{"id":31136,"date":"2015-12-16T07:32:51","date_gmt":"2015-12-16T06:32:51","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=31136"},"modified":"2015-12-15T12:29:17","modified_gmt":"2015-12-15T11:29:17","slug":"jennewein-biotechnologie-finanzspritze-fuer-wachstumskurs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/jennewein-biotechnologie-finanzspritze-fuer-wachstumskurs\/","title":{"rendered":"Jennewein Biotechnologie: Finanzspritze f\u00fcr Wachstumskurs"},"content":{"rendered":"<p>Nahrungserg\u00e4nzungsmittel sind ein lukratives Gesch\u00e4ft im Lebensmittelsektor. Die\u00a0Glykobiotechnologie-Spezialisten der\u00a0Jennewein Biotechnologie GmbH haben ein Verfahren entwickelt, um\u00a0spezielle Milchzucker mithilfe von Mikroben herzustellen, die sonst nur in der Muttermilch vorkommen. Diese werden inzwischen Herstellern von Babynahrung angeboten. Um den weiteren Aufbau von Produktionskapazit\u00e4ten voranzutreiben, hat das rheinland-pf\u00e4lzische Unternehmen nun ein Darlehen von der Europ\u00e4ischen Investitionsbank (EIB) in H\u00f6he von 10 Millionen Euro erhalten.<\/p>\n<p>In den zur\u00fcckliegenden\u00a0zehn Jahren hat sich die Jennewein Biotechnologie von einem rein auf Forschung und Entwicklung fokussierten Unternehmen zu einem produzierenden Unternehmen der industriellen Biotechnologie entwickelt. Die Kernexpertise der Firma mit Sitz in Rheinbreitbach\u00a0liegt in der Glykobiotechnologie. Mithilfe von Mikroorganismen werden seltene funktionale Zucker hergestellt, darunter sogenannte humane Milch-Oligosaccharide (HMOs), die in der Natur nur in Muttermilch vorkommen. Die Firma besetzt damit einen wichtigen Markt: Schon seit langem suchen zum Beispiel\u00a0Hersteller von Babynahrung nach Wegen, die humanen Milchzucker industriell herzustellen und gezielt in Lebensmitteln anzureichern. Von diesen Zus\u00e4tzen k\u00f6nnen vor allem S\u00e4uglinge profitieren, die nicht gestillt werden k\u00f6nnen. Doch wegen ihrer komplexen Molek\u00fclstruktur war man\u00a0lange nicht in der Lage, die humanen Milchzucker k\u00fcnstlich zu produzieren und so\u00a0musste man\u00a0auf den Einsatz von\u00a0 Fucosyllactose in S\u00e4uglingsnahrungs- und Kindernahrungsprodukten verzichten.<\/p>\n<p>Milckzucker f\u00fcr Babynahrung oder therapeutische Nahrungsmittel<\/p>\n<p>Die Jennewein Biotechnologie GmbH hat mit seinem Team in den vergangen Jahren erfolgreich ein biotechnisches Herstellungsverfahren entwickelt. Dazu haben die Forscher Bakterien gentechnisch so umger\u00fcstet, dass sie fortan als Zucker-Zellfabriken arbeiten k\u00f6nnen. Gef\u00fcttert werden die Mikroorganismen in gro\u00dfen Produktionstanks mit Kohlenhydraten, die aus nachwachsenden Rohstoffen stammen. \u201eDie Fucosyllactose geben die Mikroben in die N\u00e4hrl\u00f6sung ab\u201c, erl\u00e4utert Klaus Jennewein, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Mitbegr\u00fcnder von Jennewein Biotechnologie. Die Molek\u00fcle verf\u00fcgen nach Unternehmensangaben \u00fcber viele positive Eigenschaften: Sie sch\u00fctzen vor Infektionen, mindern das Risiko von Allergien sowie Entz\u00fcndungen und unterst\u00fctzen den Aufbau des Gehirns. HMOs k\u00f6nnten nicht nur als Inhaltsstoff von S\u00e4uglingsnahrung eingesetzt werden, sondern auch als Nahrungserg\u00e4nzungsmittel oder therapeutisches Nahrungsmittel, die Behandlung von bestimmten Krankheiten oder Risikopatienten unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Schlagzeilen sorgte das Unternehmen mit derzeit 25 Mitarbeitern im Jahr 2011 mit einer exklusiven Kooperation mit dem US-amerikanischen Unternehmen Pfizer. Mittlerweile hat Pfizer seine Sparte Nutrition an den Schweizer Konsumg\u00fcterkonzern Nestl\u00e9 verkauft. \u201eDamit endete auch die Kooperation. Wir bieten unsere humanen Milchzucker nun nicht-exklusiv allen Interessierten an\u201c, erl\u00e4utert Jennewein. Um die gro\u00dfe Nachfrage zu bedienen, hat das mittelst\u00e4ndische Unternehmen seine Produktionskapazit\u00e4ten ausgebaut und 2014 auf dem Firmengel\u00e4nde eine nagelneue Produktionsanlage errichtet, in der\u00a030 Tonnen Fucosyllactose j\u00e4hrlich hergestellt werden k\u00f6nnen. Nun\u00a0wird eine weitere Expansion der Produktionsmengen angestrebt.\u00a0Die Basis daf\u00fcr soll unter anderem ein Darlehen in H\u00f6he von 10 Millionen Euro der Europ\u00e4ischen Investitionsbank (EIB) sein. \u201eDas Darlehen wird es der Firma erm\u00f6glichen, auf ihrer technologischen Spitzenstellung aufzubauen und zum marktf\u00fchrenden\u00a0 Anbieter von funktionellen Zuckern f\u00fcr die Lebensmittelindustrie zu werden\u201c, sagt Klaus Jennewein. Die Darlehenssumme von zehn Millionen Euro stammt aus dem Innovfin-Programm von Europ\u00e4ischer Kommission und Europ\u00e4ischer Investitionsbank-Gruppe, welches wiederum\u00a0durch das EU-Forschungsprogramm\u00a0Horizont 2020 bereit gestellt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nahrungserg\u00e4nzungsmittel sind ein lukratives Gesch\u00e4ft im Lebensmittelsektor. 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