{"id":30059,"date":"2015-11-06T07:07:36","date_gmt":"2015-11-06T06:07:36","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=30059"},"modified":"2018-02-16T14:53:07","modified_gmt":"2018-02-16T13:53:07","slug":"weltweite-produktionskapazitaeten-fuer-biokunststoffe-steigen-trotz-niedrigen-oelpreises","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/weltweite-produktionskapazitaeten-fuer-biokunststoffe-steigen-trotz-niedrigen-oelpreises\/","title":{"rendered":"Weltweite Produktionskapazit\u00e4ten f\u00fcr Biokunststoffe steigen trotz niedrigen \u00d6lpreises"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin, 5. November 2015 \u2013 European Bioplastics stellte heute seine aktuelle Marktdatenauswertung im Rahmen der 10. European Bioplastics Konferenz in Berlin vor. Demnach setzt sich der positive Wachstumstrend der weltweiten Biokunststoffindustrie fort. \u201cDer Markt wird mittelfristig um mehr als 350 Prozent wachsen\u201d, teilte Fran\u00e7ois de Bie, Vorstandsvorsitzender von European Bioplastics mit.<\/strong><\/p>\n<p>Die Daten, erhoben in Zusammenarbeit mit dem IfBB \u2013 Institut f\u00fcr Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe (Hochschule Hannover) und dem nova-Institut, zeigen, dass die weltweiten Produktionskapazit\u00e4ten f\u00fcr Biokunststoffe in den kommenden Jahren weiter steigen werden von 1,7 Millionen Tonnen im Jahr 2014 auf etwa 7,8 Millionen Tonnen bis 2019. Biobasierte, nicht biologisch abbaubare Kunststoffe, wie biobasiertes PE und biobasiertes PET sind die gr\u00f6\u00dften Wachstumstreiber. \u00dcber 60 Prozent der weltweiten Produktionskapazit\u00e4t waren im Jahr 2014 biobasierte, haltbare Kunststoffe. Dieser Anteil wird bis 2019 auf \u00fcber 80 Prozent ansteigen. Die Produktionskapazit\u00e4t f\u00fcr biologisch abbaubare Kunststoffe, wie PLA, PHA und St\u00e4rkeblends verzeichnet ebenfalls ein gro\u00dfes Wachstum von rund 0,7 Millionen Tonnen in 2014 zu weit \u00fcber 1,2 Millionen Tonnen in 2019. Die Produktionskapazit\u00e4t von PHA wird sich bis 2019 verdoppeln aufgrund eines starken Ausbaus von Kapazit\u00e4ten in Asien und den USA. \u201eKompostierbare Kunststoffe entwickeln sich von einem Nischen- hin zu einem Mainstreamprodukt, denn sie bieten einen echten Mehrwert f\u00fcr ganz spezielle Anwendungsbereiche\u201c, erl\u00e4utert de Bie.<\/p>\n<p>Verpackungen bleiben das mit Abstand f\u00fchrende Anwendungsgebiet f\u00fcr Biokunststoffe mit knapp 70 Prozent (1,2 Millionen Tonnen) Anteil am gesamten Biokunststoffmarkt. Aufgrund der hervorragenden Eignung von Biokunststoffen f\u00fcr den Verpackungsmarkt, wird dieser Anteil bis 2019 auf \u00fcber 80 Prozent (6,5 Millionen Tonnen) ansteigen. \u201cDie Daten verdeutlichen einen wichtigen Trend, Verpackungen noch ressourcenschonender zu gestalten. Dies spiegelt auch die wachsende Nachfrage der Verbraucher nach Produkten mit einem geringen Umwelteinfluss wider\u201d, erl\u00e4utert de Bie. Die Daten best\u00e4tigen au\u00dferdem einen deutlichen Anstieg von Biokunststoffen in den Anwendungsbereichen Textilien, Automobil sowie bei Gebrauchsg\u00fctern. Die Landnutzungsfl\u00e4che f\u00fcr den Anbau nachwachsender Rohstoffe zur Produktion von Biokunststoffen belief sich im Jahr 2014 auf rund 0,68 Millionen Hektar. Dies entspricht gerade einmal 0,01 Prozent der weltweiten Landwirtschaftsfl\u00e4che von 5 Milliarden Hektar, wovon 97 Prozent als Weidefl\u00e4che sowie f\u00fcr den Anbau von Nahrungs- und Futtermitteln, Materialnutzung, und als Anbaufl\u00e4che f\u00fcr die Rohstoffe f\u00fcr Bioenergie und Biotreibstoff genutzt werden. Dies verdeutlicht, dass zwischen dem Anbau nachwachsender Rohstoffen f\u00fcr Nahrungs- und Futtermitteln und f\u00fcr die Herstellung von Biokunststoffen keine Konkurrenz besteht.<\/p>\n<p>Asien wird seine Rolle als zentrale Produktionsstelle weiter ausbauen. 2019 werden mehr als 80 Prozent der Biokunststoffe in Asien produziert werden. Europa wird mit weniger als f\u00fcnf Prozent der Biokunststoffproduktion weit hinter diesem Trend zur\u00fcckbleiben. W\u00e4hrend L\u00e4nder wie die USA, Asien und Lateinamerika st\u00e4rker auf marktnahe Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen setzen, um neue Produktionsst\u00e4tten anzuziehen und ein schnelleres Marktwachstum zu unterst\u00fctzen, ist der europ\u00e4ische Markt begrenzt durch fehlende Wirtschafts- und Gesetzesma\u00dfnahmen, die den Ausbau der Produktionskapazit\u00e4ten in Europa beg\u00fcnstigen. \u201eVor diesem Hintergrund ist ein europ\u00e4ischer Gesetzesrahmen, der einen gleichberechtigten Zugang zu biobasierten Rohstoffen sowie verbesserte Bedingungen f\u00fcr die Markterschlie\u00dfung biobasierter Produkte schafft und den positiven Beitrag kompostierbarer Kunststoffe im Kontext effizienter Entsorgung und Verwertung anerkennt, von h\u00f6chster Wichtigkeit. Wir ersuchen daher die EU-Gesetzgeber, das immense Potenzial von Biokunststoffen f\u00fcr Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft im bevorstehenden Kreislaufwirtschaftspaket zu ber\u00fccksichtigen und bestm\u00f6glich f\u00fcr Europa zu nutzen\u201c, sagt de Bie abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>Erl\u00e4uternde Marktdatendiagramme k\u00f6nnen unter folgendem Link eingesehen und heruntergeladen werden (in Deutsch und Englisch):<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/en.european-bioplastics.org\/press\/press-pictures\/labelling-logos-charts\/\">http:\/\/en.european-bioplastics.org\/press\/press-pictures\/labelling-logos-charts\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00dcber European Bioplastics<\/h3>\n<p>European Bioplastics ist die Interessenvertretung der europ\u00e4ischen Biokunststoffindustrie. Zu ihren Mitgliedern z\u00e4hlen Unternehmen der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette. Die Mitglieder produzieren, verarbeiten und vertreiben Kunststoffe, die aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen, biologisch abbaubar sind, oder beide Eigenschaften in sich vereinen.<\/p>\n<h3>\u00dcber das Institut f\u00fcr Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe (IfBB):<\/h3>\n<p>Beim IfBB stehen die Entwicklung, Verarbeitung, industrielle Nutzung, Abfallbehandlungsm\u00f6glichkeiten, sowie die \u00f6kologische und technische Bewertung von Biokunststoffen und Bioverbundwerkstoffen im Vordergrund. Die praxisnahe Lehre des IfBB in enger Zusammenarbeit mit der Industrie ist ein klarer Vorteil f\u00fcr die ingenieurwissenschaftliche Ausbildung. Das IfBB bietet eine gro\u00dfe Bandbreite von Biokunststoffdaten, einschlie\u00dflich Prozessrouten, Rohstoffanforderungen, Landnutzung, und weitere Marktdaten.<\/p>\n<h3>\u00dcber das nova-Institut:<\/h3>\n<p>1994 gegr\u00fcndet, agiert das nova-Institut als Partner von Industrie, Administration und Politik auf Europaebene. Die von European Bioplastics pr\u00e4sentierten Daten beziehen sich ausschlie\u00dflich auf neue biobasierte und\/oder biologisch abbaubare Kunststoffe und sind ein Auszug aus einer umfassenden Marktstudie mit breiterem Materialrahmen deren dritte Ausgabe im November 2015 ver\u00f6ffentlicht wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 5. November 2015 \u2013 European Bioplastics stellte heute seine aktuelle Marktdatenauswertung im Rahmen der 10. European Bioplastics Konferenz in Berlin vor. Demnach setzt sich der positive Wachstumstrend der weltweiten Biokunststoffindustrie fort. \u201cDer Markt wird mittelfristig um mehr als 350 Prozent wachsen\u201d, teilte Fran\u00e7ois de Bie, Vorstandsvorsitzender von European Bioplastics mit. Die Daten, erhoben in [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[5847],"supplier":[435,3731,4],"class_list":["post-30059","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","tag-bioplastics","supplier-european-bioplastics-ev","supplier-institut-fuer-biokunststoffe-und-bioverbundwerkstoffe-ifbb","supplier-nova-institut-gmbh"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30059","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=30059"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30059\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=30059"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=30059"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=30059"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=30059"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}