{"id":29921,"date":"2015-11-06T07:03:58","date_gmt":"2015-11-06T06:03:58","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=29921"},"modified":"2015-11-04T16:53:29","modified_gmt":"2015-11-04T15:53:29","slug":"umweltforschung-fuer-eine-nachhaltige-biooekonomie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/umweltforschung-fuer-eine-nachhaltige-biooekonomie\/","title":{"rendered":"Umweltforschung f\u00fcr eine nachhaltige Bio\u00f6konomie"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr die erfolgreiche und nachhaltige Entwicklung der Bio\u00f6konomie ist es notwendig, die Folgen neuer Technologien auf die Umwelt bereits w\u00e4hrend des Entwicklungsprozesses abzusch\u00e4tzen. Im Lehr- und Forschungsgebiet \u00d6kosystemanalyse am Institut f\u00fcr Umweltforschung der RWTH Aachen gibt es eine langj\u00e4hrige Expertise auf dem Gebiet der \u00d6kotoxikologie und Bioanalytik. Ein neuerer Forschungsschwerpunkt ist die \u00d6kobilanzierung (Life cycle assessment).<\/p>\n<p>Das Institut f\u00fcr Umweltforschung (BioV) feierte im Jahr 2014 sein zehnj\u00e4hriges Jubil\u00e4um. Es ist eines der gr\u00f6\u00dften Universit\u00e4tsinstitute in Deutschland, welches sich mit \u00d6kotoxikologie besch\u00e4ftigt. Die Abteilung von Prof. Dr. Henner Hollert, die auch Core Group im BioSC ist, besteht aus 34 Mitarbeitern in zwei Arbeitsgruppen und vier Teams und wird von zahlreichen Drittmittelgebern (z.B DFG, EU, DBU, BMBF) gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Im Bereich der \u00d6kotoxikologie liegen die Forschungsschwerpunkte (1) in der pro- und retrospektiven Bewertung der Effekte von anthropogenen Schadstoffen durch den Einsatz breiter Biotest- und Biomarker-Batterien, (2) der Entwicklung, Validierung und Optimierung von Effekt-bezogenen Testsystemen und (3) Weight-of-Evidence-Studien f\u00fcr die Gefahr- und Risikobewertung von Umweltbelastungen. Hierbei werden insbesondere die Auswirkungen auf aquatische Lebensr\u00e4ume durch den umfassenden Einsatz des Zebrab\u00e4rblings (Danio rerio) untersucht, welcher als Modellorganismus f\u00fcr \u00f6kotoxikologische Untersuchungen von Effekten auf molekularer bis hin zur organismischen Ebene gilt. Hierdurch hat sich das Lehr- und Forschungsgebiet \u00d6kosystemanalyse als ein anerkannter Akteur auf dem Gebiet der Wasseruntersuchung und -bewertung etabliert. In Kooperationen mit Wasseringenieuren und Hydrologen ist es das Ziel, eine umfassende Sicht auf Schadstoffe in aquatischen Lebensr\u00e4umen zu erreichen.<\/p>\n<p>Mit der \u00d6kobilanzierung\/Life cycle assessment (LCA) ist inzwischen ein weiterer Forschungsschwerpunkt hinzugekommen. Im Rahmen von \u00d6kobilanzen werden die Auswirkungen von Produkten auf die Umwelt im Verlaufe ihres gesamten Lebenszyklus untersucht, von der Rohstoffentnahme \u00fcber die Produktion und Nutzungsphase bis hin zur Entsorgung. Dabei werden verschiedene Umweltwirkungen (u. a. Klimawandel, \u00d6kologie, Biodiversit\u00e4t) ber\u00fccksichtigt. Die Arbeitsgruppe Hollert arbeitet schwerpunktm\u00e4\u00dfig an Modellen zur Charakterisierung von \u00f6kotoxischen Effekten. Solche Modelle sind bislang nicht ausreichend genau, um ein umfassendes Bild m\u00f6glicher Umweltauswirkungen im Verlauf von Produktlebenszyklen zu erlangen. Bei dieser Arbeit profitiert die Gruppe von ihrer Expertise zu bioanalytischen Methoden; ein Wissen, das im klassischen LCA-Bereich fehlt.<\/p>\n<p>Nach dem Konzept der Green Toxicology k\u00f6nnen durch den Einsatz geeigneter in vitro und in silico-Tools bereits in fr\u00fchen Entwicklungsstadien toxikologisch bedenkliche Stoffe aussortiert werden, sodass es einerseits nicht zu starken Umweltbelastungen und andererseits nicht zu einem teuren Abbruch der Entwicklung kurz vor der Markteinf\u00fchrung kommt. Weiterhin ist in komplexen Produktionsprozessen nicht sofort ersichtlich, in welchen Teilprozessen die gr\u00f6\u00dften Umweltbelastungen verortet sind. \u00d6kobilanzen k\u00f6nnen diese kritischen Punkte aufzeigen und somit die gr\u00f6\u00dften Verbesserungspotentiale verdeutlichen. Sowohl die \u00d6kotoxikologie als auch die \u00d6kobilanzierung k\u00f6nnen dadurch die Entwicklung von neuen Technologien in Richtung der gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Nachhaltigkeit steuern und einen entscheidenden Beitrag zur Etablierung der Bio\u00f6konomie leisten.<br \/>\nKontakt<\/p>\n<p>Prof. Henner Hollert<br \/>\nInstitut f\u00fcr Umweltforschung<br \/>\nLehr- und Forschungsgebiet \u00d6kosystemanalyse<br \/>\nRWTH Aachen University<br \/>\nWorringer Weg 1<br \/>\n52074 Aachen<br \/>\nTel: +49 (0) 241 180 26669<br \/>\nEmail<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr die erfolgreiche und nachhaltige Entwicklung der Bio\u00f6konomie ist es notwendig, die Folgen neuer Technologien auf die Umwelt bereits w\u00e4hrend des Entwicklungsprozesses abzusch\u00e4tzen. 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