{"id":27791,"date":"2015-08-24T02:14:20","date_gmt":"2015-08-24T00:14:20","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=27791"},"modified":"2015-08-23T09:36:36","modified_gmt":"2015-08-23T07:36:36","slug":"unterschaetzter-rohstoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/unterschaetzter-rohstoff\/","title":{"rendered":"Untersch\u00e4tzter Rohstoff"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gr\u00e4ser, H\u00f6lzer und andere mehrj\u00e4hrige Pflanzen sind ein Hoffnungsschimmer, um den wachsenden Bedarf an alternativen Rohstoffen zu stillen: ihre Produktion ist umweltfreundlich, sie erreichen hohe Ertr\u00e4ge, brauchen kaum D\u00fcnger oder Pflanzenschutzmittel und sch\u00fctzen die B\u00f6den damit vor Erosion. Doch nur wenige Arten k\u00f6nnen wirtschaftlich erfolgreich eingesetzt werden. Auf der Perennial Biomass Crops Conference 2015 auf Schloss Hohenheim tauschen sich Wissenschaftler und Landwirte \u00fcber ihre Erfahrungen mit mehrj\u00e4hrigen Pflanzen aus. Mehr Informationen unter <a href=\"http:\/\/www.biomass2015.eu\">www.biomass2015.eu<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Bis zu vier Meter hoch kann das riesige chinesische Schilfgras (Miscanthus \u00d7 giganteus) werden. Er ist die einzige Variante des Miscanthus, die bisher gro\u00dffl\u00e4chig in Europa angebaut wird, da sie relativ anpassungsf\u00e4hig ist und hohen Ertrag mit geringem Bedarf an D\u00fcngern verbindet.<\/p>\n<p>Das Riesengras ist einer der Hoffnungstr\u00e4ger der sogenannten Bio\u00f6konomie. Darunter versteht sich eine Wirtschaftsweise, die auf neue, andere und bessere Produkte von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen setzt.<\/p>\n<p>Wieweit Gr\u00e4ser und andere mehrj\u00e4hrige Pflanzen daf\u00fcr besonders geeignet sind, ist Thema der Perennial Biomass Crops Conference 2015. Denn im Detail besteht durchaus Forschungsbedarf.<\/p>\n<h3>Beispiel Miscanthus: Ein Gras mit wenig Anspr\u00fcchen und hohen Ertr\u00e4gen<\/h3>\n<p>So auch beim Beispiel Miscanthus. Denn der produziert keine Samen, das hei\u00dft er muss \u00fcber Pflanzenteile zeit- und geldaufwendig vermehrt werden. Das Projekt OPTIMISC der Universit\u00e4t Hohenheim forscht deshalb an M\u00f6glichkeiten, neue Genotypen als Vorl\u00e4ufer von Sorten zu entwickeln, die \u00fcber Samen vermehrt werden k\u00f6nnen. Denn das mehrj\u00e4hrige Gras ist vielseitig einsetzbar, wei\u00df Prof. Dr. Iris Lewandowski, Prorektorin f\u00fcr Lehre an der Universit\u00e4t Hohenheim und Leiterin des Projekts.<\/p>\n<p>\u201eMiscanthus kann als Energie- oder Industriepflanze genutzt werden\u201c, so die Expertin der Universit\u00e4t Hohenheim. \u201eEs bringt hohe Ertr\u00e4ge und w\u00e4chst auch auf weniger fruchtbaren B\u00f6den.\u201c<\/p>\n<p>Auch bereits kontaminierte B\u00f6den k\u00f6nnten durch den Anbau von Miscanthus wieder gereinigt werden, so die Einsch\u00e4tzung von Prof. Dr. Lewandowski. \u201eMiscanthus muss kaum ged\u00fcngt oder mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Das schont die B\u00f6den. Gleichzeitig k\u00f6nnten die bereits kontaminierten, marginale Fl\u00e4chen wieder genutzt werden.\u201c<\/p>\n<p>Prof. Dr. Lewandowski forscht an neuen Genotypen von Miscanthus, um diese auch f\u00fcr die Landwirtschaft erfolgreich nutzbar und noch stressresistenter zu machen. \u201eVor allem als ein alternativer Rohstoff in der Energie, der Baustoffbranche und zur Herstellung biobasierte Chemikalien hat Miscanthus noch viel Potenzial \u00fcbrig\u201c, lautet das Fazit der Expertin. \u201eVerbessern wir diesen Genotyp weiter, kann das Schilfgras als Industrie- oder Energiepflanze in vielen Regionen weltweit angepflanzt werden und leistet dabei einen wichtigen Beitrag zur Bio\u00f6konomie.\u201c<\/p>\n<h3>Konferenz pr\u00e4sentiert wissenschaftliche Projekte und Praxisbeispiele<\/h3>\n<p>Forschungsprojekte wie dieses stehen im Zentrum der dreit\u00e4gigen Konferenz Perennial Biomass Crops 2015, zu der Wissenschaftler und Praktiker aus ganz Europa zur Universit\u00e4t Hohenheim reisen.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzt wird die Diskussion der Wissenschaftler durch Beispiele aus der Praxis. Denn auch Landwirte, die diese Gr\u00e4ser bereits anpflanzen, werden ihre Erfahrungen teilen und W\u00fcnsche f\u00fcr eine wirtschaftlich erfolgreiche Anpflanzung offenlegen.<\/p>\n<p>7.-10. Sept. 2015: europ\u00e4ische Biomasse-Konferenz diskutiert, wie Gr\u00e4ser und andere mehrj\u00e4hrige Pflanzen den dringenden Bedarf nach Rohstoffen stillen k\u00f6nnen \/ Universit\u00e4t Hohenheim, Schloss Hohenheim, 70599 Stuttgart<\/p>\n<p>Mehr Informationen, das Programm und die Projektpartner unter <a href=\"http:\/\/www.biomass2015.eu\">www.biomass2015.eu<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00e4ser, H\u00f6lzer und andere mehrj\u00e4hrige Pflanzen sind ein Hoffnungsschimmer, um den wachsenden Bedarf an alternativen Rohstoffen zu stillen: ihre Produktion ist umweltfreundlich, sie erreichen hohe Ertr\u00e4ge, brauchen kaum D\u00fcnger oder Pflanzenschutzmittel und sch\u00fctzen die B\u00f6den damit vor Erosion. 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