{"id":28188,"date":"2015-09-07T03:18:45","date_gmt":"2015-09-07T01:18:45","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=28188"},"modified":"2015-09-04T14:50:02","modified_gmt":"2015-09-04T12:50:02","slug":"2050-haben-nahezu-alle-seevoegel-plastik-im-magen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/2050-haben-nahezu-alle-seevoegel-plastik-im-magen\/","title":{"rendered":"2050 haben nahezu alle Seev\u00f6gel Plastik im Magen"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_28185\" aria-describedby=\"caption-attachment-28185\" style=\"width: 266px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-28185 \" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/PA050264.jpg\" alt=\"PA050264\" width=\"266\" height=\"164\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-28185\" class=\"wp-caption-text\">A red-footed booby on Christmas Island, in the Indian Ocean. \u00a9 CSIRO, Britta Denise Hardesty<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Forscher von CSIRO und des Imperial College London haben untersucht, wie verbreitet die Bedrohung der Seev\u00f6gel der Welt durch Plastik ist. Dabei wurden auch Albratrosse, Sturmtaucher und Pinguine ber\u00fccksichtigt. Laut der <a href=\"http:\/\/www.pnas.org\/content\/early\/2015\/08\/27\/1502108112.full.pdf?sid=f01c9d08-e2ff-4bb6-87e4-f7bce0e4dabf\" target=\"_blank\">in &#8220;PNAS&#8221; ver\u00f6ffentlichten Studie<\/a> hat der Gro\u00dfteil der Arten bereits Plastik in den Ged\u00e4rmen. Laut dem Team um Chris Wilcox weisen bereits fast 60 Prozent aller Seev\u00f6gel Plastik im Darm auf.<\/strong><\/p>\n<h3>M\u00fcllproblem nimmt rasant zu<\/h3>\n<p>Basierend auf der Analyse von Untersuchungen aus den 1960er-Jahren zeigt sich, dass Plastik in den M\u00e4gen der Seev\u00f6gel immer h\u00e4ufiger vorkommt. 1960 wurde Plastik in weniger als f\u00fcnf Prozent der Seev\u00f6gel nachgewiesen. Bis zum Jahr 2010 ist dieser Wert um 80 Prozent angestiegen. Die Prognose: Bis 2050 k\u00f6nnten 99 Prozent aller Seev\u00f6gel betroffen sein. Die Sch\u00e4tzungen gehen davon aus, dass bereits heute 90 Prozent aller dieser Arten bereits Plastik mit ihrem Futter aufgenommen haben.<\/p>\n<p>V\u00f6gel halten die Plastikteile f\u00fcr Futter oder schlucken sie. Die Folgen sind Probleme im Darm, Gewichtsverlust und fallweise sogar der Tod. Laut Wilcox liegt mit dieser Studie erstmals eine weltweite Prognose vor, welche Folgen die Verwendung von Plastik auf die Lebewesen des Meeres haben wird. Laut Mitautorin Denise Hardesty liefern Seev\u00f6gel Hinweise auf die Gesundheit der \u00d6kosyteme. &#8220;Diese Sch\u00e4tzungen werden durch unsere Feldstudien best\u00e4tigt. Wir haben schon in einem einzelnen Vogel bis zu 200 Plastikst\u00fccke gefunden.&#8221;<\/p>\n<h3>Besseres Abfallmanagement n\u00f6tig<\/h3>\n<p>Die gr\u00f6\u00dften Auswirkungen wird Plastik auf wildlebende Tiere im s\u00fcdlichen Ozean haben, also auf die Region um die S\u00fcdspitzen von Australien, S\u00fcdafrika und S\u00fcdamerika. Erik van Sebille vom Imperial College London nach hat Plastik gerade in den Regionen mit der gr\u00f6\u00dften Artenvielfalt die verheerendsten Folgen. &#8220;Wir machen uns gro\u00dfe Sorgen um Arten wie Pinguine und die gro\u00dfen Albatrosse, die genau in dieser Region leben.&#8221;<\/p>\n<p>Laut Hardesty besteht heute noch die M\u00f6glichkeit, die Auswirkungen des Plastiks auf die Seev\u00f6gel zu ver\u00e4ndern. Voraussetzung daf\u00fcr w\u00e4re aber ein besseres Abfallmanagement. &#8220;Auch einfache Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen bereits Wirkung zeigen. Das haben die Entwicklungen in Europa gezeigt. In weniger als einem Jahrzehnt ist es gelungen, die Menge an Plastik in den M\u00e4gen von Tieren deutlich zu reduzieren&#8221;, verdeutlicht Hardesty abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forscher von CSIRO und des Imperial College London haben untersucht, wie verbreitet die Bedrohung der Seev\u00f6gel der Welt durch Plastik ist. 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