{"id":30795,"date":"2015-12-03T07:29:00","date_gmt":"2015-12-03T06:29:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=30795"},"modified":"2015-12-03T09:00:39","modified_gmt":"2015-12-03T08:00:39","slug":"coperion-erweitert-angebot-im-bereich-langfaser-technologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/coperion-erweitert-angebot-im-bereich-langfaser-technologie\/","title":{"rendered":"Coperion erweitert Angebot im Bereich Langfaser-Technologie"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Coperion GmbH, Stuttgart, baut das Angebot im Bereich Langfaser-Technologie f\u00fcr den europ\u00e4ischen und asiatischen Raum aus. In Zusammenarbeit mit der Firma ProTec Polymer Processing GmbH, Bensheim, bietet Coperion nun Komplettanlagen zur Fertigung von langfaserverst\u00e4rkten Thermoplasten (LFT) an. Durch die Kooperation beider Unternehmen kann dem gestiegenen Bedarf nach LFT-Granulaten Rechnung getragen werden. Bauteile aus langfaserverst\u00e4rkten Kunststoffen besitzen eine ausgezeichnete Steifigkeit bei geringerem Gewicht und erh\u00f6hten Schlagz\u00e4higkeiten. Zudem weisen sie im Vergleich zu kurzfaserverst\u00e4rkten Thermoplasten verbesserte mechanische und thermische Materialeigenschaften auf. Durch diese Qualit\u00e4tsverbesserung eignen sich langfaserverst\u00e4rkte Thermoplaste f\u00fcr h\u00f6here Belastungen und anspruchsvolle Einsatzbereiche.<\/strong><\/p>\n<h3>Pultrusionsverfahren zur Erzeugung von LFT-Granulaten<\/h3>\n<p>Die Erzeugung von langfaserverst\u00e4rkten Thermoplasten erfolgt im Pultrusionsverfahren. Hier werden Glas-, Kohlestoff-, Metall- oder Naturfaser in eine Polymermatrix eingearbeitet. Durch den Pultrusionsprozess werden die Einzelfasern der Faserstr\u00e4nge impr\u00e4gniert. Es wird eine dauerhafte homogene Verbindung von Tr\u00e4gerpolymer und Einzelfaser hergestellt. Die Aufbereitung der Polymere erfolgt im Extruder. Hier setzt Coperion neben dem zweiwelligen Schneckenkneter ZSK Mc18 auch den Doppelschneckenextruder STS Mc11 ein.<\/p>\n<p>Die ZSK Mc18 Baureihe wird hier besonders f\u00fcr Produkte mit hohem Drehmomentbedarf wie Technische Kunststoffe oder Hochtemperaturanwendungen eingesetzt, die STS Mc11 Baureihe f\u00fcr Standardkunststoffe wie Polypropylen und Polyethylen. F\u00fcr die Dosierung werden Coperion K-Tron Dosiersysteme verwendet. Diese eignen sich besonders f\u00fcr pulverf\u00f6rmige Rohstoffe wie Polymerpulver, Additivpulver oder F\u00fcllstoffe wie Talkum und Kreide. Nach der Impr\u00e4gnierung werden die Faser-Polymer-Str\u00e4nge im Wasserbad abgek\u00fchlt, durch eine spezielle Abzugseinrichtung abgezogen und anschlie\u00dfend granuliert.<\/p>\n<p>Der Granulator von Coperion Pelletizing Technology GmbH ist hierf\u00fcr mit einem speziellen Schneidrotor ausgestattet. Die finale Granulatl\u00e4nge liegt zwischen 5 und 12 mm. Wurde in der Vergangenheit meist Polypropylen als Basispolymer verwendet, ist aktuell ein Trend erkennbar, andere Polymere wie PA, PEEK oder PLA zu verwenden. Je nach Bedarf k\u00f6nnen auch weitere Polymere zum Einsatz kommen. Die Liniengeschwindigkeit betr\u00e4gt bis zu 50m\/min \u2013 abh\u00e4ngig vom verwendeten Polymer.<\/p>\n<h3>Kooperation bietet viele Vorteile<\/h3>\n<p>Die Kooperation von Coperion und ProTec Polymer Processing bietet zahlreiche Vorteile. Die komplette Linie wird mit optimierten Komponenten angeboten, um h\u00f6chste Qualit\u00e4t bei der Herstellung von LFT-Granulaten zu erm\u00f6glichen. Dazu z\u00e4hlen neben der Doppelschneckenextruderbaureihe ZSK Mc18 oder STS Mc11 auch ein speziell modifizierter Impr\u00e4gnierkopf. Dieser von ProTec entwickelte Impr\u00e4gnierkopf hat den Vorteil, dass er durch F\u00fcllstoffe nicht verstopfen kann. Zudem erm\u00f6glichen ein Rovingabzug mit rotierenden Spulen sowie eine Rovingvorw\u00e4rmung mit Auff\u00e4cherung der Einzelfasern beste Faserimpr\u00e4gnierung. Ein weiterer Vorteil der Komplettanlage: Verschiedene Polymere k\u00f6nnen in Kombination mit speziellen Additiven auf der gleichen Produktionslinie verarbeitet werden.<\/p>\n<p>Die Unterst\u00fctzung und Entwicklung kundenspezifischer Rezepturen kann im Testcenter bei ProTec in Bensheim erfolgen, ebenso wie die Herstellung von Produktmustern zur Validierung der mit LFT-Granulaten hergestellten Bauteile. Durch den Einsatz der Doppelschneckentechnologie und dem speziellen Impr\u00e4gnierkopf besteht zudem die M\u00f6glichkeit, zus\u00e4tzliche F\u00fcllstoffe und Rezyklate zu verwenden. Als Ergebnis erh\u00e4lt der Kunde eine auf seine Rezepturen eingestellte vollautomatische Produktionsanlage.<\/p>\n<p>Ein typischer Einsatzbereich von LFT ist die Automobilindustrie. Jedoch bieten sich die Vorteile der Technologie auch f\u00fcr weitere Anwendungsfelder an, in denen Produkte h\u00f6heren Anforderungen und Belastungen ausgesetzt sind und hier durch eine gesteigerte Qualit\u00e4t profitieren. Derzeit arbeiten Coperion und ProTec an einem ersten gemeinsamen Kundenprojekt in Europa.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Coperion GmbH, Stuttgart, baut das Angebot im Bereich Langfaser-Technologie f\u00fcr den europ\u00e4ischen und asiatischen Raum aus. In Zusammenarbeit mit der Firma ProTec Polymer Processing GmbH, Bensheim, bietet Coperion nun Komplettanlagen zur Fertigung von langfaserverst\u00e4rkten Thermoplasten (LFT) an. Durch die Kooperation beider Unternehmen kann dem gestiegenen Bedarf nach LFT-Granulaten Rechnung getragen werden. 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