{"id":27257,"date":"2015-07-28T02:22:03","date_gmt":"2015-07-28T00:22:03","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=27257"},"modified":"2015-07-27T16:24:09","modified_gmt":"2015-07-27T14:24:09","slug":"gruenes-gold-algen-projekt-advanced-biomass-value-startet-aussichtsreich-ins-dritte-projektjahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/gruenes-gold-algen-projekt-advanced-biomass-value-startet-aussichtsreich-ins-dritte-projektjahr\/","title":{"rendered":"\u201eGr\u00fcnes Gold\u201c \u2013 Algen-Projekt \u201eAdvanced Biomass Value\u201c startet aussichtsreich ins dritte Projektjahr"},"content":{"rendered":"<p><strong>M\u00fcnchen\/Ottobrunn, 27. Juli 2015 \u2013 Vor vielen Millionen Jahren sanken nebst allerlei Getier auch Algen auf den Grund des Meeres. Im Laufe der Zeit und durch die richtigen Umgebungsbedingungen wandelte sich diese Biomasse zu unserem heutigen \u201eschwarzen Gold\u201c, dem Erd\u00f6l. Das kennen wir noch aus der Schule. Doch Erd\u00f6l kann nicht mehr unumstritten und endlos als Ausgangsstoff f\u00fcr unsere allt\u00e4glichen (Wegwerf-)Produkte und unseren steigenden Energiebedarf verwendet werden. Alternativen m\u00fcssen her \u2013 und auch dabei spielen Algen eine wichtige Rolle: aber jetzt in der frischen Form des \u201egr\u00fcnen Goldes\u201c. So sind Algen zusammen mit \u00d6lhefen im BMBF-gef\u00f6rderten Verbundprojekt \u201eAdvanced Biomass Value\u201c die Hauptakteure.<\/strong><\/p>\n<p>Algen und \u00d6lhefen dienen in \u201eAdvanced Biomass Value\u201c als Rohstoff f\u00fcr biobasierte Schmierstoffe, Biokerosin und CO<sub>2<\/sub>-bindende Baumaterialien. Damit greift das Projekt gleich mehrere Herausforderungen unseres modernen Lebens auf:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Fl\u00e4chennutzungskonkurrenzen<\/strong>: Algen k\u00f6nnen auf Fl\u00e4chen kultiviert werden, die nicht in Konkurrenz zur Produktion von Nahrungsmitteln stehen.<\/li>\n<li><strong>Funktionierendes Bioraffinerie-Konzept<\/strong>: Durch die stoffliche als auch energetische Nutzung der eingesetzten Algen und \u00d6lhefen entstehen keine Abf\u00e4lle.<\/li>\n<li><strong>Umwelt- und Klimaschutz<\/strong>: Bei der Nutzung von Algenbiomasse werden keine zus\u00e4tzlichen Treibhausgase ausgesto\u00dfen, im Gegensatz zum Erd\u00f6l, welches bei seiner Verwendung, vor allem als Kraftstoff, seit Jahrmillionen gebundene Treibhausgase freisetzt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diesen Monat startete nun das dritte Projektjahr von Advanced Biomass Value und die Projektpartner k\u00f6nnen bereits wichtige Erfolge vorweisen: Die gefundenen Algenst\u00e4mme, \u00d6lhefen und Methoden zu deren Kultivierung erzielen gute Ergebnisse auf dem Weg zur Herstellung biobasierter Flugkraft-, Schmier- und Baustoffe. N\u00e4chster Meilenstein ist nun die Kultivierung von Algen im industriellen Ma\u00dfstab, daher geht Mitte August ein Flachplatten-Photobioreaktor in Betrieb. Damit setzte sich die positive Entwicklung von Advanced Biomass Value auch im zweiten Jahr fort und l\u00e4sst die Partner zuversichtlich auf die restliche Projektlaufzeit blicken: Schmier-, Bau- und Flugkraftstoffe aus Algen und \u00d6lhefen sind inzwischen zum Greifen nah.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Hintergrund zu \u201eAdvanced Biomass Value\u201c<\/h3>\n<p>In der Flug- und Schmierstoffindustrie ist im Hinblick auf die immer knapper werdenden fossilen Rohstoffe ein Umdenken notwendig. Um den Bedarf auch weiterhin zu decken, m\u00fcssen alternative Ressourcen herangezogen werden. Kraftstoffe aus Algen werden den Standards heutiger Flugkraftstoffe gerecht. Zudem konkurriert die Nutzung von Algen als Rohstoffquelle nicht mit der Nahrungsmittelproduktion. Weitere Vorteile sind, dass Algen beim Wachsen das Treibhausgas CO<sub>2<\/sub> fixieren und im Vergleich zu Landpflanzen einen 10-100-fach h\u00f6heren Biomasseertrag pro Anbaufl\u00e4che aufweisen.<\/p>\n<p>Die Projektpartner sind: Fachgebiet Industrielle Biokatalyse der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen (Koordinator), die Lehrst\u00fchle f\u00fcr Chemie Biogener Rohstoffe, f\u00fcr Technische Chemie II und f\u00fcr Bioverfahrenstechnik der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen, der Lehrstuhl f\u00fcr Pharmazeutische Biologie der Ernst-Moritz-Arndt-Universit\u00e4t Greifswald, Airbus Group Innovations, Bauhaus Luftfahrt e.V., BBSI UG, Fuchs Europe Schmierstoffe, NATECO2 und Speetect GmbH. Die IBB Netzwerk GmbH hat das Projektkonsortium in der Partnerfindung und Antragseinreichung begleitet und ist in dem Projekt zust\u00e4ndig f\u00fcr die Netzwerkpflege und die Au\u00dfendarstellung.<\/p>\n<p>\u00dcber die Industrielle Biotechnologie Bayern Netzwerk GmbH (IBB Netzwerk GmbH)<br \/>\nDie IBB Netzwerk GmbH ist eine Netzwerk- und Dienstleistungsorganisation auf dem Gebiet der Industriellen Biotechnologie. Ziel ist es, die Umsetzung wertvoller wissenschaftlicher Erkenntnisse auf diesem Gebiet in innovative, marktf\u00e4hige Produkte und Verfahren zu katalysieren. Sie betreibt das Management und die Koordination des IBB-Netzwerks. \u201eAdvanced Biomass Value\u201c ist eines von mehreren Forschungs- und Entwicklungsprojekten, das bisher innerhalb des IBB-Netzwerks gef\u00f6rdert wurde.<br \/>\nSitz des Unternehmens ist Martinsried bei M\u00fcnchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen\/Ottobrunn, 27. Juli 2015 \u2013 Vor vielen Millionen Jahren sanken nebst allerlei Getier auch Algen auf den Grund des Meeres. Im Laufe der Zeit und durch die richtigen Umgebungsbedingungen wandelte sich diese Biomasse zu unserem heutigen \u201eschwarzen Gold\u201c, dem Erd\u00f6l. Das kennen wir noch aus der Schule. Doch Erd\u00f6l kann nicht mehr unumstritten und endlos [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[155,7877,3261,187,10255,5919,10345,10346,263,1021],"class_list":["post-27257","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-airbus","supplier-bbsi-ug","supplier-bauhaus-luftfahrt-ev","supplier-bundesministerium-fuer-bildung-und-forschung-bmbf","supplier-fuchs-schmierstoffe-gmbh","supplier-ibb-netzwerk","supplier-nateco2-gmbh-co-kg","supplier-speetect-gmbh","supplier-technische-universitaet-muenchen","supplier-universitaet-greifswald"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27257","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27257"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27257\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27257"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=27257"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27257"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=27257"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}