{"id":26745,"date":"2015-06-25T03:41:24","date_gmt":"2015-06-25T01:41:24","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=26745"},"modified":"2021-09-09T21:45:14","modified_gmt":"2021-09-09T19:45:14","slug":"so-wird-power-to-gas-wirtschaftlich-5-stellschrauben-auf-dem-weg-zur-marktreife","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/so-wird-power-to-gas-wirtschaftlich-5-stellschrauben-auf-dem-weg-zur-marktreife\/","title":{"rendered":"So wird Power to Gas wirtschaftlich: 5 Stellschrauben auf dem Weg zur Marktreife"},"content":{"rendered":"<p><strong>Power to Gas kann entscheidend zum Erfolg der Energiewende beitragen: Es integriert erneuerbare Energien in die verschiedenen Energieverbrauchsbereiche und kann dabei im Gegensatz zu vielen anderen Technologien vorhandene Erdgas-Infrastrukturen nutzen. Um Power to Gas zur Marktreife zu verhelfen, muss der energiewirtschaftliche Rahmen allerdings noch angepasst werden. Welche f\u00fcnf Stellschrauben die Politik daf\u00fcr justieren muss, haben die Mitglieder der dena-Strategieplattform Power to Gas k\u00fcrzlich auf ihrer Jahreskonferenz in Berlin dargelegt.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie Power-to-Gas-Technologie ist ausgereift und steht zum Einsatz zur Verf\u00fcgung\u201c, so Ulrich Benterbusch, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Deutschen Energie-Agentur (dena). \u201eUnter den aktuellen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen lohnt sich der Einsatz entsprechender Anlagen jedoch nicht. Und das verhindert weitere Investitionen in die vielseitige und zukunftstr\u00e4chtige Technologie.\u201c<\/p>\n<p>Die f\u00fcnf Stellschrauben der dena-Strategieplattform Power to Gas:<\/p>\n<h3>1.\u00a0\u00a0\u00a0 Wasserstoff und Methan aus erneuerbaren Energien als Biokraftstoffe anerkennen<\/h3>\n<p>Die novellierten EU-Richtlinien \u00fcber die Qualit\u00e4t von Otto- und Dieselkraftstoffen und zur F\u00f6rderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen m\u00fcssen schnell in deutsches Recht umgesetzt werden. Dies erfolgt \u00fcber das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG). Wichtig ist insbesondere die Erweiterung der Liste der Biokraftstoffe um erneuerbare Kraftstoffe, die nicht aus Biomasse, sondern mittels erneuerbaren Stroms hergestellt werden.<\/p>\n<h3>2.\u00a0\u00a0\u00a0 Anreize zur Flexibilisierung des Stromsystems schaffen<\/h3>\n<p>Das Verg\u00fctungssystem des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) setzt keine Anreize, um Strom zu speichern. So behindert die H\u00e4rtefallregelung im EEG die Entwicklung und den Einsatz von Speicherl\u00f6sungen. Denn erneuerbarer Strom wird auch dann verg\u00fctet, wenn er gar nicht verbraucht oder in das Netz eingespeist werden kann. Diese Regelung gilt es zu \u00fcberarbeiten, um einen Anreiz f\u00fcr die Stromspeicherung zu schaffen.<\/p>\n<h3>3.\u00a0\u00a0\u00a0 Markteinf\u00fchrung von erneuerbarem Wasserstoff und Methan bis 2022 politisch flankiert sicherstellen<\/h3>\n<p>Um eine breite Markteinf\u00fchrung von Power to Gas bei wirtschaftlichem Anlagenbetrieb zu erm\u00f6glichen, sind politisch flankierte Ma\u00dfnahmen notwendig. Dazu geh\u00f6rt die z\u00fcgige Umsetzung der Mehrfachanrechnung erneuerbarer Gase im Kraftstoffmarkt im nationalen Recht. Nur so wird es gelingen, bis zum Jahr 2022 Power-to-Gas-Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 1.000 MW in Deutschland aufzubauen und die damit verbundenen industrie- und energiepolitischen Chancen zu nutzen.<\/p>\n<h3>4.\u00a0\u00a0\u00a0 Steuererm\u00e4\u00dfigung f\u00fcr Erdgas als Kraftstoff verl\u00e4ngern<\/h3>\n<p>Die nach derzeitigem Stand am Ende des Jahres 2018 auslaufende Energiesteuererm\u00e4\u00dfigung f\u00fcr Erdgas- und Autogaskraftstoffe muss verl\u00e4ngert werden. Darauf ist bei der Verabschiedung des Jahressteuergesetzes 2016 hinzuwirken.<\/p>\n<h3>5.\u00a0\u00a0\u00a0 Energiespeicher von Letztverbraucherabgaben befreien<\/h3>\n<p>Power-to-Gas-Anlagen sind keine Letztverbraucher und sollten zuk\u00fcnftig nicht mehr als\u00a0 solche eingestuft werden. Dadurch werden sie von nicht sachgerechten Abgaben und Umlagen f\u00fcr den Strombezug entlastet.<\/p>\n<h3>\u00dcber die Strategieplattform Power to Gas<\/h3>\n<p>Die Strategieplattform Power to Gas unterst\u00fctzt die Weiterentwicklung dieser Systeml\u00f6sung. Sie wird von der dena gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Forschung und Verb\u00e4nden umgesetzt.<\/p>\n<p>Beim Power-to-Gas-Verfahren werden mithilfe von erneuerbarem Strom Wasserstoff und Methan erzeugt. Das Gas kann im vorhandenen Erdgasnetz transportiert und gespeichert und anschlie\u00dfend vielseitig genutzt werden, sei es zur Erzeugung von W\u00e4rme oder als Kraftstoff. Auch eine R\u00fcckverstromung ist bei Bedarf m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Detaillierte Informationen zu Power to Gas, zur Strategieplattform und zu den f\u00fcnf Stellschrauben stehen unter <a href=\"http:\/\/www.powertogas.info\">www.powertogas.info<\/a> zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Power to Gas kann entscheidend zum Erfolg der Energiewende beitragen: Es integriert erneuerbare Energien in die verschiedenen Energieverbrauchsbereiche und kann dabei im Gegensatz zu vielen anderen Technologien vorhandene Erdgas-Infrastrukturen nutzen. Um Power to Gas zur Marktreife zu verhelfen, muss der energiewirtschaftliche Rahmen allerdings noch angepasst werden. 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