{"id":27870,"date":"2015-08-26T03:09:14","date_gmt":"2015-08-26T01:09:14","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=27870"},"modified":"2015-08-25T13:38:01","modified_gmt":"2015-08-25T11:38:01","slug":"biobatterie-auf-basis-von-zucker-gewinnt-james-dyson-award-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biobatterie-auf-basis-von-zucker-gewinnt-james-dyson-award-2015\/","title":{"rendered":"Biobatterie auf Basis von Zucker gewinnt James Dyson Award 2015"},"content":{"rendered":"<p>Durch die Verwendung von Einwegbatterien entstehen alleine in Deutschland j\u00e4hrlich rund 40.000 Tonnen Sonderm\u00fcll. Mit dem bevorstehenden Wandel unserer Energieversorgung in Richtung regenerativer Energien wird weltweit nach neuen Energiespeichern geforscht. Ein gen\u00fcgt auf umweltbelastenden bisherigen Systeme gen\u00fcgt, um zu verstehen, dass auch bei den Speichersystemen in Zukunft nachhaltigere Technologien auf biobasierten Ressourcen eine Rolle spielen werden. Anfang 2014 haben Wissenschaftler rund um <a href=\"http:\/\/www.vtnews.vt.edu\/articles\/2014\/01\/012213-cals-battery.html\" target=\"_blank\">Y.H. Percival Zhang<\/a> das System einer Zuckerbatterie vorgestellt, das 15mal mehr Energie speichern k\u00f6nne als vergleichbare Technologien mit Lithiumionen.<\/p>\n<p>Diese Entwicklung wurde von den Industriedesignstudenten der Hochschule Darmstadt Dennis Rittel, Ana Maria Garcia und Soichiro Katayama aufgegriffen und in ein handels\u00fcbliches Format \u00fcbertragen. Die Vision der Gestalter ist es, dass zuckerbasierte Brennstoffzellen in Zukunft mp3-Player, Fernbedienungen und andere elektronische Ger\u00e4te mit Strom versorgen werden. Bei dem vorgestellten System wird der aus dem Sportbereich bekannte Zucker Maltrodextrin in Wasser gel\u00f6st. In einem biochemischen Prozess\u00a0unter Zugabe von Enzymen baut sich dieser in Wasser und Kohlendioxid ab und setzt dabei eine gro\u00dfe Menge an Energie frei. Was Sportler direkt in K\u00f6rperbewegungen umwandeln k\u00f6nnen, muss f\u00fcr die Verwendung in elektrischen Produktszenarien zwischengespeichert werden. Dazu haben die Designer ein Batteriegeh\u00e4use auf Basis des industriell kompostierbaren Kunststoffs PLA entwickelt. Nachgeladen wird die Batterie in einer speziellen Ladestation. Ist der Zucker abgebaut, wird die verbliebene Fl\u00fcssigkeit mit Unterdruck aus dem Geh\u00e4use gesaugt und durch eine neue Zuckerl\u00f6sung ersetzt. Spezielle Gummimembrane am Batteriekopf und -fu\u00df sorgen dabei f\u00fcr die n\u00f6tige Durchl\u00e4ssigkeit.<\/p>\n<p>Die Entwicklung der Designer wurde von einer renommierten Jury bei der nationalen Ausscheidung mit dem <a href=\"http:\/\/www.jamesdysonaward.org\/de\/projects\/sugar-battery\" target=\"_blank\">James Dyson Award 2015<\/a> bedacht. &#8220;Einerseits beobachten wir, wie das Thema Zucker im Kontext Ern\u00e4hrung zunehmender medialer Kritik ausgesetzt ist, andererseits entz\u00fcckt der Rohstoff die Wissenschaft mit enormen Potentialen, da er viele L\u00f6sungen f\u00fcr aktuelle Zukunftsprobleme liefern kann. Genau dieser Herausforderung und dem breiten Spektrum widmet sich das Projekt Zuckerbatterie&#8221;, kommentiert Professor Tom Philipps von der Hochschule Darmstadt die Entscheidung.<\/p>\n<p>Der James Dyson Award richtet sich an Studierende und junge Absolventen im Bereich Produkt- und Industriedesign und in den Ingenieurwissenschaften. 2015 wird der Wettbewerb in 20 L\u00e4ndern durchgef\u00fchrt, darunter Australien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien, Hongkong, Irland, Italien und Japan. Alle eingereichten Projekte werden von Jurys auf nationaler Ebene und Dyson-Ingenieuren eingehend gepr\u00fcft. Die nationalen Gewinner nehmen am internationalen Ausscheidungswettbewerb teil. Am 10. November 2015 folgt die Pr\u00e4mierung des internationalen Preistr\u00e4gers.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch die Verwendung von Einwegbatterien entstehen alleine in Deutschland j\u00e4hrlich rund 40.000 Tonnen Sonderm\u00fcll. 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