{"id":28035,"date":"2015-09-01T03:27:10","date_gmt":"2015-09-01T01:27:10","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=https%3A%2F%2Fwww.kunststoffe.de%2Fnews%2Fvermischtes%2Fartikel%2Fprojekt-knochenkleber-startet-als-bmwi-projekt-1152480.html%3Fet_cid%3D2%26et_lid%3D2%26et_sub%3Dnews_uebersicht"},"modified":"2015-08-31T14:13:53","modified_gmt":"2015-08-31T12:13:53","slug":"knochenkleber-innovative-medizin-startet-als-bmwi-projekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/knochenkleber-innovative-medizin-startet-als-bmwi-projekt\/","title":{"rendered":"\u201eKnochenkleber\u201c \u2013 Innovative Medizin startet als BMWi-Projekt"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_28043\" aria-describedby=\"caption-attachment-28043\" style=\"width: 205px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-28043 size-full\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/456366_web_R_K_by_sabine_koriath_pixeliode_02_d41ffb611f.jpg\" alt=\"456366_web_R_K_by_sabine_koriath_pixeliode_02_d41ffb611f\" width=\"205\" height=\"134\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-28043\" class=\"wp-caption-text\">Knochenkleber soll in Zukunft die Behandlung von Knochenbr\u00fcchen vereinfachen. Bild: Sabine Koriath \/pixelio.de <a href=\"http:\/\/www.ibbnetzwerk-gmbh.com\/typo3temp\/pics\/456366_web_R_K_by_sabine_koriath_pixeliode_02_940d75fb91.jpg\" target=\"_blank\">&#8211; Zoom &#8211;<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Martinsried, 26.08.2015 &#8211; Vier mittelst\u00e4ndische Unternehmen und zwei Partner aus dem universit\u00e4ren Bereich haben sich zusammengeschlossen, um einen Knochenkleber aus Biopolymeren zu entwickeln. Damit soll es m\u00f6glich sein, vor allem gering belastete Knochenbr\u00fcche z.B. im Gesicht oder an der Hand ohne den Einsatz von Implantaten zu fixieren. Das Projekt wurde von der IBB Netzwerk GmbH angesto\u00dfen und wird vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie (BMWi) f\u00fcr drei Jahre durch F\u00f6rdergelder unterst\u00fctzt. Das Kick-off-Meeting fand bereits am 30. Juli 2015 statt. Bei erfolgreichem Projektverlauf sollen anschlie\u00dfend klinische Studien mit einem Produktkandidaten starten.<\/strong><\/p>\n<p>Bei Knochenverletzungen wie z.B. Knochenbr\u00fcchen ist es h\u00e4ufig notwendig, einzelne Knochenteile zu fixieren, damit der Knochen wieder zusammenw\u00e4chst und rasch belastet werden kann. Standardm\u00e4\u00dfig kommen hierbei Schrauben und andere Implantate zum Einsatz. Einen innovativen und schonenden Ansatz verfolgen jetzt die Partner des Forschungsprojektes &#8220;Knochenkleber&#8221;. Sie wollen ein Biopolymer entwickeln, das auf die Knochenteile aufgetragen wird und diese miteinander verklebt. Das por\u00f6se Polymer wird mit der Zeit durch nachwachsenden Knochen ersetzt und die dabei entstehenden Zerfallsprodukte k\u00f6nnen vom K\u00f6rper abgebaut werden. Das Verfahren soll selbst bei komplizierteren Frakturen im gering belasteten Bereich m\u00f6glich sein. Ziel ist es weiterhin, das Risiko f\u00fcr post-operative Komplikationen durch den verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig kleinen Eingriff zu senken und einen Zweiteingriff zur Implantatentfernung zu vermeiden.<\/p>\n<p>Der Einsatz im menschlichen K\u00f6rper stellt hohe Anforderungen an das Biopolymer. Das Material muss biokompatibel sein und darf keine toxischen Bestandteile haben oder in solche zerfallen. Au\u00dferdem muss es auch in Gegenwart von K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten wie Blut und Gelenkfl\u00fcssigkeit sehr gut kleben. Um all das zu gew\u00e4hrleisten, ist das F\u00f6rderprojekt in drei Phasen aufgeteilt: Nach der Entwicklung von geeigneten Produktkandidaten erfolgt die Vertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung zun\u00e4chst in Zellkulturen. In der letzten Phase finden dann Untersuchungen im Tiermodell statt.<\/p>\n<p>Neben dem Institut f\u00fcr Unfallchirurgische Forschung und Biomechanik am Universit\u00e4tsklinikum Ulm und der German University of Cairo sind am Projekt vier Klein- und Mittelst\u00e4ndische Unternehmen beteiligt &#8211; FABES Forschungs-GmbH f\u00fcr Analytik und Bewertung von Stoff\u00fcberg\u00e4ngen (M\u00fcnchen), InnoTERE GmbH (Radebeul), provenion GmbH (Kirchseeon) und Unavera ChemLab GmbH (Mittenwald). Das Projekt wird im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie gef\u00f6rdert. Die angesetzten Projektkosten liegen bei 1.2 Mio. Euro &#8211; etwa 50% davon werden vom F\u00f6rderer \u00fcbernommen. Initiiert wurde das Forschungsprojekt von der IBB Netzwerk GmbH innerhalb des ZIM-Kooperationsnetzwerks &#8220;BioPlastik&#8221;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00dcber das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) und \u00fcber \u201eBioPlastik\u201c<\/h3>\n<p>Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) ist ein bundesweites F\u00f6rderprogramm f\u00fcr mittelst\u00e4ndische Unternehmen und Partner aus der Wissenschaft. Das Programm ist technologie- und branchenoffen. Innerhalb dieses F\u00f6rderrahmens hat die IBB Netzwerk GmbH das Kooperationsnetzwerk \u201eBioPlastik\u201c aufgebaut. W\u00e4hrend der Laufzeit von Januar 2014 bis Dezember 2016 sollen Projekte mit gro\u00dfer Umweltrelevanz angesto\u00dfen werden. Innerhalb dieses Kooperationsnetzwerks fanden sich u.a. die Partner f\u00fcr das ZIM-Projekt \u201eKnochenkleber\u201c zusammen.<\/p>\n<p>Lebensmittelverpackungen, Tragetaschen, Spielzeug oder Funktionstextilien \u2013 in allen diesen Produkten sind typischerweise petrobasierte Kunststoffe enthalten. Diese k\u00f6nnen aufgrund ihrer Langlebigkeit in der Natur nur sehr schlecht abgebaut werden. Die Reste reichern sich als umweltsch\u00e4dlicher Kunststoffm\u00fcll an, z.B. im Meer. Die\u00a020 Partner des Kooperationsnetzwerks haben es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, technische Projekte zur Entwicklung von innovativen, biobasierten, abbaubaren und gleichzeitig preisg\u00fcnstigen Biopolymeren durchzuf\u00fchren. Materialien aus Bioplastik &#8211; insbesondere Materialien aus dem bisher kaum vermarkteten Polyhydroxyalkanoate (PHA) &#8211; sollen dadurch deutliche Marktanteile an Massenprodukten gewinnen. Dar\u00fcber hinaus stellen die Partner hohe Nachhaltigkeitskriterien an die Herstellung der Biopolymere und die Materialien selbst. Weitere Informationen unter <a href=\"http:\/\/www.netzwerk-bioplastik.de\" target=\"_blank\">www.netzwerk-bioplastik.de<\/a>.<\/p>\n<h3>\u00dcber die Industrielle Biotechnologie Bayern Netzwerk GmbH (IBB Netzwerk GmbH)<\/h3>\n<p>Die IBB Netzwerk GmbH ist eine Netzwerk- und Dienstleistungsorganisation auf dem Gebiet der Industriellen Biotechnologie. Ziel ist es, die Umsetzung wertvoller wissenschaftlicher Erkenntnisse auf diesem Gebiet in innovative, marktf\u00e4hige Produkte und Verfahren zu katalysieren. Die IBB Netzwerk GmbH leistet das Management des Kooperationsnetzwerks \u201eBioPlastik\u201c, akquiriert passende Partner und unterst\u00fctzt diese bei der Ausarbeitung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Sitz des Unternehmens ist Martinsried bei M\u00fcnchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Biopolymere sollen die Behandlung von Knochenverletzungen revolutionieren und Nachfolgeeingriffe ver&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[6352,10578,10577,5919,10579,10254,10580,10576,8269],"class_list":["post-28035","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-bundesministerium-wirtschaft-energie","supplier-fabes-forschungs-gmbh","supplier-german-university-of-cairo","supplier-ibb-netzwerk","supplier-innotere-gmbh","supplier-provenion-gmbh","supplier-unavera-chemlab-gmbh","supplier-universitaetsklinikum-ulm","supplier-zim-kooperationsnetzwerk"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/28035","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=28035"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/28035\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=28035"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=28035"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=28035"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=28035"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}