{"id":26872,"date":"2015-07-06T02:15:23","date_gmt":"2015-07-06T00:15:23","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=26872"},"modified":"2015-07-02T11:35:35","modified_gmt":"2015-07-02T09:35:35","slug":"hamburger-hafen-bereitet-hafensedimente-mit-staerkebasierten-bioabbaubaren-flockungsmitteln-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/hamburger-hafen-bereitet-hafensedimente-mit-staerkebasierten-bioabbaubaren-flockungsmitteln-auf\/","title":{"rendered":"Hamburger Hafen bereitet Hafensedimente mit st\u00e4rkebasierten, bioabbaubaren Flockungsmitteln auf"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_26873\" aria-describedby=\"caption-attachment-26873\" style=\"width: 296px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-26873 \" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/csm_PM-2015-06-Flockungsmittel__1f13e5b3f5.jpg\" alt=\"csm_PM-2015-06-Flockungsmittel__1f13e5b3f5\" width=\"296\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2015\/07\/csm_PM-2015-06-Flockungsmittel__1f13e5b3f5.jpg 350w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2015\/07\/csm_PM-2015-06-Flockungsmittel__1f13e5b3f5-300x227.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 296px) 100vw, 296px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-26873\" class=\"wp-caption-text\">Die Membrankammerfilterpressen der METHA, in denen k\u00fcnftig das st\u00e4rkebasierte Flockungsmittel eingesetzt wird. Foto: HPA\/Ulrich D\u00f6ring<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Bereits seit Ende 2012 verwendet die Hamburg Port Authority (HPA) ein Flockungsmittel aus kationischer Kartoffelst\u00e4rke erfolgreich in der Praxis. Nun will sie auch die Stufe III ihrer Gro\u00dfanlage METHA f\u00fcr die Aufbereitung von Hafensediment auf ein neu entwickeltes St\u00e4rkeflockungsmittel umr\u00fcsten. Vorteile f\u00fcr die HPA: Die biobasierten Flockungsmittel ersetzen synthetische Polymere auf Basis von Acrylamid, die nur sehr schwer biologisch abbaubar sind.<\/strong><\/p>\n<p>Erste gro\u00dftechnische Untersuchungen mit dem neuen Produkt auf einer Kammerfilterpresse der METHA-Anlage zeigen bereits, dass alle wesentlichen Betriebsparameter wie Kuchenwichte, Restfeuchte und Scherstabilit\u00e4t f\u00fcr die Hafenschlickentw\u00e4sserung eingehalten werden k\u00f6nnen. Zus\u00e4tzlich ergeben sich betriebliche Vorteile, wie beispielsweise die Verbesserung geophysikalischer Eigenschaften der entw\u00e4sserten Schlickprodukte und eine bessere Filterkuchenabl\u00f6sung bei der Kammerfilterpresse &#8211; wodurch Betriebspersonal entlastet werden kann.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die Betreiber herk\u00f6mmlicher Kl\u00e4ranlagen ist das biobasierte Flockungsmittel mittlerweile sehr interessant, denn die neue D\u00fcngemittel-Verordnung erschwert ab 2017 den Verkauf von Kl\u00e4rschlamm, der mit erd\u00f6lbasierten, Acrylamid enthaltenden Polymeren entw\u00e4ssert wurde.<\/p>\n<p>Der Hamburger Hafen war weltweit der erste Hafen, der das bei der Ausbaggerung der Schifffahrtsrinnen anfallende Sediment nicht mehr auf dem offenen Meer verklappte. Seit 1993 werden die teilweise schadstoffbelasteten Sedimente in der METHA (Mechanische Trennung und Entw\u00e4sserung von Hafensediment), der ersten Gro\u00dfanlage dieser Art, aufbereitet und der belastete Teil auf Deponien an Land entsorgt. Bei der Aufbereitung kommen Flockungsmittel zum Einsatz, die das Hafensediment entw\u00e4ssern und aufkonzentrieren. Da es der HPA ein wichtiges Anliegen ist, technische Prozesse umweltbewusst zu f\u00fchren, sind alternative umweltvertr\u00e4gliche Flockungsmittel f\u00fcr den Hafenbetreiber von gro\u00dfem Interesse. Mit den St\u00e4rkeflockungsmitteln, die im Wesentlichen aus kationisch geladenen Derivaten der Kartoffelst\u00e4rke bestehen, war eine solche Alternative gefunden.<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr uns hat sich die Umstellung der METHA-Stufe I im Novemer 2012\u00a0 gelohnt &#8211; technisch sind die neuen Flockungsmittel ebenb\u00fcrtig und \u00f6kologisch eindeutig \u00fcberlegen. Deshalb wollen wir nun auch die Stufe III umstellen. Langfristig ist sogar ein kompletter Wechsel denkbar\u201c, erkl\u00e4rt Ulrich D\u00f6ring, Prozessingenieur der METHA und meint damit die noch verbleibende METHA-Flockungsstufe II, wo derzeit auch noch ein synthetisches anionisches Polymer zu substituieren w\u00e4re.<\/p>\n<p>Nicht nur f\u00fcr Hafensedimente sind st\u00e4rkebasierte Flockungsmittel eine gute Alternative. An Land f\u00e4llt ein Vielfaches der Sedimente in Form von Kl\u00e4rschl\u00e4mmen an und auch diese m\u00fcssen entw\u00e4ssert werden. Mit der neuen D\u00fcngemittel-Verordnung ist der Verkauf von mit Polymeren entw\u00e4ssertem Kl\u00e4rschlamm ab 2017 jedoch nur noch erlaubt, wenn diese sich innerhalb von zwei Jahren zu mindestens 20 Prozent abgebaut haben. Dies war f\u00fcr die Polyacryl-basierten Mittel bislang nicht nachweisbar. Somit d\u00fcrften sich auch Betreiber von Kl\u00e4ranlagen f\u00fcr die biobasierte Option interessieren.<\/p>\n<p>Die st\u00e4rkebasierten Flockungsmittel wurden in zwei Forschungsprojekten der Universit\u00e4t Hamburg, des Clausthaler Umwelttechnik-Instituts (CUTEC) und der Firma Emsland St\u00e4rke von 2004 bis 2008 entwickelt und optimiert. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) f\u00f6rderte die Vorhaben im Auftrag des Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft. Informationen stehen auf <a href=\"http:\/\/fnr.de\">fnr.de<\/a> im Men\u00fc Projekte &amp; F\u00f6rderung unter den F\u00f6rderkennzeichen <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=942&amp;alles=1&amp;status=Inhalt&amp;fkz=22018505\">22018505<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=942&amp;alles=1&amp;status=Inhalt&amp;fkz=22018605\">22018605<\/a> zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits seit Ende 2012 verwendet die Hamburg Port Authority (HPA) ein Flockungsmittel aus kationischer Kartoffelst\u00e4rke erfolgreich in der Praxis. Nun will sie auch die Stufe III ihrer Gro\u00dfanlage METHA f\u00fcr die Aufbereitung von Hafensediment auf ein neu entwickeltes St\u00e4rkeflockungsmittel umr\u00fcsten. 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