{"id":27386,"date":"2015-08-05T04:05:03","date_gmt":"2015-08-05T02:05:03","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.chemie.de%2Fnews%2F153922%2Fvom-abfallstoff-zum-wertstoff-nachwachsende-rohstoffe-mittels-chemie-und-biologie.html%3FWT.mc_id%3Dca0065"},"modified":"2015-08-04T09:36:43","modified_gmt":"2015-08-04T07:36:43","slug":"vom-abfallstoff-zum-wertstoff-nachwachsende-rohstoffe-mittels-chemie-und-biologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/vom-abfallstoff-zum-wertstoff-nachwachsende-rohstoffe-mittels-chemie-und-biologie\/","title":{"rendered":"Vom Abfallstoff zum Wertstoff: nachwachsende Rohstoffe mittels Chemie und Biologie"},"content":{"rendered":"<p><strong>Nachwachsende Rohstoffe liegen im Trend, umso mehr wenn sie durch umweltschonende Produktionsverfahren hergestellt werden. Wie diese funktionieren und welche neuen Methoden es gibt, wird derzeit auf der Biotrans 2015, der gr\u00f6\u00dften Fachkonferenz im Bereich Biokatalyse, diskutiert.<\/strong><\/p>\n<p>Die Evolution hat eine Vielzahl von Enzymen hervorgebracht, die spezielle Stoffumsetzungen (sog. Biotransformationen) besonders mild bewerkstelligen. Dies hat wesentlich zur hohen Vielfalt von Organismen und ihren Produkten beigetragen. Der Einsatz von Enzymen (und Mikroorganismen) in der Chemie ist hingegen relativ neu und wird als Biokatalyse bezeichnet: Unter \u00e4hnlich milden und umweltvertr\u00e4glichen Bedingungen werden wertvolle Chemikalien f\u00fcr die Pharmazie, Materialwissenschaften oder auch die Agroindustrie erzeugt.<br \/>\nUm dem Trend zur Verschr\u00e4nkung von Chemie und Biologie f\u00fcr technologische Anwendungen Rechnung zu tragen, hat die TU Wien hat die Initiative \u201eTUgoesBIO\u201c ins Leben gerufen. So hat u.a. die Gruppe um Prof. Marko Mihovilovic (Institut f\u00fcr Angewandte Synthesechemie) mehrere Verfahren entwickelt, um aus Abfallstoffen mittels Biotransformationen Wertstoffe wie Vorstufen f\u00fcr Kunstfasern (Nylon\/Perlon-9) oder auch wertvolle Aromastoffe zu gewinnen. Dies stellt wesentliche Schritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen \u201eBioraffinerie\u201c dar, um wichtige Chemikalien bei verknappenden Ressourcen zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p>Im Rahmen der wissenschaftlichen Feiern zum 200-Jahr-Jubil\u00e4um der TU Wien wird daher heuer auch die gr\u00f6\u00dfte Fachtagung im Bereich der Biokatalyse in Wien abgehalten. Biotrans2015 bringt \u00fcber 700 Wissenschaftler_innen aus Chemie, Biologie und Biotechnologie zusammen, um \u00fcber neueste Entwicklungen im Bereich umweltschonender Produktionsverfahren durch Einsatz von Enzymen und Mikroorganismen zu referieren. \u201eEs ist uns gelungen, hochkar\u00e4tige Forscher wie Prof. Sang Yup Lee aus Korea \u2013 Mitglied des World Economic Forums \u2013 sowie Prof. Frances H. Arnold aus den USA \u2013 Tr\u00e4gerin der National Medal of Technology and Innovation \u2013 nach Wien zu holen und vielversprechende Trends beim \u00dcbergang von einer erd\u00f6l-basierten zu einer auf nachwachsenden Rohstoffen beruhenden Industrie herauszuarbeiten\u201c, erl\u00e4utert Mihovilovic. Dass \u00d6sterreich in diesem Forschungsfeld ein \u201eglobal player\u201c ist, zeigt sich auch daran, dass der erstmalig verliehene Biotrans-Award an Prof. Wolfgang Kroutil, Uni Graz, f\u00fcr seine wegweisenden Arbeiten zur Entdeckung neuer Enzymarten und Biotransformationen geht.<\/p>\n<p>Die intensiven Forschungst\u00e4tigkeiten im Bereich der Biokatalyse und Gr\u00fcnen Chemie in \u00d6sterreich sind auch f\u00fcr den Fachverband der Chemischen Industrie (FCIO) ein zuk\u00fcnftiges Entwicklungsfeld. \u201eChemie 4.0\u201c bezeichnet die Entwicklung von v\u00f6llig neuartigen Verfahren und Materialien, die den Kunden ma\u00dfgeschneiderte Produkte und Leistungen bieten. \u201eChemie 4.0 ist ein komplexer und zugleich spannender Prozess, der mit einer Idee im Labor beginnt und die Innovation zur industriellen Fertigung bringt. Green Chemistry und Smart Chemistry sind die Stoffe, aus denen die Zukunft gemacht wird\u201c, so der Obmann des FCIO Ing. Hubert Culik.<\/p>\n<h3>Weblinks<\/h3>\n<p>Biotrans2015: <a href=\"http:\/\/www.biotrans2015.com\" target=\"_blank\">http:\/\/www.biotrans2015.com<\/a><br \/>\nTU Wien: <a href=\"http:\/\/www.tuwien.ac.at\" target=\"_blank\">http:\/\/www.tuwien.ac.at<\/a><br \/>\nFCIO: <a href=\"http:\/\/www.fcio.at\" target=\"_blank\">www.fcio.at<\/a><\/p>\n<h3>R\u00fcckfragehinweis:<\/h3>\n<p>Prof. Marko D. Mihovilovic<br \/>\nInstitut f\u00fcr Angewandte Synthesechemie<br \/>\nTechnische Universit\u00e4t Wien<br \/>\nGetreidemarkt 9,1060 Wien<br \/>\nT: +43-1-58801-15420<br \/>\n<a href=\"mailto:marko.mihovilovic@tuwien.ac.at\">marko.mihovilovic@tuwien.ac.at<\/a><\/p>\n<h3>Aussender:<\/h3>\n<p>MMag. Christine Cimzar-Egger<br \/>\nTechnische Universit\u00e4t Wien<br \/>\nB\u00fcro f\u00fcr \u00d6ffentlichkeitsarbeit<br \/>\nT: +43-1-58801-41021<br \/>\n<a href=\"mailto:pr@tuwien.ac.at\">pr@tuwien.ac.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachwachsende Rohstoffe liegen im Trend, umso mehr wenn sie durch umweltschonende Produktionsverfah&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[10371,2883],"class_list":["post-27386","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-fachverband-der-chemischen-industrie-oesterreichs-fcio","supplier-technische-universitaet-wien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27386","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27386"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27386\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27386"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=27386"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27386"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=27386"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}