{"id":29646,"date":"2015-10-26T07:38:54","date_gmt":"2015-10-26T06:38:54","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=29646"},"modified":"2021-09-09T21:43:17","modified_gmt":"2021-09-09T19:43:17","slug":"climeworks-ag-baut-erste-industrielle-anlage-zur-co2-filterung-aus-der-luft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/climeworks-ag-baut-erste-industrielle-anlage-zur-co2-filterung-aus-der-luft\/","title":{"rendered":"Climeworks AG baut erste industrielle Anlage zur CO<sub>2<\/sub>-Filterung aus der Luft"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>CO<sub>2<\/sub> wird an den Betreiber gro\u00dfer Gewa\u0308chsha\u0308user verkauft und verbessert das Pflanzenwachstum um bis zu 20 Prozent<\/strong><\/li>\n<li><strong>Projektpartner sind Gebru\u0308der Meier Primanatura AG, KEZO und das Bundesamt fu\u0308r Energie (BFE)<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Die Schweizer Climeworks AG, Spin-off-Unternehmen der ETH Zu\u0308rich und Entwickler der effizienten CO<sub>2<\/sub>-Filterung aus Umgebungsluft, hat heute den Bau und Betrieb einer CO<sub>2<\/sub>-Filteranlage auf Industrieniveau angeku\u0308ndigt, die weltweit erstmals atmospha\u0308risches CO<sub>2<\/sub> an einen Kunden verkauft. Die Anlage soll Mitte 2016 einsatzbereit sein und 900 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr abscheiden ko\u0308nnen. Das CO<sub>2<\/sub> wird in einem nahegelegenen Gewa\u0308chshaus der Gebru\u0308der Meier Primanatura AG das Wachstum der angebauten Pflanzen, wie Tomaten, Gurken oder Salat, um bis zu 20 Prozent erho\u0308hen. Die CO<sub>2<\/sub>-Filteranlage wird im Rahmen eines auf drei Jahre angelegten Pilot- und Demonstrationsprojektes mit den Partnern Gebru\u0308der Meier sowie dem Zweckverband Kehrichtverwertung Zu\u0308rcher Oberland KEZO realisiert. Das Projekt wird vom Bundesamt fu\u0308r Energie BFE finanziell unterstu\u0308tzt.<br \/>\n<\/strong><br \/>\nDas Hauptziel des Projekts mit Entwicklungs- und Baukosten von insgesamt 3-4 Millionen Euro ist es, die Direct-Air-Capture-Technologie (DAC-Technologie) von Climeworks zu industrialisieren und eine gro\u00dftechnische Anlage zu bauen und zu betreiben, die kontinuierlich CO<sub>2<\/sub> aus der Umgebungsluft filtert. Ein weiteres Ziel ist es, die Ho\u0308he der Betriebskosten der Industrieanlage zu bestimmen. Daru\u0308ber herrscht derzeit in Wissenschaft und Forschung noch Uneinigkeit. Das ist ein bedeutender Schritt fu\u0308r die Entwicklung von Gescha\u0308ftsmodellen im internationalen Markt.<\/p>\n<p>Die Anlage wird von der Mu\u0308llverwertung des Zweckverbands Kehrichtverwertung Zu\u0308rcher Oberland KEZO in Hinwil (Kanton Zu\u0308rich, Schweiz) Strom und Wa\u0308rme beziehen. Das hochreine, atmospha\u0308rische CO<sub>2<\/sub> wird anschlie\u00dfend an den benachbarten Gewa\u0308chshaus- Betreiber Gebru\u0308der Meier geliefert. Damit soll das Wachstum von Gemu\u0308se und Salat um bis zu 20 Prozent erho\u0308ht werden.<\/p>\n<p>Der Bau der ersten Industrieanlage ist ein bedeutender Meilenstein fu\u0308r die Vision von Climeworks, den Kohlenstoff-Kreislauf zu schlie\u00dfen und die Skalierung der an ETH Zu\u0308rich und EMPA grundlegend erforschten Technologie in eine Industrieanwendung zu realisieren. Daru\u0308ber hinaus wird die Anlage verla\u0308ssliche, energetische und wirtschaftliche Daten fu\u0308r ku\u0308nftige Climeworks-Anlagen liefern.<\/p>\n<p>Basierend auf den Ergebnissen des Projekts wird Climeworks seine Produkte weiterentwickeln, um aus der Luft gewonnenes CO<sub>2<\/sub> effizient fu\u0308r die Produktion synthetischer Kraftstoffe einsetzen zu ko\u0308nnen (Power-to-Gas \/ Power-to-Liquids). Diese Kraftstoffe auf Basis von atmospha\u0308rischem CO<sub>2<\/sub>, Wasser und erneuerbarem Strom sind klimaneutral und konkurrieren nicht mit Produkten des landwirtschaftlichen Anbaus.<br \/>\nDie Technologie von Climeworks ermo\u0308glicht das Schlie\u00dfen des Kohlenstoffkreislaufs, weil CO<sub>2<\/sub> aus jeglichen Quellen und fu\u0308r die Produktion von Kraftstoffen wiederverwendet werden kann. In Ku\u0308rze soll die Climeworks-Technologie eingesetzt werden, um CO<sub>2<\/sub> fu\u0308r die in der Getra\u0308nkeindustrie beno\u0308tigte Kohlensa\u0308ure zur Verfu\u0308gung zu stellen. Bislang erha\u0308lt die Getra\u0308nkeindustrie vornehmlich CO<sub>2<\/sub> als Abfallprodukt der Industrie, das aus der Verbrennung fossiler Treibstoffe stammt.<\/p>\n<p>Die DAC-Technologie basiert auf einem Kreislauf aus Filterung und Regeneration mit einem speziellen Filtermaterial. Wa\u0308hrend der Filterung sammelt sich das CO<sub>2<\/sub> aus der Atmospha\u0308re chemisch an der Oberfla\u0308che des Filters. Ist dieser gesa\u0308ttigt, wird das CO<sub>2<\/sub> bei einer Temperatur von ca. 100 Grad Celsius gelo\u0308st. Dadurch wird hochreines CO<sub>2<\/sub> freigesetzt. Der Filter kann anschlie\u00dfend fu\u0308r weitere Kreisla\u0308ufe wiederverwendet werden. Vorteil der Technologie ist, dass 90 Prozent des Energiebedarfs aus Niedertemperatur-Wa\u0308rme stammen ko\u0308nnen. Der Rest wird als Strom fu\u0308r Pump- und Steuerungsvorga\u0308nge beim Betrieb der Anlage beno\u0308tigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Projektpartner<\/h3>\n<p>Die Climeworks AG ist als fu\u0308hrender Projektpartner fu\u0308r das Design, den Bau und den Betrieb der CO2-Filteranlage verantwortlich. Das Unternehmen wurde Ende 2009 als Spin- Off der ETH Zu\u0308rich gegru\u0308ndet und hat seine einzigartige Direct-Air-Capture-Technologie (DAC) aus dem Laborma\u00dfstab auf Industrieniveau skaliert. Ende 2014 gab Climeworks die Inbetriebnahme eines CO<sub>2<\/sub>-Kollektors mit einer Kapazita\u0308t von 50 Tonnen CO<sub>2<\/sub> pro Jahr bekannt, der seither erfolgreich betrieben wird. Mehrere Module dieses CO<sub>2<\/sub>-Kollektors werden fu\u0308r kommerzielle Anlagen auf Industrieniveau miteinander verbunden, um dem jeweiligen Bedarf der Industrie flexibel gerecht zu werden.<br \/>\nZweckverband Kehrichtverwertung Zu\u0308rcher Oberland &#8211; KEZO liefert die Energie, die zum Betrieb der CO<sub>2<\/sub>-Filteranlage beno\u0308tigt wird. Fast 90 Prozent des Energiebedarfs ko\u0308nnen als Prozesswa\u0308rme mit regenerativem Anteil von 50 Prozent eingebracht werden.<br \/>\nDie Gebru\u0308der Meier Primanatura AG ist der Abnehmer des hochreinen CO<sub>2<\/sub>. Der Gewa\u0308chshaus-Betreiber kauft das Gas und nutzt es, um den CO<sub>2<\/sub>-Gehalt der Luft im Gewa\u0308chshaus gleichbleibend hoch zu halten. Dies sorgt fu\u0308r effizientes Wachstum von Gemu\u0308se und Salaten.<br \/>\nDas Bundesamt fu\u0308r Energie BFE fo\u0308rdert das Projekt im Rahmen seines Pilot- und Demonstrationsprogramms.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>CO2 wird an den Betreiber gro\u00dfer Gewa\u0308chsha\u0308user verkauft und verbessert das Pflanzenwachstum um bis zu 20 Prozent Projektpartner sind Gebru\u0308der Meier Primanatura AG, KEZO und das Bundesamt fu\u0308r Energie (BFE) Die Schweizer Climeworks AG, Spin-off-Unternehmen der ETH Zu\u0308rich und Entwickler der effizienten CO2-Filterung aus Umgebungsluft, hat heute den Bau und Betrieb einer CO2-Filteranlage auf Industrieniveau [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572,5571],"tags":[10743],"supplier":[960,5419,277,11111,11112],"class_list":["post-29646","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","category-co2-based","tag-useco2","supplier-bundesamt-fuer-energie-schweiz","supplier-climeworks","supplier-eidgenoessische-technische-hochschule-zuerich-eth-zuerich","supplier-meier-primanatura-ag","supplier-zweckverband-kehrichtverwertung-zuercher-oberland-kezo"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29646","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=29646"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29646\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29646"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=29646"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=29646"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=29646"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}