{"id":27011,"date":"2015-07-15T02:20:16","date_gmt":"2015-07-15T00:20:16","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.chemie.de%2Fnews%2F153652%2Fdie-groesste-gruene-wasserstoffanlage-der-welt.html%3FWT.mc_id%3Dca0065"},"modified":"2015-07-14T12:32:50","modified_gmt":"2015-07-14T10:32:50","slug":"startschuss-fuer-gruenen-wasserstoff-aus-mainz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/startschuss-fuer-gruenen-wasserstoff-aus-mainz\/","title":{"rendered":"Startschuss f\u00fcr gr\u00fcnen Wasserstoff aus Mainz"},"content":{"rendered":"<p><strong>MAINZ. Mit einem symbolischen Knopfdruck wurde heute in Mainz die gr\u00f6\u00dfte gr\u00fcne Wasserstoffanlage der Welt in Betrieb genommen. Nach gut einem Jahr Bauzeit ist damit im Beisein der rheinland-pf\u00e4lzischen Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer, Energieministerin Eveline Lemke und des Mainzer Oberb\u00fcrgermeisters Michael Ebling ein Vorzeigeprojekt der deutschen Energiewende an den Start gegangen. Der Vorstandsvorsitzende der Linde Group, Dr. Wolfgang B\u00fcchele, Siemens-Vorstand Prof. Siegfried Russwurm, die Vorst\u00e4nde der Stadtwerke Mainz AG, Detlev H\u00f6hne und Dr. Tobias Brosze, sowie Prof. Dr. Detlev Reymann, Pr\u00e4sident der Hochschule RheinMain, setzten offiziell die Wasserstoffproduktion im Energiepark Mainz in Gang. Die von den Partnern gemeinsam entwickelte Anlage wird k\u00fcnftig Wasserstoff mit Hilfe von umweltfreundlich erzeugtem Strom herstellen &#8211; unter anderem aus benachbarten Windkraftanlagen. Das Forschungsprojekt umfasst Investitionen von etwa 17 Millionen Euro und wird vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie im Rahmen der \u201eF\u00f6rderinitiative Energiespeicher\u201c unterst\u00fctzt.<\/strong><\/p>\n<p>Bei der feierlichen Er\u00f6ffnung waren sich die Vorst\u00e4nde der beteiligten Partner und die geladenen G\u00e4ste aus der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik einig, dass der Energiepark und sein technisches Konzept zu einem wichtigen Baustein der Energiewende werden k\u00f6nnen. Denn bereits heute m\u00fcssen Windkraft- oder Fotovoltaikanlagen wegen fehlender Kapazit\u00e4ten im Stromnetz zu bestimmten Zeiten abgeschaltet werden. Durch den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien wird dieses Problem in den n\u00e4chsten Jahren noch gr\u00f6\u00dfer werden. Im Energiepark Mainz kann diese \u201e\u00fcbersch\u00fcssige\u201c elektrische Energie durch die Zerlegung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff gespeichert und der umweltfreundlich erzeugte Wasserstoff sp\u00e4ter bedarfsgerecht verwendet werden. Damit werden erneuerbare Energien flexibler einsetzbar und stehen dann zur Verf\u00fcgung, wenn sie gebraucht werden.<\/p>\n<p>Dr. Wolfgang B\u00fcchele sagte dazu: \u201eDer Brennstoffzellenantrieb hat enorme Fortschritte gemacht und steht am Beginn der Markteinf\u00fchrung. Er kann bei entsprechender Verbreitung helfen, die verkehrsbedingten Umweltbelastungen erheblich zu senken. Linde versorgt bereits heute die Wasserstofftankstellen \u00fcberwiegend mit \u201agr\u00fcnem\u2018 Wasserstoff. Hier im Energiepark Mainz kann nun genug davon produziert werden, um 2.000 Brennstoffzellen-Pkw zu versorgen.\u201c<\/p>\n<p>Linde ist im Rahmen des Projekts f\u00fcr die Reinigung, Verdichtung, Speicherung und Abf\u00fcllung des Wasserstoffs verantwortlich. Die innovativen Eigenschaften der Linde-eigenen Ionenverdichter-Technologie f\u00fchren dabei zu einer besonders energiesparenden Kompression und hohen Betriebsflexibilit\u00e4t. Der in Mainz-Hechtsheim produzierte Wasserstoff wird vor Ort gelagert und teilweise zur Belieferung von Wasserstoff-Tankstellen in Tankwagen gef\u00fcllt. Ein Teil wird zur sp\u00e4teren Strom- oder W\u00e4rmeerzeugung ins Erdgasnetz eingespeist.<\/p>\n<p>Von Siemens stammt das Wasserstoff-Elektrolysesystem des Energieparks. Das Besondere an der Mainzer Anlage und der Unterschied zu anderen, deutlich kleineren Pilotprojekten: Hier arbeitet eine hochdynamische PEM-Druckelektrolyse &#8211; mit bis zu 6 Megawatt Stromaufnahme die weltweit gr\u00f6\u00dfte dieser Art. Der Energiepark hat damit die richtige Gr\u00f6\u00dfe, um lokale Engp\u00e4sse im Stromnetz zu vermeiden und das Stromangebot kleinerer Windparks zu verstetigen.<\/p>\n<p>\u201eZuk\u00fcnftige Energiesysteme werden weit komplexer, vernetzter und flexibler sein als heute. Der PEM-Elektrolyseur ist f\u00fcr dieses Energie-Puzzle ein wertvoller Baustein\u201c, so Prof. Siegfried Russwurm anl\u00e4sslich der Er\u00f6ffnung. \u201eDurch die Wasserstoffelektrolyse lassen sich gerade die erneuerbaren Energien effizienter in die Stromnetze einbinden. Ein momentaner Energie\u00fcberschuss kann abgefangen, gespeichert und weiterverwendet werden. Mit dem Energiepark Mainz haben wir daf\u00fcr ein innovatives System geschaffen \u2013 ein Br\u00fcckenschlag von der Vision zur industrietauglichen Realit\u00e4t.\u201c<br \/>\nDer Energiepark ist direkt an das Mittelspannungsnetz der Stadtwerke Mainz Netze GmbH angebunden sowie an vier benachbarte Windr\u00e4der, die zur Stadtwerke-Unternehmensgruppe geh\u00f6ren. \u201eDurch die jahrelange Erfahrung als Netzbetreiber kennen wir in der gesamten Unternehmensgruppe die Vorteile, aber auch die Nachteile der erneuerbaren Energien und wissen, wie wichtig weitere Speicherm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Strom sind\u201c, verdeutlichen die SWM-Vorst\u00e4nde Detlev H\u00f6hne und Dr. Tobias Brosze die Notwendigkeit des Energieparks. \u201eDie dezentrale Speicherung von elektischer Energie in Zeiten hoher Wind-Einspeisung dient der Netzintegration erneuerbarer Energien und gew\u00e4hrleistet die Netzstabilit\u00e4t.\u201c Auf diesem Gebiet arbeitet seit vielen Jahren die Hochschule RheinMain, die die wissenschaftliche Begleitung des Forschungsvorhabens \u00fcbernommen hat. Die Erkenntnisse aus dem auf vier Jahre angesetzten Projekt werden im Rahmen einer Doktorarbeit verwertet und bewertet. \u201eIm Energiepark Mainz k\u00f6nnen wir die Umwandlung von Windenergie zu Wasserstoff in einem gro\u00dftechnischen Ma\u00dfstab erproben und testen, welche Betriebsf\u00fchrungskonzepte sinnvoll sind. F\u00fcr das wichtige Zukunftsziel, die Energie aus volatilen Quellen, also Windkraft, aber auch Photovoltaik, \u00f6konomisch und \u00f6kologisch optimal nutzbar zu machen, erwarten wir daraus spannende und wegweisende Erkenntnisse\u201c, freut sich Prof. Dr. Birgit Scheppat, Leiterin des Wasserstofflabors der Hochschule.<\/p>\n<p>Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer lobte das Energiespeicherprojekt nicht nur als Vorzeigemodell f\u00fcr Mainz, sondern f\u00fcr ganz Rheinland-Pfalz und dar\u00fcber hinaus. \u201eMit der Energiewende hat die Landesregierung ein gro\u00dfes Vorhaben in Angriff genommen, das Generationen \u00fcbergreift und Gesellschaft und Wirtschaft nachhaltig ver\u00e4ndern wird. Die Produktion von Wasserstoff durch umweltfreundlich erzeugten Strom ist ein markanter Schritt auf unserem Weg zum Schutz des Klimas\u201c, sagte Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer.<\/p>\n<p>Oberb\u00fcrgermeister Michael Ebling zeigte sich erfreut, dass mit der Inbetriebnahme des Energieparks ein bereits vor der Er\u00f6ffnung international beachtetes innovatives Forschungsprojekt in Mainz angesiedelt werden konnte. \u201eSowohl die Stadt als auch die Stadtwerke Mainz haben in den vergangenen Jahren viel f\u00fcr die Energiewende und den Ausbau der erneuerbaren Energien getan\u201c, erinnerte Ebling an die Vereinbarung, bis zum Jahr 2020 exakt 30 Prozent des Mainzer Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien zu decken. Ebling: \u201eDoch es reicht nicht, nur Windr\u00e4der und Solaranlagen zu errichten und zu betreiben, sondern wir m\u00fcssen erneuerbare Energien auch sinnvoll nutzen k\u00f6nnen. Der Energiepark baut hier eine Br\u00fccke, weil er Strom speicherbar macht.\u201c<\/p>\n<h3>Ansprechpartner<\/h3>\n<p><strong>Stadtwerke Mainz AG<\/strong><br \/>\nMichael Theurer<br \/>\nPressesprecher<br \/>\nFon (0 61 31) 12 60 60<br \/>\nFax (0 61 31) 12 60 24<br \/>\n<a href=\"mailto:michael.theurer@stadtwerke-mainz.de\">michael.theurer@stadtwerke-mainz.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Siemens AG &#8211; Industry Sector<\/strong><br \/>\nStefan Rauscher<br \/>\nCommunications<br \/>\nI CC PR<br \/>\nFon +49 911 895-7952<br \/>\nMobile: +49 152 22805502<br \/>\n<a href=\"mailto:stefan.rauscher@siemens.com\">stefan.rauscher@siemens.com<\/a><\/p>\n<p><strong>Linde AG<\/strong><br \/>\nStefan Metz<br \/>\nManager Clean Technology Communications<br \/>\nCorporate Communications &amp; IR<br \/>\nFon +49 89 35757-1322<br \/>\n<a href=\"mailto:stefan.metz@linde.com\">stefan.metz@linde.com<\/a><\/p>\n<p><strong>Hochschule RheinMain<\/strong><br \/>\nJan W\u00fcntscher<br \/>\nReferat f\u00fcr Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit<br \/>\nFon +49 6142 898-4657<br \/>\n<a href=\"mailto:jan.wuentscher@hs-rm.de\">jan.wuentscher@hs-rm.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem symbolischen Knopfdruck wurde in Mainz die gr&ouml;&szlig;te gr&uuml;ne Wasserstoffanlage der Welt in Bet&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[6352,10293,10292,1193,608,10291,10294],"class_list":["post-27011","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-bundesministerium-wirtschaft-energie","supplier-energiepark-mainz","supplier-hochschule-rheinmain","supplier-linde-ag","supplier-siemens-ag","supplier-stadtwerke-mainz-ag","supplier-stadtwerke-mainz-netze-gmbh"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27011","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27011"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27011\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27011"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=27011"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27011"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=27011"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}