{"id":26945,"date":"2015-07-10T02:58:18","date_gmt":"2015-07-10T00:58:18","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=26945"},"modified":"2015-07-08T15:08:40","modified_gmt":"2015-07-08T13:08:40","slug":"waste2value-wert-schaffen-aus-rest-und-abfallstoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/waste2value-wert-schaffen-aus-rest-und-abfallstoffen\/","title":{"rendered":"\u201eWaste2Value\u201c: Wert schaffen aus Rest- und Abfallstoffen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Martinsried, 06.07.2015 \u2013 Die Partner des Kooperationsnetzwerks \u201eWaste2Value\u201c trafen sich am 25. Juni 2015 zum F\u00f6rderhalbjahr, um sich auszutauschen. Die Zwischenbilanz kann sich sehen lassen: Neun Ideen f\u00fcr erste Forschungsprojekte bestehen und sollen bis Ende 2015 weiter ausgearbeitet sowie in passenden F\u00f6rderma\u00dfnahmen eingereicht werden. Die Netzwerkpartner wollen in ihren unterschiedlichen Forschungsprojekten Spezial- und Basischemikalien aus Rest- und Abfallstoffen gewinnen. Diese biobasierten Chemikalien werden anschlie\u00dfend zu Produkten weiterverarbeitet. Bestehende erd\u00f6lbasierte Produkte sollen auf diese Weise mit biobasierten Produkten ersetzt und neue Produkte geschaffen werden. Dar\u00fcber hinaus sollen gewonnene pflanzliche Substanzen mit speziellen Eigenschaften Produkten zugesetzt werden und diesen v\u00f6llig neuartige Funktionen verleihen. Duft- und Aromastoffe oder Biokunststoffe k\u00f6nnen so hergestellt werden, aber auch der Einsatz in Kosmetika ist m\u00f6glich.<\/strong><\/p>\n<p>Verwendet werden Reste der Forst- und Landwirtschaft, der S\u00e4ge-, Papier- und Lebensmittelindustrie, aber keine Nahrungs- oder Futtermittel. Allein in Deutschland fallen j\u00e4hrlich mehr als 30 Millionen Tonnen an Reststoffen, wie z. B. Rindenabf\u00e4lle, Kartoffelerntereste oder Papierschl\u00e4mme an. K\u00f6nnen diese Reste nicht zur D\u00fcngung, Kompostierung oder in Biogasanlagen verwendet werden, m\u00fcssen sie zum Teil mit hohem Aufwand und entsprechenden Kosten entsorgt werden. Die Partner im Kooperationsnetzwerk \u201eWaste2Value\u201c werten mit ihren Projekten diese Reststoffe auf, schaffen neue Verwertungsm\u00f6glichkeiten und Nutzungswege. Aber nicht nur die Wirtschaft, auch die Umwelt profitiert, denn die Chemikalien werden aus rasch nachwachsenden Rohstoffen und nicht aus Erd\u00f6l produziert.<\/p>\n<p>Das Kooperationsnetzwerk &#8220;Waste2Value&#8221; wird vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie (BMWi) innerhalb des Programms &#8220;Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand&#8221; (ZIM) zun\u00e4chst bis Ende 2015 gef\u00f6rdert. Das Netzwerkmanagement unterliegt der Industrielle Biotechnologie Bayern Netzwerk GmbH (IBB Netzwerk GmbH). Im ersten halben Jahr hat sie das Netzwerk um drei Partner erweitert und die ersten Forschungs- und Entwicklungsprojekte ausgearbeitet. Diese T\u00e4tigkeiten wird die Firma auch k\u00fcnftig fortf\u00fchren. Dar\u00fcber hinaus arbeitet die IBB Netzwerk GmbH an einer Website und wird Konzepte erarbeiten, um den Markteintritt zu erleichtern. Daf\u00fcr erh\u00e4lt sie f\u00fcr zun\u00e4chst ein Jahr insgesamt rund 150.000 Euro vom BMWi und den Netzwerkpartnern. Nach erfolgreichem Abschluss ist eine weitere F\u00f6rderung \u00fcber zwei bis drei Jahre m\u00f6glich.<\/p>\n<h3>\u00dcber das ZIM-Kooperationsnetzwerk \u201eWaste2Value\u201c<\/h3>\n<p>Im ZIM-Kooperationsnetzwerk \u201eWaste2Value\u201c arbeiten Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft mit unterschiedlichen Expertisen unter Koordination der IBB Netzwerk GmbH zusammen: von der Rohstoffbereitstellung, der Fermentation, Extraktion und katalytischen Veredelung, \u00fcber die Prozessentwicklung und Aufarbeitung bzw. Modifikation bis hin zum Einsatz in Endprodukten.<\/p>\n<p>Der Schwerpunkt des Netzwerks liegt auf der Nutzung von Reststoff- und Abfallstr\u00f6men aus beispielsweise der Forst- und Landwirtschaft, der verarbeitenden Lebensmittelbranche oder der Holz- und Papierindustrie, um daraus Spezial- und Basischemikalien, wie z. B. sekund\u00e4re Pflanzenstoffe (phenolische Verbindungen, Terpene, Hydroxyfetts\u00e4uren, Wachse u. a.) oder Butanol zu gewinnen. Liegen diese Chemikalien anschlie\u00dfend vor, sollen sie wiederum von den Kooperationspartnern entweder zu innovativen und hochwertigen Produkten weiterverarbeitet werden und\/oder zu bereits existierenden Produkten als Zusatzstoffe oder Additive f\u00fcr verbesserte Eigenschaften hinzugesetzt werden.<\/p>\n<p>Der Ansatz von &#8220;Waste2Value&#8221; soll dem Ziel Rechnung tragen, erd\u00f6lbasierte Produkte durch aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnene Produkte zu ersetzen, welche in ihren Gebrauchseigenschaften mindestens gleichwertig, wenn nicht sogar den \u201eErd\u00f6l-Produkten\u201c \u00fcberlegen sind. Damit wird der Wechsel von einer erd\u00f6lbasierten hin zu einer st\u00e4rker biobasierten Gesellschaft unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Das ZIM-Kooperationsnetzwerk \u201eWaste2Value\u201c ist ein vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie (BMWi) gef\u00f6rdertes Netzwerk. Die F\u00f6rderung l\u00e4uft zun\u00e4chst von Januar bis Dezember 2015. Zwei bis drei weitere Jahre sind im Anschluss m\u00f6glich. Mehr unter: <a href=\"http:\/\/www.ibbnetzwerk-gmbh.com\/de\/sub-netzwerke\/zim-kn-waste2value\/uebersicht\/\">http:\/\/www.ibbnetzwerk-gmbh.com\/de\/sub-netzwerke\/zim-kn-waste2value\/uebersicht\/<\/a><\/p>\n<h3>Die Partner im ZIM-Kooperationsnetzwerk \u201eWaste2Value\u201c<\/h3>\n<p>Das Kooperationsnetzwerk \u201eWaste2Value\u201c umfasst derzeit 20 Partner: albi GmbH &amp; Co. KG, ANiMOX GmbH, Birken AG, Dr. Straetmans Chemische Produkte GmbH, Fritzmeier Umwelttechnik GmbH &amp; Co. KG\/Abteilung inocre\u00ae, Kunstm\u00fchle Simon Kraus GmbH, N-Zyme BioTec GmbH, provenion GmbH, Fuchs Schmierstoffe GmbH, Sensient Colors Europe GmbH, UPM GmbH, Vermop Salmon GmbH, Fraunhofer Projektgruppe BioCat des Fraunhofer IGB, Fraunhofer Institut f\u00fcr Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, Fraunhofer Institut f\u00fcr Verfahrenstechnik und Verpackung IVV, Pilot Pflanzen\u00f6ltechnologie Magdeburg e.V. (PPM), Technische Universit\u00e4t M\u00fcnchen &#8211; Fachgebiet Industrielle Biokatalyse, Technische Universit\u00e4t M\u00fcnchen &#8211; Lehrstuhl f\u00fcr Mikrobiologie, Universit\u00e4t Bayreuth &#8211; Lehrstuhl f\u00fcr Anorganische Chemie II, Universit\u00e4t Leipzig &#8211; Institut f\u00fcr Technische Chemie.<\/p>\n<h3>\u00dcber die Industrielle Biotechnologie Bayern Netzwerk GmbH (IBB Netzwerk GmbH)<\/h3>\n<p>Die IBB Netzwerk GmbH ist eine Netzwerk- und Dienstleistungsorganisation auf dem Gebiet der Industriellen Biotechnologie. Ziel ist es, die Umsetzung wertvoller wissenschaftlicher Erkenntnisse auf diesem Gebiet in innovative, marktf\u00e4hige Produkte und Verfahren zu katalysieren. Die IBB Netzwerk GmbH betreibt das Management des Kooperationsnetzwerks \u201eWaste2Value\u201c, wird das Netzwerk k\u00fcnftig weiter ausbauen und die Partner bei der Ausarbeitung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten unterst\u00fctzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Martinsried, 06.07.2015 \u2013 Die Partner des Kooperationsnetzwerks \u201eWaste2Value\u201c trafen sich am 25. Juni 2015 zum F\u00f6rderhalbjahr, um sich auszutauschen. Die Zwischenbilanz kann sich sehen lassen: Neun Ideen f\u00fcr erste Forschungsprojekte bestehen und sollen bis Ende 2015 weiter ausgearbeitet sowie in passenden F\u00f6rderma\u00dfnahmen eingereicht werden. 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