{"id":29453,"date":"2015-10-20T07:32:48","date_gmt":"2015-10-20T05:32:48","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=29453"},"modified":"2021-09-09T21:43:25","modified_gmt":"2021-09-09T19:43:25","slug":"linde-entwickelt-neues-verfahren-zur-erzeugung-von-synthesegas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/linde-entwickelt-neues-verfahren-zur-erzeugung-von-synthesegas\/","title":{"rendered":"Linde entwickelt neues Verfahren zur Erzeugung von Synthesegas"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>5-Millionen-Euro-Investition in Ausbau der Forschungs- und Entwicklungskapazit\u00e4ten am weltweit gr\u00f6\u00dften Linde Standort in Pullach bei M\u00fcnchen<\/strong><\/li>\n<li><strong>Innovativer Dry-Reforming-Prozess gemeinsam mit Partnern entwickelt <\/strong><\/li>\n<li><strong>Dr. B\u00fcchele: \u201eDie Einweihung des Pilot-Reformers ist ein weiterer Beleg f\u00fcr unsere kundenorientierte Entwicklungsst\u00e4rke.\u201c<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>M\u00fcnchen, 15. Oktober 2015 &#8211; Der Technologiekonzern The Linde Group hat heute an seinem weltweit gr\u00f6\u00dften Standort in Pullach bei M\u00fcnchen gemeinsam mit Kunden, Partnern und Mitarbeitern eine neue Forschungsanlage \u2013 den sogenannten Linde Pilot-Reformer \u2013 offiziell eingeweiht.<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr den Ausbau seiner Forschungs- und Entwicklungskapazit\u00e4ten am Standort Pullach investiert das Unternehmen damit insgesamt rund 5 Millionen Euro. Der von Linde errichtete Pilot-Reformer dient zur Weiterentwicklung der Technologie im Bereich der Dampfreformierung \u2013 ein Verfahren zur Erzeugung von Synthesegas bestehend aus Wasserstoff (H<sub>2<\/sub>) und Kohlenmonoxid (CO), bei dem Einsatzstoffe wie Erdgas, Fl\u00fcssiggas (LPG), Naphtha oder auch Kohlendioxid (CO<sub>2<\/sub>) als Kohlenstoffquelle genutzt werden.<\/p>\n<p>\u201eErfindergeist und Innovationen sind die tragenden S\u00e4ulen von Linde. Die Einweihung des Pilot-Reformers ist ein weiterer Beleg f\u00fcr unsere kundenorientierte Entwicklungsst\u00e4rke und ein Bekenntnis zum Innovationsstandort Deutschland\u201c, sagte Dr. Wolfgang B\u00fcchele, Vorsitzender des Vorstands der Linde AG.<\/p>\n<p>\u201eLinde wird diese Pilot-Anlage f\u00fcr unterschiedlichste Untersuchungen im Bereich des Reforming verwenden und die dabei gewonnenen Erkenntnisse zur weiteren Verbesserung von Reforming-Prozessen und \u2013Konzepten f\u00fcr unsere Kunden nutzen\u201c, erg\u00e4nzte Dr.-Ing. Christian Bruch, Mitglied des Vorstands der Linde AG und verantwortlich f\u00fcr Technologie und Innovation sowie f\u00fcr das Anlagenbaugesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>Bei der Erprobung neuer Reforming-Prozesse im Pilot-Reformer steht derzeit das innovative, sogenannte Dry-Reforming-Verfahren im Mittelpunkt. Linde hat den Dry-Reforming-Prozess gemeinsam mit den Partnern BASF und hte (zust\u00e4ndig f\u00fcr die Katalysatorentwicklung), Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie\/KIT (Durchf\u00fchrung von Simulationen) sowie der Dechema (Bereitstellung von Materialien) entwickelt. Das Pilotprojekt wird vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie (BMWi) mit knapp einer Million Euro gef\u00f6rdert<sup>1<\/sup>.<\/p>\n<p>Die Trockenreformierung von Erdgas zur Erzeugung von Synthesegas (H<sub>2<\/sub>-\/CO-Gemisch) erm\u00f6glicht die industrielle und wirtschaftliche Nutzung von Kohlendioxid (CO<sub>2<\/sub>) sowie eine erheblich verbesserte Energieeffizienz. Aus dem Synthesegas k\u00f6nnen dann nachgelagerte werthaltige Produkte wie Grundchemikalien oder Kraftstoffe produziert werden.<br \/>\nEin Beispiel ist die Herstellung von Dimethylether (DME) aus Synthesegas: Hier erm\u00f6glicht das Dry-Reforming-Verfahren eine verbesserte Energieeffizienz und\u00a0 geringere CO<sub>2<\/sub>-Emissionen.<\/p>\n<p>Auch gegen\u00fcber der partiellen Oxidation, dem bisher \u00fcblichen Verfahren f\u00fcr die Erzeugung von CO-reichen Synthesegasen, besitzt der Dry-Reforming-Prozess vor allem bei kleinen und mittelgro\u00dfen Anlagen relevante Kostenvorteile.<\/p>\n<p>Bei erfolgreicher Pilotierung des Dry-Reforming-Verfahrens ist geplant, dieses nach Abschluss des F\u00f6rderprojektes 2017 zu kommerzialisieren und eine Referenzanlage bei einem Kunden zu errichten.<\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Gef\u00f6rdert durch die Bundesrepublik Deutschland, Zuwendungsgeber Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie\u00a0 aufgrund\u00a0 eines Beschlusses des Deutschen Bundestages F\u00f6rdernummer 03ET1282.<\/p>\n<h3>\u00dcber The Linde Group<\/h3>\n<p>The Linde Group hat im Gesch\u00e4ftsjahr 2014 einen Umsatz von 17,047 Mrd. EUR erzielt und ist damit das gr\u00f6\u00dfte Gase- und Engineeringunternehmen der Welt. Mit rund 65.500 Mitarbeitern ist Linde in mehr als 100 L\u00e4ndern vertreten. Die Strategie des Unternehmens ist auf ertragsorientiertes und nachhaltiges Wachstum ausgerichtet. Der gezielte Ausbau des internationalen Gesch\u00e4fts mit zukunftsweisenden Produkten und Dienstleistungen steht dabei im Mittelpunkt. Linde handelt verantwortlich gegen\u00fcber Aktion\u00e4ren, Gesch\u00e4ftspartnern, Mitarbeitern, der Gesellschaft und der Umwelt \u2013 weltweit, in jedem Gesch\u00e4ftsbereich, jeder Region und an jedem Standort. Linde entwickelt Technologien und Produkte, die Kundennutzen mit einem Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung verbinden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>5-Millionen-Euro-Investition in Ausbau der Forschungs- und Entwicklungskapazit\u00e4ten am weltweit gr\u00f6\u00dften Linde Standort in Pullach bei M\u00fcnchen Innovativer Dry-Reforming-Prozess gemeinsam mit Partnern entwickelt Dr. B\u00fcchele: \u201eDie Einweihung des Pilot-Reformers ist ein weiterer Beleg f\u00fcr unsere kundenorientierte Entwicklungsst\u00e4rke.\u201c M\u00fcnchen, 15. 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