{"id":30085,"date":"2015-11-11T07:02:00","date_gmt":"2015-11-11T06:02:00","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.biotechnologie.de%2FBIO%2FNavigation%2FDE%2Froot%2Cdid%3D184340.html"},"modified":"2015-11-09T16:38:12","modified_gmt":"2015-11-09T15:38:12","slug":"bio-europe-kein-daempfer-bei-biotech-stimmung-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bio-europe-kein-daempfer-bei-biotech-stimmung-in-europa\/","title":{"rendered":"BIO-Europe: Kein D\u00e4mpfer bei Biotech-Stimmung in Europa"},"content":{"rendered":"<p>Mit einem neuen Besucherrekord von rund 3.500 Besuchern ist am 4. November die BIO-Europe in M\u00fcnchen zu Ende gegangen. Gastgeber Bayern zog auf dem dreit\u00e4gigen internationalen Biotech-Branchentreff ein positives Fazit des Jahres 2015. W\u00e4hrend die Biotech-Branche in den USA \u2013 angeheizt durch Preisdebatten um Biotech-Medikamente \u2013 inzwischen erste D\u00e4mpfer einstecken muss, ist die Stimmung in Europa nach wie vor gut. An den B\u00f6rsen konnten europ\u00e4ische Biotech-Firmen in diesem Jahr bislang soviel Geld wie schon lange nicht mehr einwerben,\u00a0 die Kassen der europ\u00e4ischen Investoren sind ebenfalls gef\u00fcllt und auch die Pharmaindustrie zeigt nach wie vor hohes Interesse an Kooperationen mit Biotech-Firmen.<\/p>\n<p>Eine auf der BIO-Europe vorgestellte Studie der BIOCOM belegt den derzeit noch anhaltenden Biotech-Boom f\u00fcr Europa: Bis zum dritten Quartal dieses Jahres konnten die 179 an der B\u00f6rse notierten Biotech-Firmen insgesamt 5,53 Milliarden Euro einwerben \u2013 fast zweimal soviel wie im Vorjahreszeitraum (2,7 Milliarden Euro). Laut Studie sind vor allem Paris (37 notierte Biotech-Firmen) und London (35 Firmen) attraktiv, wobei in letzter Zeit vor allem die Mehrl\u00e4nderb\u00f6rse Euronext mit neuen Biotech-B\u00f6rseng\u00e4ngen punkten kann.<\/p>\n<p>Bis zum 3. Quartal haben hier f\u00fcnf der bisher 13 Biotech-IPOs in Europa stattgefunden. Und auch aus Deutschland ist das Interesse an der Euronext gro\u00df: F\u00fcr die n\u00e4chsten Wochen stehen noch die B\u00f6rseng\u00e4nge des Diagnostikspezialisten Curetis (mehr&#8230;) sowie des Therapieentwicklers Noxxon (mehr&#8230;) auf der Agenda. Ob der B\u00f6rsenboom auch im kommenden Jahr weiter anhalten wird, war eines der am meisten diskutierten Themen unter den 3.500 Besuchern der BIO-Europe, die in diesem Jahr vom 2. bis 4. November in M\u00fcnchen stattfand.\u00a0 In einer Session am ersten Tag waren sich die Finanzexperten jedoch einig, dass es vermutlich keinen Crash, sondern eher eine Verschiebung geben wird. \u201eVermutlich werden es Therapieentwickler mit fr\u00fchen Projekten wieder etwas schwieriger haben. Aber gute Firmen mit einer guten Pipeline und einer guten Story werden ihr Kapital auch weiterhin an der B\u00f6rse finden\u201c, zeigte sich Olivier Litzka vom franz\u00f6sischen Investor Edmond de Rothschild Investment Partner \u00fcberzeugt. Auch Probiodrug-Chef Konrad Glund betonte, er sei nach wie vor zufrieden mit seiner Entscheidung, 2014 den Sprung an die B\u00f6rse in Amsterdam gewagt zu haben. Gleichwohl sei der \u00f6ffentliche Finanzmarkt nicht f\u00fcr jede Firma sinnvoll, betonte er. \u201eSie brauchen eine starke Investorenbasis und sollten auch in absehbarer Zeit nach dem B\u00f6rsengang einen wichtigen Meilenstein erreichen k\u00f6nnen\u201c, lautete sein Tipp.<\/p>\n<p>B\u00f6rsengang: Ja oder Nein und wenn ja, wo?<br \/>\nOb die USA f\u00fcr die europ\u00e4ischen Firmen ein guter B\u00f6rsenplatz ist, dar\u00fcber wurde ebenfalls diskutiert. Laut BIOCOM-Studie haben sich 2015 nur vier Firmen aus Europa f\u00fcr einen US-IPO entschieden, hier allerdings mit 98 Millionen Euro im Schnitt mehr Kapital eingeworben als dies bei den B\u00f6rseng\u00e4ngen in Europa (63 Millionen Euro) der Fall war.\u00a0 Insgesamt 25 europ\u00e4ische Biotech-Firmen sind derzeit an der NASDAQ gelistet. \u201eDie starke Investorenbasis in den USA hat eine hohe Anziehungskraft. Ein Drittel des diesj\u00e4hrigen Kapitals, das in europ\u00e4ische Biotech-Firmen geflossen ist, kam \u00fcber die NASDAQ\u201c, sagt\u00a0 Sandra Wirsching, Kapitalmarktexpertin und Studienleiterin bei BIOCOM.<\/p>\n<p>Deutsche Firmen mit Schlagzeilen<\/p>\n<p>Dass es auch den privat finanzierten Biotech-Firmen nicht an Kapital mangelt, zeigten zwei deutsche Firmen auf der BIO-Europe. So machte die Biontech aus Mainz mit ihrem millionenschweren mRNA-Deal mit Sanofi ebenso Schlagzeilen (mehr&#8230;) wie der RNA-Spezialist Curevac aus T\u00fcbingen mit seiner Rekordfinanzierung von rund 100 Millionen Euro (mehr&#8230;). Insgesamt hatten 1.870 Unternehmenrund 4.300 Lizenzierungsangebote auf der BIO-Europe im Gep\u00e4ck und viele Pharmafirmen, darunter auch die deutschen Konzerne Boehringer Ingelheim und Bayer, waren mit gro\u00dfen Teams vor Ort. Auch die bayerische Biotech-Szene zog ein positives Fazit f\u00fcr 2015. Demnach gibt es in Bayern 350 Unternehmen im Bereich Biotechnologie und Pharma, die insgesamt 29.900 Mitarbeiter besch\u00e4ftigen. Der Umsatz der kleinen und mittleren Firmen liegt mit fast 580 Millionen Euro auf Rekordniveau und auch das Finanzierungsumfeld hat sich gut entwickelt. Allein im Verlauf diesen Jahres konnten alleine gut 100 Millionen Euro durch Kapitalerh\u00f6hungen der b\u00f6rsennotierten Medigene, 4SC und Pieris eingeworben werden.<\/p>\n<p>Bayern kooperiert mit Japan<\/p>\n<p>Die Pipeline ist mit 60 klinischen Entwicklungsprojekten zudem gut gef\u00fcllt. \u201eBayern ist in der Biotechnologie ausgezeichnet aufgestellt. Wir haben hervorragende Unternehmen mit innovativen Ideen und Technologien sowie ein exzellentes Forschungsumfeld mit Hochschulen und au\u00dferuniversit\u00e4ren Forschungseinrichtungen\u201c, betonte denn auch Bayerns Wirtschaftsstaatssekret\u00e4r Franz Josef Pschierer.<\/p>\n<p>Bio-M-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Horst Domdey zeigte sich zudem optimistisch, mit der BIO-Europe eine gro\u00dfe Aufmerksamkeit f\u00fcr die\u00a0 bayerische Szene zu erreichen. Anl\u00e4sslich der Veranstaltung\u00a0 wurde unter anderem mit dem Biotechnologie-Cluster Osaka Bio Headquarters in Japan\u00a0 eine neue\u00a0 Kooperationsvereinbarung geschlossen, die die bestehende Partnerschaft noch weiter vertiefen soll.\u00a0 \u201cIn der komplexen japanischen Gesch\u00e4ftskultur sind Aufbau und Pflege pers\u00f6nlicher Kontakte entscheidend\u201d, betonte Domdey. \u201eWir freuen uns, dass durch die Erneuerung unserer Kooperationsvereinbarung mit Osaka ein direkter Zugang f\u00fcr bayerische KMU und Forschergruppen zu interessanten M\u00e4rkten und Forschungskooperationen erleichtert wird.\u201c<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die n\u00e4chste BIO-Europe 2016 wurde bereits geworben &#8211; mit einem mannhohen K\u00f6lner Dom aus Schokolade bot Gastgeber BIO.NRW schon mal einen Ausblick auf die Partneringveranstaltung im kommenden Jahr: Sie wird vom 7. bis 9. November in K\u00f6ln stattfinden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem neuen Besucherrekord von rund 3.500 Besuchern ist am 4. November die BIO-Europe in M\u00fcnchen zu Ende gegangen. Gastgeber Bayern zog auf dem dreit\u00e4gigen internationalen Biotech-Branchentreff ein positives Fazit des Jahres 2015. 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