat sich zu einem weltweiten biotechnologischen Zentrum entwickelt\u201c, so Dr. Allgaier. Teva ist mit der neuen biotechnologischen Produktion in der Lage, monoklonale\u00a0Antik\u00f6rper, f\u00fcr eine Vielzahl von Indikationen am Standort Ulm herzustellen. Monoklonale Antik\u00f6rper stellen innerhalb der Biopharmazeutika den gr\u00f6\u00dften Wachstumsmarkt dar. \u201eWobei es unabh\u00e4ngig ist, ob es sich um innovative Wirkstoffe oder biotechnologisch hergestellte Nachahmerprodukte, den sogenannten Biosimilars, handelt. Hergestellt werden, kann und wird Beides\u201c, betont Dr. Allgaier. In der bereits bestehenden Produktionsanlage stellt Teva biotechnologische Wirkstoffe der ersten Generation her.<\/p>\n<h3>Biotechnologika: wachsender Zukunftsmarkt bei Arzneimitteln<\/h3>\n<p>Seit Einf\u00fchrung der ersten Biopharmazeutika vor \u00fcber 30 Jahren hat sich die medizinische Biotechnologie besonders in Deutschland als wichtiger Wirtschaftsfaktor etabliert, mit steigenden Ums\u00e4tzen \u2013 2014: rund 7,5 Milliarden Euro \u2013 und inzwischen \u00fcber 37.000 meist hoch qualifizierten Arbeitspl\u00e4tzen<sup>1<\/sup>. Waren es in Deutschland im Jahr 2005 noch 155 zugelassene Biopharmazeutika, betrug die Zahl in 2014 bereits 226. Damit hat sich der Marktanteil am gesamten Pharmamarkt von 12 auf 22 Prozent fast verdoppelt<sup>1<\/sup>. Der weltweite Umsatz mit Biopharmazeutika betrug 2013 mehr als 140 Milliarden US-Dollar<sup>2<\/sup>, dabei stammen f\u00fcnf der zehn umsatzst\u00e4rksten Medikamente aus der Biotechnologie<sup>3<\/sup>. Bezogen auf die Produktion von Biopharmazeutika hat Deutschland mit 23 produzierten und in der EU zugelassenen biopharmazeutischen Wirkstoffen die Spitzenposition in Europa inne<sup>1<\/sup>. Es besteht kein Zweifel, dass Biopharmazeutika die Zukunft geh\u00f6rt.<\/p>\n<p><sup>1<\/sup> Medizinische Biotechnologie in Deutschland 2015, BCG\/vfa bio<br \/>\n<sup>2<\/sup> Walsh G. (2014) Nature Biotechnology 32: 992\u20131000<br \/>\n<sup>3<\/sup> IMS Health (2014)Top 20 Global Products 2013<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der weltweit t\u00e4tige Arzneimittelkonzern Teva baut seine Biotechanlage zur Herstellung biotechnologischer Wirkstoffe der modernsten Generation am deutschen Standort in Ulm massiv aus. Damit wird Ulm f\u00fcr Teva zur Drehscheibe seiner Biotechaktivit\u00e4ten. Das Investment umfasst einen h\u00f6heren dreistelligen Millionenbetrag. Zus\u00e4tzlich zu den Produktions-Neubauten werden auch Support-Funktionen wie Qualit\u00e4tskontrolle, Verwaltung und Infrastruktur geschaffen. 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