{"id":26406,"date":"2015-06-08T03:24:12","date_gmt":"2015-06-08T01:24:12","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=26406"},"modified":"2021-09-09T21:45:31","modified_gmt":"2021-09-09T19:45:31","slug":"reinhold-achatz-von-thyssenkrupp-emissionsfreies-stahlwerk-ist-moeglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/reinhold-achatz-von-thyssenkrupp-emissionsfreies-stahlwerk-ist-moeglich\/","title":{"rendered":"Reinhold Achatz von ThyssenKrupp: \u201eEmissionsfreies Stahlwerk ist m\u00f6glich\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Der Technologiekonzern will die Emissionen seiner Stahlwerke, die sogenannten H\u00fcttengase, zu Produkten f\u00fcr die chemische Industrie verwandeln. \u201eEin nahezu emissionsfreies Stahlwerk w\u00e4re m\u00f6glich\u201c, versichert Reinhold Achatz, Forschungsleiter bei ThyssenKrupp, im Interview in der <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tr\/magazin\/2015\/6\/4\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Juni-Ausgabe<\/a> der Technology Review (am Kiosk erh\u00e4ltlich oder online bestellbar). Die dauernde Blockadehaltung vieler Unternehmen gegen\u00fcber sch\u00e4rferen Klimaauflagen sieht er als &#8220;einen Fehler&#8221;.<\/p>\n<p>Reinhold Achatz, 60, leitete mehr als acht Jahre die Forschungsaktivit\u00e4ten von Siemens. 2012 dann wechselte der Elektroingenieur als Leiter Corporate Technology zu ThyssenKrupp.<\/p>\n<p>Die H\u00fcttengase sind zum gro\u00dfen Teil ein Gemisch aus Kohlenmonoxid, Stickstoff, Wasserstoff und Methan. Sie werden heute in Kraftwerken auf dem Betriebsgel\u00e4nde verbrannt, weil man sie so zur Deckung des Strombedarfs der Stahlh\u00fctte nutzen kann. Dabei entsteht jedoch CO2. Im Projekt Carbon2Chem will ThyssenKrupp die H\u00fcttengase nicht verbrennen, sondern aus den darin enthaltenen Rohstoffen Chemikalien erzeugen.<\/p>\n<h3>&#8220;Erneuerbare Energien ins Spiel bringen&#8221;<\/h3>\n<p>Das allein w\u00fcrde allerdings noch keine Senkung des Kohlendioxid-Aussto\u00dfes bedeuten. Denn die zuvor aus den H\u00fcttengasen gewonnene Energie m\u00fcsste das Stahlwerk dann aus anderer Quelle beziehen \u2013 etwa aus Kohlekraft. Deshalb will Achatz noch einen Schritt weiter gehen: \u201eMit dem Ansatz wollen wir au\u00dferdem die erneuerbaren Energien ins Spiel bringen.\u201c Carbon2Chem soll die schwankende Stromerzeugung von Wind und Sonne ausgleichen.<\/p>\n<p>Bl\u00e4st der Wind oder sticht die Sonne, will der Konzern mit dem \u00fcbersch\u00fcssigen Strom Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff spalten. \u201eMit dem zus\u00e4tzlichen Wasserstoff k\u00f6nnen wir mehr Kohlenmonoxid aus den H\u00fcttengasen in Methangas, in Polymere oder D\u00fcngemittel umwandeln\u201c, so Achatz. \u201eDas ist eine Art der Energiespeicherung, nur eben nicht in Batterien, sondern in Produkten.\u201c Er geht davon aus, dass sich schon mit dem Verkauf der Chemikalien das Vorhaben rechnet.<\/p>\n<h3>Ein Werk f\u00fcr 2030<\/h3>\n<p>Bis dahin dauert es allerdings noch ein paar Jahre, gibt der 60-J\u00e4hrige zu. \u201eWir brauchen sicher bessere Prozesse zur Reinigung der H\u00fcttengase. Eine gro\u00dfe Rolle wird auch die Optimierung der Katalysatortechniken spielen, damit die Umwandlung der H\u00fcttengase mit weniger Energie ablaufen kann.\u201c Carbon2Chem sei ein 10- bis 15-Jahres-Projekt. Derzeit plane man in Duisburg ein Technikum, also eine Anlage in kleinem Ma\u00dfstab. \u201eWir glauben, dass wir 2030 ein Werk stehen haben k\u00f6nnten.\u201c<\/p>\n<p>Das vollst\u00e4ndige Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Technology Review (am Kiosk erh\u00e4ltlich oder <a href=\"http:\/\/shop.heise.de\/zeitschriften\/technology-review\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">online bestellbar<\/a>):<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tr\/artikel\/Haben-wir-den-Mut-so-weit-nach-vorn-zu-denken-2661578.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8220;Haben wir den Mut, so weit nach vorn zu denken?&#8221;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Technologiekonzern will die Emissionen seiner Stahlwerke, die sogenannten H\u00fcttengase, zu Produkten f\u00fcr die chemische Industrie verwandeln. \u201eEin nahezu emissionsfreies Stahlwerk w\u00e4re m\u00f6glich\u201c, versichert Reinhold Achatz, Forschungsleiter bei ThyssenKrupp, im Interview in der Juni-Ausgabe der Technology Review (am Kiosk erh\u00e4ltlich oder online bestellbar). 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