{"id":28178,"date":"2015-09-07T03:12:04","date_gmt":"2015-09-07T01:12:04","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=28178"},"modified":"2015-09-04T14:56:07","modified_gmt":"2015-09-04T12:56:07","slug":"schnelle-zulassung-fuer-gentech-kartoffel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/schnelle-zulassung-fuer-gentech-kartoffel\/","title":{"rendered":"Schnelle Zulassung f\u00fcr Gentech-Kartoffel"},"content":{"rendered":"<p>Neue Gentech-Pflanzen k\u00f6nnten k\u00fcnftig einfacher auf den Markt kommen. Neue Gen-Editier-Methoden erlauben schnelle Erbgutver\u00e4nderungen, die m\u00f6glicherweise eine Aussaat ohne strenge Vorschriften der Agrarbeh\u00f6rden erlauben.<\/p>\n<p>Seit Juli laufen die Feldtests mit der franz\u00f6sischen Kartoffelsorte &#8220;Ranger Russet\u201c. Sie bildet bei der K\u00fchllagerung keinen Fruchtzucker mehr, weil das entwickelnde Unternehmen Calyxt in ihr ein Gen abgeschaltet hat, das Saccharose in Glukose und Fruktose umwandelt. Dadurch lassen sie sich l\u00e4nger ohne Frischeverlust aufbewahren und bilden beim Braten weniger Acrylamid, eine als potentiell krebserregend eingestufte Substanz, schreibt Technology Review in seiner aktuellen Ausgabe (am Kiosk und im Heise-Shop erh\u00e4ltlich).<\/p>\n<p>Best\u00e4tigen sie die Vorteile aus den Gew\u00e4chshaus-Versuchen, muss Calyxt keine weiteren Feldtests mit Einz\u00e4unung und keine zus\u00e4tzlichen Sicherheitsdaten erheben. Das US-Agrarministerium hatte gegen\u00fcber Calyxt \u2013 eine Tochterfirma des franz\u00f6sischen Biotech-Unternehmens Cellectis \u2013 bereits vor einem Jahr signalisiert, dass es im Gegensatz zu transgenen Pflanzen keine regulatorischen Vorschriften machen w\u00fcrde. Damit d\u00fcrfte sie bei positivem Ausgang der Feldtests recht schnell auf den Markt kommen.<\/p>\n<h3>Gentechnik durch die Hintert\u00fcr?<\/h3>\n<p>Klassische Gentech-Pflanzen tragen meist ein artfremdes Gen aus Bakterien, das sie ein Insektengift produzieren oder resistent gegen Unkrautmittel werden l\u00e4sst. Solche sogenannten transgene Pflanzen sind wegen aufwendigen regulatorischen Vorschriften und einer verbreiteten Ablehnung in der Bev\u00f6lkerung teuer zu entwickeln. Calyxt ging bei seiner Kartoffel jedoch einen anderen Weg: Das Unternehmen benutzte ein Gen-Editier-Werkzeug aus der Gruppe der sogenannten TALENs: Ein Protein, das an bestimmte DNA-Abschnitte bindet und beide Str\u00e4nge an definierter Stelle durchtrennt. Auf diese Weise lassen sich zum Beispiel gezielt Gene entfernen \u2013 wie bei der Ranger Russet.<\/p>\n<p>Eine \u00e4hnliche Entscheidung wie das US-Agrarministerium traf im Februar das Bundesamt f\u00fcr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) f\u00fcr den herbizid-toleranten Raps der US-Firma Cibus. Auch er wurde per Gen-Editierung erschaffen. Die neue Art der Genver\u00e4nderung ist zwar deutlich n\u00e4her am nat\u00fcrlichen Evolutionsprozess. Weil sie allerdings gleichzeitig nicht zu entdecken ist, sprechen Kritiker bereits von einer Einf\u00fchrung der Technologie durch die Hintert\u00fcr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue Gentech-Pflanzen k\u00f6nnten k\u00fcnftig einfacher auf den Markt kommen. Neue Gen-Editier-Methoden erlauben schnelle Erbgutver\u00e4nderungen, die m\u00f6glicherweise eine Aussaat ohne strenge Vorschriften der Agrarbeh\u00f6rden erlauben. 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