{"id":26139,"date":"2015-03-17T15:22:13","date_gmt":"2015-03-17T14:22:13","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=26139"},"modified":"2015-05-19T15:26:54","modified_gmt":"2015-05-19T13:26:54","slug":"chemiekonjunktur-die-globale-chemieproduktion-wuchs-2014-um-ca-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/chemiekonjunktur-die-globale-chemieproduktion-wuchs-2014-um-ca-4\/","title":{"rendered":"Chemiekonjunktur \u2013 die globale Chemieproduktion wuchs 2014 um ca. 4%"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2014 zwar weiter erholt, die Wachstumserwartungen wurden aber \u00fcberwiegend nicht erf\u00fcllt. Nach einem starken Jahresbeginn zeigte das Weltwirtschaftsgef\u00fcge zunehmend Risse. Mit einem Plus von 2,6% blieb das Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) unter seinem Potenzial. Die wesentlichen Wachstumsimpulse kamen aus den Vereinigten Staaten und China. Aber auch einige europ\u00e4ische L\u00e4nder wie Spanien, Gro\u00dfbritannien oder Deutschland konnten ihre Wirtschaftsleistung zuletzt kr\u00e4ftig ausweiten. Die Wachstumsdynamik in den anderen Industriel\u00e4ndern blieb hingegen schwach. Auch viele Schwellenl\u00e4nder entt\u00e4uschten.<\/strong><\/p>\n<p>In diesem Umfeld wurde die globale Industrieproduktion um fast 4% ausgeweitet (Grafik 1). Dies entspricht in etwa dem langfristigen Wachstumspotenzial. W\u00e4hrend in den USA und China die Industrieproduktion auf Hochtouren l\u00e4uft, stieg sie in Europa, Japan oder S\u00fcdkorea nur moderat. Einige Schwellenl\u00e4nder wie bspw. Brasilien mussten ihre Industrieproduktion sogar kr\u00e4ftig drosseln.<\/p>\n<h3>D\u00e4mpfer im globalen Chemiegesch\u00e4ft<\/h3>\n<p>Nach den kr\u00e4ftigen R\u00fcckschl\u00e4gen durch die Wirtschafts- und Finanzkrise 2008\/2009 wuchs die globale Chemieproduktion zun\u00e4chst mit hoher Dynamik. Bereits zu Beginn des Jahres 2010 wurde daher das Vorkrisenniveau wieder \u00fcbertroffen. Doch dann flaute die Dynamik der Weltwirtschaft vor allem wegen der Eurokrise erneut ab. Dies belastete das Chemiegesch\u00e4ft. Weil Europa seine Chemieproduktion drosseln musste und die Chemieproduktion der USA stagnierte, sank das globale Chemiewachstum zeitweise auf unter 2%. Im Jahr 2013 schien die Chemieindustrie vom globalen Aufschwung zu profitieren. Das Wachstum der Branche betrug knapp 5%. Im ersten Halbjahr 2014 folgte jedoch erneut ein D\u00e4mpfer. Nicht nur Europas Wirtschaft schw\u00e4chelte, sondern auch viele Schwellenl\u00e4nder entt\u00e4uschten. Erst in der zweiten Jahresh\u00e4lfte konnte die Produktion dann wieder st\u00e4rker ausgeweitet werden (Grafik 2) &#8211; auch, weil mittlerweile die US-Chemieproduktion kr\u00e4ftig zulegte.<\/p>\n<p>Weltweit stieg die Chemieproduktion im vergangenen Jahr jedoch nur um 3,9%. Das globale Chemiegesch\u00e4ft konnte damit nicht an das Wachstumstempo des Vorjahres ankn\u00fcpfen. Die Wachstumsunterschiede zwischen den Regionen blieben dabei gro\u00df, was teilweise eine Unterauslastung der Produktionskapazit\u00e4ten und damit einen zunehmenden Wettbewerbsdruck zur Folge hatte.<\/p>\n<h3>Asien: Wachstum schw\u00e4cht sich ab<\/h3>\n<p>In den Schwellenl\u00e4ndern Asiens wuchs die Chemieproduktion im Jahr 2014 zwar weiterhin dynamisch. Das gilt aber nicht f\u00fcr alle Chemienationen. Branchenprimus blieb die chinesische Chemieindustrie, die im vergangenen Jahr ihre Produktion um gut 10% ausweitete. Mittlerweile bef\u00fcrchten jedoch viele Experten nach dem jahrzehntelangen Boom eine harte Landung der chinesischen Volkswirtschaft. Die Wachstumsraten schrumpfen bereits -auch im Chemiegesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>In Indien stagnierte 2014 die Chemieproduktion. Das Land erholte sich nur langsam von der Kapitalflucht der vorausgegangenen Jahre. Weil die Industrieproduktion Indiens schrumpfte, sank auch die inl\u00e4ndische Chemienachfrage. Ohne das Exportgesch\u00e4ft w\u00e4re die indische Chemieproduktion r\u00fcckl\u00e4ufig gewesen.<\/p>\n<p>Aber nicht nur in den Schwellenl\u00e4ndern der Region, sondern auch in den Industriel\u00e4ndern ist die wirtschaftliche Lage schwierig. Die japanische Wirtschaft erholt sich nur langsam von den Folgen der Mehrwertsteuererh\u00f6hung, die notwendig geworden war, um die durch die expansive Fiskalpolitik rasant steigenden Staatsschulden einzud\u00e4mmen. Die Auswirkungen erfassten auch das Chemiegesch\u00e4ft. Die Branche musste ihre Produktion 2014 um 1,5% zur\u00fcckfahren.<\/p>\n<p>Ein geringeres Wachstum im Chemiegesch\u00e4ft zeigt sich auch in S\u00fcdkorea. Das Land konnte seit 2010 von der hohen Dynamik der asiatischen Volkswirtschaften profitieren und seine Chemieproduktion um durchschnittlich 3,5% pro Jahr ausdehnen. Doch damit war es im vergangenen Jahr vorbei. Die Wachstumsrate sank auf 0,5%. In der zweiten Jahresh\u00e4lfte zeigte der Trend sogar nach unten (Grafik 3).<\/p>\n<h3>Europa: Nur Pharmagesch\u00e4ft kann zulegen<\/h3>\n<p>Die europ\u00e4ische Chemieindustrie hatte sich rasch und dynamisch von den Folgen der globalen Finanzkrise erholt. Das Vorkrisenniveau konnte bereits 2010 wieder \u00fcbertroffen werden. Doch dann kam mit der Zuspitzung der europ\u00e4ischen Schuldenkrise der R\u00fcckschlag. Die europ\u00e4ische Chemieproduktion sank von Quartal zu Quartal, weil die durch die Verschuldungskrise ausgel\u00f6ste Rezession in S\u00fcdeuropa zunehmend das europ\u00e4ische Chemiegesch\u00e4ft erfasste. Seitdem hie\u00df es f\u00fcr Europas Chemie: kein Wachstum! Erst gegen Ende des Jahres 2013 setzte die Trendwende ein. Die Auftragsb\u00fccher der Branche f\u00fcllten sich und die Unternehmen konnten ihre Produktion wieder ausweiten (Grafik 4). Im Gesamtjahr 2014 stieg die Produktion insgesamt um 4%. Allerdings verdankt die Branche diese positive Entwicklung allein dem wenig konjunktursensiblen Pharmagesch\u00e4ft. W\u00e4hrend die Pharmaproduktion im vergangenen Jahr um \u00fcber 8% ausgedehnt werden konnte, legten die restlichen Chemiesparten nur um 0,3% zu. In der Petrochemie zeigte sich ein Problem mit der Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Die Produktion musste um 4% gedrosselt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2014 zwar weiter erholt, die Wachstumserwartungen wurden aber \u00fcberwiegend nicht erf\u00fcllt. Nach einem starken Jahresbeginn zeigte das Weltwirtschaftsgef\u00fcge zunehmend Risse. Mit einem Plus von 2,6% blieb das Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) unter seinem Potenzial. Die wesentlichen Wachstumsimpulse kamen aus den Vereinigten Staaten und China. 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