{"id":28256,"date":"2015-09-09T02:02:59","date_gmt":"2015-09-09T00:02:59","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=28256"},"modified":"2015-09-07T15:06:53","modified_gmt":"2015-09-07T13:06:53","slug":"enzymatic-bio-coating","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/enzymatic-bio-coating\/","title":{"rendered":"Enzymatic Bio-Coating"},"content":{"rendered":"<p>Biologische Beschichtungen sind f\u00fcr zahlreiche Anwendungen, besonders im Bereich der Medizintechnik oder als bioabbaubare Schichten von herausragender Bedeutung. Ihre Herstellung ist aber bisher entweder nur mit geringer Kontrolle \u00fcber die Filmbildung oder mit hohen Kosten m\u00f6glich. Besondere Schwierigkeiten machten bislang die genaue Einstellung der Schichtdicke, die gleichm\u00e4\u00dfige Beschichtung komplexer K\u00f6rper oder die gezielte Beschichtung nur einzelner Bereiche.<\/p>\n<p>Das neue Verfahren Enzymatic Bio-Coating l\u00f6st alle Aufgaben und ist dabei relativ einfach und g\u00fcnstig. Bei dem Verfahren werden filmbildende Partikel aus einer Dispersion direkt an der Oberfl\u00e4che durch Destabilisierung der Dispersion abgeschieden. Das Verfahren nutzt dabei an der Oberfl\u00e4che immobilisierte Enzyme als spezifische \u201eTrigger\u201c, um die Partikel nur an ganz bestimmten Stellen direkt in der N\u00e4he der Oberfl\u00e4che zu destabilisieren und in-situ als Film abzuscheiden (Abb.1).<\/p>\n<p>In der Durchf\u00fchrung entspricht dies einem einfachen Tauchprozess.<br \/>\nJe nach Art der Immobilisierung des Enzyms bilden sich unterschiedliche Strukturierungen aus. Diese reichen von der Abscheidung einzelner Mizellen \u00fcber die Bildung von Monolayern bis zur Ausbildung von Hybridstrukturen (Abb. 2).<\/p>\n<p>Kommerzielle Anwendung<\/p>\n<p>Die hohe Biokompatibilit\u00e4t und Bioabbaubarkeit machen Proteine zu hervorragenden Materialien f\u00fcr medizinische Anwendungen (Stents, Implantate, Katheter). Die Abscheidung von Einzelpartikeln hat Potential f\u00fcr die Mikro- und Nanotechnologie. Werden zwei enzymfunktionalisierte Substrate in eine Casein-Dispersion getaucht, so verkleben diese miteinander und zwar nur an den funktionalisierten Stellen. Beschichtbare Substrate sind: Glas und Holz sowie verschiedene Kunststoffe und Metalle. Die Schichten sind antibakteriell, essbar und erneuerbar.<\/p>\n<p>Aktueller Stand<\/p>\n<p>Enzymatic Bio-Coating wurde international zum Patent angemeldet.<br \/>\nDas Verfahren wurde mit Casein, was im Wasser Micellen ausbildet, und der Protease Chymosin getestet, ist jedoch nicht auf dieses System beschr\u00e4nkt.<br \/>\nPROvendis bietet im Auftrag der Universit\u00e4t Paderborn Unternehmen Lizenzen an Enzymatic Bio-Coating an und sucht Partner zur Erforschung spezieller Anwendungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Biologische Beschichtungen sind f\u00fcr zahlreiche Anwendungen, besonders im Bereich der Medizintechnik oder als bioabbaubare Schichten von herausragender Bedeutung. Ihre Herstellung ist aber bisher entweder nur mit geringer Kontrolle \u00fcber die Filmbildung oder mit hohen Kosten m\u00f6glich. 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