{"id":26486,"date":"2015-06-10T10:58:51","date_gmt":"2015-06-10T08:58:51","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=26486"},"modified":"2015-06-10T10:58:51","modified_gmt":"2015-06-10T08:58:51","slug":"nova-paper-6-veroeffentlicht-optionen-fuer-die-gestaltung-der-politischen-rahmenbedingungen-der-europaeischen-biooekonomie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nova-paper-6-veroeffentlicht-optionen-fuer-die-gestaltung-der-politischen-rahmenbedingungen-der-europaeischen-biooekonomie\/","title":{"rendered":"nova paper #6 ver\u00f6ffentlicht: \u201cOptionen f\u00fcr die Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen der europ\u00e4ischen Bio\u00f6konomie\u201d"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff9900;\">English version:\u00a0<a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nova-paper-6-published-options-for-designing-the-political-framework-of-the-european-bio-based-economy\/\" target=\"_blank\">https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nova-paper-6-published-options-for-designing-the-political-framework-of-the-european-bio-based-economy\/<\/a><\/span><\/p>\n<p><strong>Das neue Politikpapier der Experten des nova-Instituts pr\u00e4sentiert und diskutiert \u201cpush und pull\u201d Mechanismen, die die europ\u00e4ische Bio\u00f6konomie voranbringen k\u00f6nnen, um nachhaltig Besch\u00e4ftigung, Wertsch\u00f6pfung und Innovation zu schaffen. Das Papier enth\u00e4lt au\u00dferdem ein Stellungnahme zum aktuellen ILUC-Reformvorschlag und seinen Auswirkungen auf den stofflichen Sektor sowie eine Liste von Beispielen f\u00fcr bio-basierte Anwendungen, die wirkliche Vorteile f\u00fcr Umwelt und Gesellschaft bieten. <\/strong><\/p>\n<p>Die momentane Ausgestaltung der europ\u00e4ischen Bio\u00f6konomie schafft eine Ungleichbehandlung (\u201cnon-level playing field\u201d) von stofflichen und energetischen Nutzungen von Biomasse, wobei die stofflichen Nutzungen \u2013 bio-basierte Produkte \u2013 klar benachteiligt werden. Das ist kurzsichtig und verhindert, dass die europ\u00e4ische Bio\u00f6konomie ihr volles Potenzial aussch\u00f6pft, da bio-basierte Produkte beitragen k\u00f6nnen zu: Innovation und Wettbewerbsf\u00e4higkeit; Investitionen, Besch\u00e4ftigung und Wertsch\u00f6pfung; Kaskadennutzung, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft (\u201eCircular Economy\u201c); Unabh\u00e4ngigkeit von Rohstoffimporten; kurz- und langfristigen positiven Klimaeffekten, Dekarbonisierung der Wirtschaft, positiven Umwelteffekten, weniger M\u00fcllbelastung, z.B. durch biologisch abbaubare Kunststoffmikropartikel; und zum Konsumentenwohl.<\/p>\n<p>Die politischen Rahmenbedingungen m\u00fcssen ver\u00e4ndert werden, damit die Bio\u00f6konomie diese positiven Beitr\u00e4ge leisten kann. Obwohl eine Vielzahl von politischen Dokumenten das Potenzial der Bio\u00f6konomie und auch die existierende Ungleichbehandlung bereits anerkennen, gibt es bisher keine konkrete Implementierung irgendwelcher Mechanismen, die dies beheben w\u00fcrden. Dies trifft besonders auf die Kaskadennutzung von Biomasse zu, die die Ressourceneffizienz, die nachhaltige Nutzung und die Wertsch\u00f6pfung von Biomasse erh\u00f6ht und Teil der Kreislaufwirtschaft ist. Bio-basierte Produkte und Kaskadennutzung sind unverzichtbare Teile jeder Ressourceneffizienz- und Nachhaltigkeitsstrategie. Das eine ist ohne das andere nicht denkbar.<\/p>\n<p>Das Papier umrei\u00dft die Schwachpunkte der aktuellen Rahmenbedingungen und warum sie ver\u00e4ndert werden m\u00fcssen. Momentan gibt es einen k\u00fcnstlichen \u201emarket pull\u201c nur f\u00fcr Bioenergie und Biokraftstoffe; um einen Ausgleich zu schaffen, braucht es auch einen \u201emarket pull\u201c f\u00fcr bio-basierte Produkte. Weiterhin werden im Papier verschiedene Optionen f\u00fcr Push- und Pull-Instrumente identifiziert, auf ihre Tauglichkeit hin \u00fcberpr\u00fcft, diskutiert und in Empfehlungen \u00fcberf\u00fchrt. Der ideale politische Rahmen w\u00fcrde eine Balance von Push- und Pull-Mechanismen sicherstellen, die auf langfristigen Zielen basiert und den besten Technologien den Weg \u00f6ffnet. Das w\u00fcrde auch ein positives Image f\u00fcr die Bio\u00f6konomie schaffen, da Endkunden und die Gesellschaft von den Ver\u00e4nderungen profitieren k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend wird empfohlen, dass die aktuelle Infrastruktur von Bioenergie und Biokraftstoffen erhalten und transformiert wird, zu einer h\u00f6heren Wertsch\u00f6pfung der Biomasse in bio-basierten Chemikalien und Werkstoffen. Das k\u00f6nnte erreicht werden, wenn die Energiequoten auch durch bio-basierte Produkte erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen, und indem diese Transformation aktiv gef\u00f6rdert w\u00fcrden. Au\u00dferdem wird empfohlen, intelligente Gebote und Verbote am Markt zu implementieren, um umweltfreundliche und bio-basierte Innovationen zu f\u00f6rdern. Dies w\u00fcrde erreicht, wenn bio-basierte Produkte bevorzugt werden, die wirkliche Vorteile f\u00fcr Umwelt und Gesellschaft bieten. Auch sollte die Forschung in Europa nicht nur auf Rohstoffe der zweiten Generation beschr\u00e4nkt werden, sondern f\u00fcr alle Biomassearten und Anwendungen offen gehalten und die Versorgungssicherheit f\u00fcr hoch wertsch\u00f6pfende Industrien in Europa sichergestellt werden.<\/p>\n<p>Das Papier stellt abschlie\u00dfend fest, dass bio-basierte Produkte, solange sie teurer sind als petrochemische Produkte \u2013 aufgrund der kleineren Volumina und h\u00f6heren Rohstoffkosten \u2013 darauf angewiesen sind, dass es eine verst\u00e4rkte Marktnachfrage gibt, wie sie z.B. durch Anreize ausgel\u00f6st wird, oder dass sie zumindest mit einem guten Image punkten k\u00f6nnen. Ein positives Umfeld ist wichtig, um GreenPremium Preise f\u00fcr bio-basierte Produkte zu erhalten. Beide Optionen \u2013 Marktanreize und Image \u2013 ben\u00f6tigen ein echtes politisches Bekenntnis zur Bio\u00f6konomie, zum Wandel von einer fossilen zu einer bio-basierten Rohstoffversorgung der produzierenden Industrie. Das erfordert mehr als eine weitere \u201eRoadmap\u201c und eine zus\u00e4tzliche Forschungsagenda. Umfragen zeigen, dass Verbrauche positive Konnotationen mit bio-basierten Produkten haben \u2013 zumindest dies sollte unterst\u00fctzt, und nicht untergraben werden.<\/p>\n<p><strong>Download des vollst\u00e4ndigen Papiers unter <\/strong><a href=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/nova-papers\" target=\"_blank\">www.bio-based.eu\/nova-papers<\/a><\/p>\n<p><strong>Das nova-Institut<\/strong> wurde 1994 als privates und unabh\u00e4ngiges Institut gegr\u00fcndet und ist im Bereich der Forschung und Beratung t\u00e4tig. Der Fokus liegt auf der bio-basierten und der CO<sub>2<\/sub>-basierten \u00d6konomie in den Bereichen Rohstoffversorgung, technisch-\u00f6konomische Evaluierung, Marktforschung, \u00d6kobilanzen (LCA), \u00d6ffentlichkeitsarbeit, B2B\u2013Kommunikation und politischen Rahmenbedingungen. Mit einem Team von 25 Mitarbeitern erzielt das nova-Institut einen j\u00e4hrlichen Umsatz von \u00fcber 2 Mio. \u20ac.<\/p>\n<p>Download dieser Pressemitteilung als PDF: <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/15-06-10-PM-Neues-Policy-Paper-nova.docx\">15-06-10 PM Neues Policy Paper nova<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>English version:\u00a0https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nova-paper-6-published-options-for-designing-the-political-framework-of-the-european-bio-based-economy\/ Das neue Politikpapier der Experten des nova-Instituts pr\u00e4sentiert und diskutiert \u201cpush und pull\u201d Mechanismen, die die europ\u00e4ische Bio\u00f6konomie voranbringen k\u00f6nnen, um nachhaltig Besch\u00e4ftigung, Wertsch\u00f6pfung und Innovation zu schaffen. 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