{"id":28464,"date":"2015-09-15T03:09:16","date_gmt":"2015-09-15T01:09:16","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=28464"},"modified":"2015-09-12T11:54:39","modified_gmt":"2015-09-12T09:54:39","slug":"potenziale-biogener-rest-und-abfallstoffe-fuer-eine-nachhaltige-energie-und-rohstoffbereitstellung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/potenziale-biogener-rest-und-abfallstoffe-fuer-eine-nachhaltige-energie-und-rohstoffbereitstellung\/","title":{"rendered":"Potenziale biogener Rest- und Abfallstoffe f\u00fcr eine nachhaltige Energie- und Rohstoffbereitstellung"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-28465 alignleft\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/csm_PM_2015-41_DBFZ-Studie-1_90ffaf0d7f-216x300.jpg\" alt=\"csm_PM_2015-41_DBFZ-Studie-1_90ffaf0d7f\" width=\"216\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2015\/09\/csm_PM_2015-41_DBFZ-Studie-1_90ffaf0d7f-216x300.jpg 216w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2015\/09\/csm_PM_2015-41_DBFZ-Studie-1_90ffaf0d7f.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 216px) 100vw, 216px\" \/><strong>Das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) hat im Rahmen einer Meta-Studie Daten aus verschiedenen Quellen zu biogenen Rest- und Abfallstoffen gesammelt, vereinheitlicht und so vergleichbar gemacht. Im Ergebnis betr\u00e4gt das technische Gesamt-Potenzial 98,4 Mio. t Trockensubstanz pro Jahr. Davon sind 31 Prozent derzeit noch ungenutzt, im wesentlichen Waldrestholz, Stroh sowie G\u00fclle und Mist, das entspr\u00e4che einem Energiegehalt von 448 PJ.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Studie wurde vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) \u00fcber den Projekttr\u00e4ger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) gef\u00f6rdert.<\/strong><\/p>\n<p>Durch die Zusammenf\u00fchrung verschiedenster aktuell verf\u00fcgbarer Daten zu biogenen Rest- und Abfallstoffen stellt die DBFZ-Studie die derzeit vollst\u00e4ndigste \u00dcbersicht zum Thema dar. Insgesamt 93 Einzelbiomassen wurden betrachtet, bei 77 Biomassen war die Datenqualit\u00e4t ausreichend, um in die Gesamt-Auswertung einzuflie\u00dfen.<\/p>\n<p>Die gegenw\u00e4rtig ungenutzten Biomassepotenziale bestehen zu 95 Prozent aus Waldrestholz, Getreidestroh und tierischen Exkrementen. Andere Fraktionen wie S\u00e4gereste, Altholz, Schwarzlauge, Landschaftspflegeholz, Siedlungsabf\u00e4lle oder Reststoffe aus der Lebens- und Futtermittelherstellung befinden sich bereits \u00fcberwiegend in Nutzung.<\/p>\n<p>Interessant sind die Rest- und Abfallstoff-Potenziale vor dem Hintergrund der Ziele der Bundesregierung: In ihren Zukunftsszenarien f\u00fcr eine Energiewende geht sie davon aus, dass Biomasse im Jahr 2050 1.915 PJ zum gesamten Prim\u00e4renergieverbrauch beitragen k\u00f6nnte. Gleichzeitig will sie die Bioenergienutzung aber st\u00e4rker auf Rest- und Abfallstoffe konzentrieren.<\/p>\n<p>&#8220;Die energetische und integrierte stoffliche Verwertung bisher nicht genutzter biogener Abf\u00e4lle und Reststoffe ist ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt des DBFZ. In diesem Bereich liegt Deutschland weltweit im Spitzenfeld und \u00fcber die laufenden nationalen und internationalen Projekte k\u00f6nnen wir als DBFZ einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten&#8221;, so Prof. Dr. Michael Nelles, der wissenschaftliche Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des DBFZ und Inhaber des Lehrstuhls f\u00fcr Abfall- und Stoffstromwirtschaft an der Universit\u00e4t Rostock. Dr.-Ing. Andreas Sch\u00fctte, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der FNR, erg\u00e4nzt: \u201eInsbesondere f\u00fcr die erheblichen Strohpotenziale gilt es zus\u00e4tzliche Verwertungsstrategien zu erarbeiten. Dieser Rohstoff ist nicht nur preiswert in vielen Regionen verf\u00fcgbar, sondern kann gerade f\u00fcr die Landwirtschaft interessante neue Gesch\u00e4ftsmodelle generieren, wie mit der Strohheizanlage am Standort G\u00fclzow eindrucksvoll demonstriert wurde.\u201c<\/p>\n<p>Die FNR hat die DBFZ-Studie \u201eBiomassepotenziale von Rest- und Abfallstoffen \u2013 Status Quo in Deutschland\u201c als elektronischen Band 36 ihrer Schriftenreihe \u201eNachwachsende Rohstoffe\u201c ver\u00f6ffentlicht. Unter <a href=\"https:\/\/mediathek.fnr.de\/band-36-biomassepotenziale-von-rest-und-abfallstoffen.html\" target=\"_blank\">mediathek.fnr.de<\/a> steht sie kostenlos zur Verf\u00fcgung.<br \/>\nEin Papier mit Ableitungen und Thesen zur Studie steht <a href=\"https:\/\/mediathek.fnr.de\/broschuren\/wie-sind-die-bioenergie-ziele-der-bundesregierung-zu-erreichen.html\" target=\"_blank\">hier zur Verf\u00fcgung<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) hat im Rahmen einer Meta-Studie Daten aus verschiedenen Quellen zu biogenen Rest- und Abfallstoffen gesammelt, vereinheitlicht und so vergleichbar gemacht. Im Ergebnis betr\u00e4gt das technische Gesamt-Potenzial 98,4 Mio. t Trockensubstanz pro Jahr. 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