{"id":28255,"date":"2015-09-08T03:21:26","date_gmt":"2015-09-08T01:21:26","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=28255"},"modified":"2015-09-07T15:19:28","modified_gmt":"2015-09-07T13:19:28","slug":"nachhaltige-wirtschaft-gruene-startups-gesucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nachhaltige-wirtschaft-gruene-startups-gesucht\/","title":{"rendered":"Nachhaltige Wirtschaft: Gr\u00fcne Startups gesucht"},"content":{"rendered":"<p>Nicht nur in der Pharmaindustrie sind derzeit Startups gefragt. Immer mehr\u00a0junge Firmen\u00a0widmen sich in ihrer Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit nachhaltigen Themen. Nun rufen gleich zwei Startup-Wettbewerbe deutsche Gr\u00fcnder zur Teilnahme auf: Der Green Alley Award ist eine Initiative des Green-Economy-Investors Green Alley, bis Mitte September\u00a0l\u00e4uft die Bewerbungsfrist.\u00a0Der Startgreen-Award steht wiederum unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und wurde von Forschern der Gr\u00fcnderinitiative StartUp4Climate gemeinsam mit zw\u00f6lf Partnerorganisationen ins Leben gerufen. Hier kann man sich noch bis Anfang Oktober bewerben.<\/p>\n<p>Gerade erst haben\u00a0deutsche Pharmakonzerne wie Bayer oder Merck mit Startup-Initiativen f\u00fcr Medienrummel gesorgt: Vergangene Woche wurden drei Startups in den Merck-Accelerator in Darmstadt aufgenommen, davor verk\u00fcndete Bayer die f\u00fcnf Gewinner der j\u00fcngsten Grant4Apps-Initiative. Doch auch Gesch\u00e4ftsideen mit Bezug zur Nachhaltigkeit sind gefragter denn je. Innerhalb der Biotechnologie\u00a0kommen hier vor allem industrielle Anwendungen in der Chemie, der Kosmetik oder im Textilbereich in Frage. Auch die Politik hat reagiert und\u00a0die Themen Energiewende, Nachhaltigkeit und Bio\u00f6konomie inzwischen auf die\u00a0politische Agenda geschafft haben, stehen gr\u00fcne Startups derzeit nur selten im Rampenlicht.<\/p>\n<h3>Gro\u00dfes Potenzial gr\u00fcner Startups<\/h3>\n<p>Dieses Fazit zieht zumindest Klaus Fichter. Der Professor f\u00fcr Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit an der Universit\u00e4t Oldenburg und Leiter des auf die gleichen Themen fokussierten Forschungsinstituts Borderstep hat sich in einer Studie mit dem Potenzial von gr\u00fcnen Startups besch\u00e4ftigt. Das Ergebnis: Zwar wurden in den vergangenen zehn Jahren knapp 170.000 gr\u00fcne Unternehmen gegr\u00fcndet, die 1,1 Millionen Arbeitspl\u00e4tze geschaffen haben. Aus Sicht von Fichter h\u00e4tten es aber noch mehr sein k\u00f6nnen. Denn die Zahlen seien nicht Ausdruck guter F\u00f6rderung. \u201eEs liegt vielmehr daran, dass es einen gro\u00dfen Bedarf an nachhaltigen L\u00f6sungen gibt\u201c, so der Professor. Um das Thema Nachhaltigkeit und Startups mehr ins Blickfeld der \u00d6ffentlichkeit zu bringen, hat Fichter nun gemeinsam mit der Gr\u00fcnderinitiative StartUp4Climate und zw\u00f6lf Partnerorganisationen den StartGreen Award ins Leben gerufen. \u201eDadurch, dass wir einen nationalen Preis ausgeschrieben haben, werden wir die Sichtbarkeit der Unternehmen erh\u00f6hen\u201c, ist der Professor \u00fcberzeugt.<\/p>\n<h3>Bundesumweltministerin Schirmherrin von Startgreen-Award<\/h3>\n<p>Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat die Schirmherrschaft \u00fcbernommen, seit 25. August k\u00f6nnen Bewerbungen eingereicht werden. Die Frist l\u00e4uft noch bis zum 5. Oktober. Im November werden die Preise vergeben.\u00a0 Verliehen wird der Award in vier Kategorien: Gr\u00fcndungskonzept, Startups (null bis f\u00fcnf Jahre), junge Unternehmen (sechs bis 15 Jahre) und Gr\u00fcndungsf\u00f6rderer wie Business Angel oder Hochschulen. Fichter zufolge soll \u00fcber den Wettbewerb auch eine Vernetzung der Community gelingen.\u00a0\u00a0\u201eDas ist f\u00fcr uns der wichtigste Aspekt\u201c, sagt der Institutsleiter. Bei einer erwarteten dreistelligen Bewerberzahl k\u00f6nne so ein schlagkr\u00e4ftiges Netzwerk entstehen.<\/p>\n<p>Inhaltlich ist der Wettbewerb offen angelegt. \u201eIm Fokus des Preises stehen \u00f6kologische Unternehmen in ihrer ganzen Breite\u201c, sagt Fichter. Ob Energiethemen, Ern\u00e4hrungsfragen oder Recyclingaspekte betrachtet werden, ist egal. Die Unternehmen m\u00fcssen sich alle in Kategorien wie Marktpotenzial, Innovationskraft und Skalierbarkeit messen \u2013 wichtigstes Kriterium ist der \u00f6kologische Mehrwert des Produkts oder der Dienstleistung. Auch soziale Aspekte ber\u00fccksichtigt die Jury aus Szenekennern. Gewinnen k\u00f6nnen die Preistr\u00e4ger neben dem Zugang zu gr\u00fcner Expertise auch Sachpreise sowie F\u00f6rdermittel im Gesamtwert von 20.000 Euro. Gestellt werden die Preise vom Bundesumweltministerium. Der Wettbewerbsgedanke schl\u00e4gt sich auch im Bewerbungsverfahren nieder. Aus den bis zum Stichtag eingereichten Bewerbungen, wird eine Vorauswahl getroffen. Diese wiederum muss sich einer Onlineabstimmung stellen. Aus den hieraus gewonnenen Finalisten w\u00e4hlt wiederum die Jury die Sieger aus.<\/p>\n<h3>Green Alley: Kreislaufwirtschaft und Recycling im Fokus<\/h3>\n<p>Das Oberthema Kreislaufwirtschaft und Recycling steht wiederum im Fokus des zweiten derzeit laufenden Startup-Wettbewerbs Green Alley Award. Bewerben k\u00f6nnen sich hier innovative Idee im Bereich Abfallstr\u00f6me oder Verkaufsverpackungen, Recycling oder Upcycling, Ressourcenschonung oder Ressourcenreduzierung. Bereits im vergangenen Jahr war der von der\u00a0Green Alley Investment GmbH, einer Tochterfirma des\u00a0Mainzer Entsorgungspezialisten\u00a0Landbell AG,\u00a0initiierte Wettbewerb gestartet worden. Als Partner ist\u00a0\u00a0die Crowdfunding-Plattform Seedmatch\u00a0mit an Bord. In diesem Jahr wurde zudem eine Kooperation mit den britischen Partnern European Recycling Platform (ERP) und dem in London ans\u00e4ssigen Accelerator-Programm Bethnal Green Ventures geschlossen, um einen breiteren Bewerberkreis anzusprechen.\u00a0Bewerbungen\u00a0m\u00fcssen daher in diesem Jahr auf Englisch erfolgen, der inhaltliche Fokus bleibt jedoch bestehen. Einreichungen sind noch bis zum 15. September m\u00f6glich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht nur in der Pharmaindustrie sind derzeit Startups gefragt. Immer mehr\u00a0junge Firmen\u00a0widmen sich in ihrer Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit nachhaltigen Themen. 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