{"id":30679,"date":"2015-12-01T07:20:13","date_gmt":"2015-12-01T06:20:13","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=30679"},"modified":"2015-11-28T12:49:38","modified_gmt":"2015-11-28T11:49:38","slug":"neue-antibiotika-aus-mangrovenpflanzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neue-antibiotika-aus-mangrovenpflanzen\/","title":{"rendered":"Neue Antibiotika aus Mangrovenpflanzen"},"content":{"rendered":"<p>Die Gefahr einer Infektion im Krankenhaus durch multiresistente Keime ist eine immer h\u00e4ufiger auftretende Komplikation. Die Suche nach Wirkstoffen f\u00fcr neue Antibiotika l\u00e4uft daher auf Hochtouren. Forscher vom Jenaer Hans-Kn\u00f6ll-Institut am Leibniz-Institut f\u00fcr Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie sind nun bei der Untersuchung von Bakterien einer Mangrovenpflanze auf einen Wirkstoff gesto\u00dfen, der das Potenzial f\u00fcr ein neues Antibiotikum hat.<\/p>\n<p>Immer h\u00e4ufiger verlieren einst wirksame\u00a0Antibiotika ihre Wirkung. Allein In Deutschland sind es bis zu 15.000 Patienten, die\u00a0im Krankenhaus an den Folgen einer Infektion mit resistenten Keimen sterben. Nun haben Jenaer Forscher eine vielversprechende Entdeckung gemacht. In den Bakterien der Mangrovenpflanze stie\u00dfen sie auf eine Substanz, die antibiotikaresistente Keime angreift, ohne jedoch die menschlichen Zellen zu sch\u00e4digen. Wie das Team um Martin Baunach und Ling Ding im Fachjournal Angewandte Chemie (<a href=\"http:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/10.1002\/ange.201506541\/full\" target=\"_blank\">2015, Online-Ver\u00f6ffentlichung<\/a>) berichtet, handelte es sich dabei \u00fcberraschend um einen alten Bekannten, der sich ihnen jedoch in einem v\u00f6llig neuen Outfit pr\u00e4sentierte. \u201eTeile der Wirkstoffe, die wir gefunden haben, haben frappierende \u00c4hnlichkeit mit den alten Verbindungen aus dem beginnenden 20. Jahrhundert\u201c, erkl\u00e4rt Naturforscher Baunach. \u00c4hnliche Wirkstoffe,\u00a0die sogenannten\u00a0Sulfonamide, wurden bereits vor 100 Jahren wegen ihrer antibakteriellen Wirkung zur Herstellung von Antibiotika eingesetzt. Sie wurden und werden jedoch bis heute synthetisch hergestellt.<\/p>\n<p>Neuartiger Wirkmechanismus<\/p>\n<p>Umso erstaunlicher war, dass die Jenaer Forscher nun in der Natur, n\u00e4mlich in den Bakterien von Mangrovenpflanzen, \u00e4hnliche Verbindungen fanden. \u201eSchaut man sich dann aber den genauen Aufbau an, so stellt man fest, dass sie sich in einem f\u00fcr die Wirkung wichtigen Abschnitt unterscheiden. Demnach scheint die Natur nicht dieselben Mechanismen zu nutzen, die die synthetischen Stoffe zu solch wirksamen Antibiotika macht \u2013 vielmehr handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen neuartigen Wirkmechanismus\u201c, erkl\u00e4rt Baunach.<\/p>\n<p>Erreger unerwartet angreifen<\/p>\n<p>Wie die Forscher berichten, k\u00f6nnte der dem Naturstoff zugrundeliegende abweichende chemische Aufbau f\u00fcr den Einsatz gegen multiresistente Erreger vorteilhafter sein, als die synthetisch hergestellten Sulfonamide. Der Grund: Der Wirkstoff k\u00f6nnte gef\u00e4hrliche Erreger so ganz anders und damit in unerwarteter Weise angreifen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gefahr einer Infektion im Krankenhaus durch multiresistente Keime ist eine immer h\u00e4ufiger auftretende Komplikation. Die Suche nach Wirkstoffen f\u00fcr neue Antibiotika l\u00e4uft daher auf Hochtouren. 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