{"id":31000,"date":"2015-12-10T07:32:20","date_gmt":"2015-12-10T06:32:20","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=31000"},"modified":"2015-12-09T17:53:51","modified_gmt":"2015-12-09T16:53:51","slug":"moos-radio-energie-aus-photo-mikrobischen-brennstoffzellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/moos-radio-energie-aus-photo-mikrobischen-brennstoffzellen\/","title":{"rendered":"Moos Radio: Energie aus photo-mikrobischen Brennstoffzellen"},"content":{"rendered":"<p>Das Moos-Radio Moss FM ist eine Machbarkeitsstudie zur Anwendung von photo-mikrobischen Brennstoffzellen (pMFCs) im Alltag. Entstanden ist das Objekt von Fabienne Felder in Zusammenarbeit mit Dr. Paolo Bombelli und Ross Dennis der Universit\u00e4t Cambridge, England. pMFCs funktionieren eigentlich wie Solarpanele, nutzen dazu aber Pflanzen und wandeln Ausstoss aus der Photosynthese in Strom um. Das Interessante: durch zus\u00e4tzliche nat\u00fcrlich vorkommende bakterielle Prozesse in den pMFCs, produzieren die Zellen auch im Dunkeln weiter Strom, sind also nicht von konstanter Belichtung abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>Solange die Pflanze photosynthesiert, entstehen neue Elektronen und Protonen<\/p>\n<p>Eine pMFC-Zelle besteht aus einer Anode, an der Elektronen, die bei der Photosynthese entstehen, gesammelt werden sowie einer Kathode, an der die Elektronen &#8220;verzehrt&#8221; werden, und einem externen Kreislauf, der Anode mit Kathode verbindet. Das Moos w\u00e4chst auf einem Verbund aus wasserspeichernden, leitenden und pflanzlichen Materialien. Im Zellenkonstrukt befinden sich keine oxidierenden Elemente wie dies zum Beispiel bei einer &#8220;Kartoffel- oder Zitronenbatterie&#8221; der Fall ist. Um das Moos FM dauerhaft im Gebrauch zu halten wird lediglich Wasser zur Versorgung der Pflanzen sowie als Elektronen und Protonen leitendes Element ben\u00f6tigt. Das erste &#8220;Moss FM&#8221; ist seit \u00fcber zwei Jahren im dauerhaften Betrieb.<\/p>\n<p>&#8220;Moss FM&#8221; selber kann mit seinen zehn Zellen ein paar Minuten gespielt werden. Und das auch nur durch die Stabilisierung der Stromzufuhr \u00fcber eine Batterie, die von den Moos-Zellen aufgeladen wird. Mit diesem Projekt ist zum ersten Mal ein stromhungriges Objekt einzig und allein durch den Einsatz von Pflanzen versorgt worden. Aktuell ist die Technologie noch wenig effizient und kann kleinfl\u00e4chig lediglich stromarme Objekte versorgen. Bedenkt man jedoch die Entwicklung hin zu immer energie\u00e4rmeren Ger\u00e4ten, ist eine alltagstaugliche Nutzung gut denkbar. In naher Zukunft k\u00f6nnten wir folglich unser Handy an den heimischen Zimmerpflanzen aufladen. Auch eine kommerzielle Nutzung in Kombination mit schwimmenden Algen-Kraftwerken oder der Zusatznutzung von Reisfeldern als Stromgeneratoren ist realistisch.<\/p>\n<p>Die M\u00f6glichkeiten sind fast unendlich, da sich potenziell jede Pflanze eigne. Die Photosynthese ist der ausschlaggebende Faktor. Ein weiterer positiver Nebeneffekt dieser Technologie besteht in der Verantwortung des Besitzers, sich um sein &#8220;gr\u00fcnes Kraftwerk&#8221; regelm\u00e4\u00dfig zu k\u00fcmmern. Ein noch nachhaltigeres Wirtschaften mit Strom ist die Folge.<\/p>\n<p>Moss FM ist Teil der\u00a0&#8220;Smart Energy&#8221;\u2013Innovationsausstellung\u00a0vom 20.\u201330. November 2015 bei BASF als Bestandteil der\u00a0Creator Space Tour.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kontakt<\/p>\n<p>Fabienne Felder<\/p>\n<p>fabienne.felder@gmail.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Moos-Radio Moss FM ist eine Machbarkeitsstudie zur Anwendung von photo-mikrobischen Brennstoffzellen (pMFCs) im Alltag. 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